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El Niño verändert das Weltwetter: Dürre, Brände und heftige Wirbelstürme

Pexels (CC0), Pixabay
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Trockenheit in Indonesien, unregelmäßiger Monsunregen in Indien und unterschiedliche Wirbelsturmaktivität über den Ozeanen: Das Klimaphänomen El Niño beeinflusst Wetterbedingungen weit über den Pazifik hinaus. Der vorliegende Bericht beschreibt fünf Regionen, in denen sich entsprechende Entwicklungen zeigen.

El Niño entsteht durch eine ungewöhnliche Erwärmung des Oberflächenwassers im zentralen und östlichen tropischen Pazifik. Dadurch verändern sich Luftströmungen und Niederschlagsmuster. Die Folgen fallen regional unterschiedlich aus. Einzelne Extremereignisse lassen sich allerdings nicht allein auf El Niño zurückführen.

In Indonesien verschärfen trockene und heiße Bedingungen die Wald- und Torfbrände. Betroffen sind insbesondere Sumatra und Kalimantan. Rauch belastet die Bevölkerung, Schulen müssen zeitweise schließen und Gesundheitseinrichtungen behandeln Menschen mit Atemwegsbeschwerden. Besonders schwierig sind unterirdisch schwelende Torfbrände, deren Bekämpfung große Wassermengen erfordert.

Im östlichen Pazifik begünstigen warme Meeresoberflächen und schwächere störende Höhenwinde dagegen die Entwicklung kräftiger Hurrikane. Nach den im Bericht genannten Zahlen wurden bislang 22 benannte Stürme und zwölf Hurrikane registriert, darunter zehn besonders starke Systeme. Mehrfach waren mehrere Hurrikane gleichzeitig aktiv. Warmes Wasser kann eine rasche Verstärkung ermöglichen, sofern auch die übrigen atmosphärischen Bedingungen passen.

Über dem Atlantik wirkt El Niño häufig entgegengesetzt. Dort kann stärkere vertikale Windscherung – also eine Veränderung von Windrichtung und Geschwindigkeit mit der Höhe – die Bildung und Verstärkung tropischer Wirbelstürme behindern. Der Bericht beschreibt entsprechend eine bislang vergleichsweise ruhige Saison. Das bedeutet jedoch keine allgemeine Entwarnung: Auch wenige Stürme können erhebliche Schäden verursachen.

In Indien geraten Landwirtschaft und Wasserversorgung durch einen schwächeren und ungleichmäßig verteilten Monsun unter Druck. Dem Bericht zufolge blieb die Regenmenge landesweit rund 13 Prozent unter dem Durchschnitt. In östlichen, nordöstlichen und südlichen Regionen waren die Defizite größer. Zusätzlich wechselten längere Trockenphasen mit heftigen Niederschlägen. Für die Landwirtschaft ist deshalb nicht nur die Gesamtmenge entscheidend, sondern auch, wann und wie der Regen fällt.

Im westlichen Pazifik können veränderte Entstehungsgebiete tropischer Wirbelstürme deren Entwicklung beeinflussen. Bilden sich Systeme weiter östlich, haben sie unter Umständen einen längeren Weg über warmes Wasser und können dabei an Stärke gewinnen. In Ostchina und Japan verursachten zuletzt Taifune Überschwemmungen und Erdrutsche.

Die regionalen Unterschiede zeigen, weshalb El Niño nicht einfach weltweit dasselbe Wetter erzeugt. Während manche Gebiete unter Wassermangel leiden, treffen andere Starkregen und schwere Stürme. Für die tatsächlichen Folgen sind neben dem Klimaphänomen weitere Faktoren entscheidend – darunter regionale Wetterlagen, Meerestemperaturen und die Verwundbarkeit der betroffenen Bevölkerung.

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