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VfB Stuttgart: Rolls-Royce verboten, Fiesta unerwünscht – und ich dachte immer, es geht um Fußball!

gescha373 (CC0), Pixabay
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Ein kopfschüttelnder Kommentar eines noch immer leidensfähigen VfB-Fans

Manchmal frage ich mich wirklich, ob ich Fan eines Fußballvereins bin oder inzwischen Mitglied in einem exklusiven Automobilclub mit angeschlossener Fußballabteilung.

Beim VfB Stuttgart herrscht offenbar wieder Ordnung. Zumindest auf dem Parkplatz. Dort dürfen unsere hochbezahlten Fußballkünstler neuerdings ausschließlich mit Dienstwagen von Mercedes oder Porsche vorfahren. Ferrari? Verboten! McLaren? Unerwünscht! Rolls-Royce? Bloß nicht!

Und selbst Grischa Prömels bescheidener Fiesta passt offenbar nicht ins gewünschte Bild.

Liebe VfB-Verantwortliche, geht’s eigentlich noch?

Sechs Punkte, aber Hauptsache, der Parkplatz glänzt!

Nach sechs Bundesliga-Spielen standen gerade einmal sechs Punkte auf dem Konto. Da würde ich als Fan erwarten, dass man sich Gedanken über Zweikampfverhalten, Abwehrfehler, Chancenverwertung und die Einstellung unserer Mannschaft macht.

Aber nein, in Stuttgart wird offenbar erst einmal die Parkplatzordnung revolutioniert.

Jetzt parken die Stars ihre unerwünschten Fahrzeuge eben außerhalb des vorgesehenen Bereichs. Problem gelöst? Natürlich nicht. Aber Hauptsache, vor der Geschäftsstelle stimmt das Markenbild.

Ich sehe schon die nächste Vorstandssitzung vor mir:

„Meine Herren, wir haben ein Problem!“

„Die Abwehr?“

„Nein!“

„Die Chancenverwertung?“

„Auch nicht!“

„Was denn dann?“

„Da steht ein Rolls-Royce auf unserem Parkplatz!“

Da kannste als Fan doch nur noch den Kopf schütteln.

Mercedes und Porsche – die wahren Stammspieler?

Natürlich verstehe ich, dass Mercedes und Porsche wichtige Partner und Anteilseigner des VfB sind. Wer ordentlich Geld investiert, möchte auch sichtbar sein.

Aber muss man deshalb erwachsenen Fußballprofis vorschreiben, in welchem Auto sie zur Arbeit erscheinen beziehungsweise auf welchem Parkplatz sie stehen dürfen?

Und mal ehrlich: Wenn unsere Spieler künftig ausschließlich im Porsche vorfahren, spielen sie deswegen auch nicht automatisch wie ein Porsche.

Ein schneller Wagen macht noch keinen schnellen Außenverteidiger.

Vielleicht sollte man auf dem Trainingsgelände zusätzlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung einführen. Schließlich will niemand, dass unsere Spieler ihre ganze Geschwindigkeit schon auf dem Weg zum Parkplatz verbrauchen.

Mein Vorschlag: Punkte statt Parkplätze kontrollieren!

Lieber Sebastian Hoeneß, lieber Vorstand, liebe sportliche Führung: Ich hätte da einen ziemlich revolutionären Gedanken.

Wie wäre es, wenn wir uns wieder darauf konzentrieren, Fußballspiele zu gewinnen?

Mir ist völlig egal, ob Demirović im Rolls-Royce, Prömel im Fiesta oder Undav mit dem Fahrrad zum Training kommt.

Von mir aus dürfen die Jungs morgens auch mit dem Einkaufswagen bei Aldi vorfahren.

Hauptsache, sie liefern anschließend auf dem Platz!

Denn eines sollte man in Stuttgart niemals vergessen: Wir Fans kommen wegen des Brustrings ins Stadion und nicht wegen des Mercedes-Sterns auf dem Parkplatz.

Ich bin seit Jahren VfB-Fan, habe viel erlebt, manches ertragen und über noch mehr den Kopf geschüttelt.

Aber dass ich mich irgendwann einmal über ein Rolls-Royce-Verbot beim VfB aufregen muss, hätte ich auch nicht gedacht.

Mein Fazit: Wir brauchen elf Spieler mit ordentlich PS in den Beinen und nicht elf Dienstwagen mit dem richtigen Firmenlogo.

Und wenn wir so weitermachen, bekommt der VfB demnächst noch einen neuen Namen:

VfB Stuttgart 1893 – Ihr freundlicher Mercedes-Porsche-Parkplatz mit gelegentlichem Fußballbetrieb.

Ich bleibe trotzdem Fan. Noch. Aber manchmal macht es einem dieser Verein wirklich verdammt schwer!

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