Zum Finale der Conference League verwandelt sich Leipzig tagelang in eine Hochsicherheitszone. Anti-Terror-Sperren, Hubschrauber, Drohnenabwehr, zusätzliche Polizeikräfte und abgesperrte Innenstädte – all das kostet am Ende eine Menge Geld.
Und da stellt sich vielen Bürgern eine einfache Frage:
Warum zahlt eigentlich die Stadt – und damit indirekt der Steuerzahler – während die UEFA mit dem Finale Millionen verdient?
Die UEFA verdient an TV-Rechten, Sponsoren, Werbung, Tickets und Vermarktung. Gleichzeitig muss Leipzig Straßen absperren, Sicherheitskonzepte organisieren und Polizei im Großeinsatz aufbieten. Selbst spezielle Anti-Terror-Sperren für Großveranstaltungen wurden bereits für Millionen angeschafft.
Kritiker finden deshalb: Wenn ein milliardenschwerer Fußballverband ein internationales Finale veranstaltet, sollte er sich auch deutlich stärker an den Sicherheitskosten beteiligen.
Denn viele Leipziger fragen sich inzwischen, warum öffentliche Gelder für ein Event fließen, das vor allem der UEFA riesige Einnahmen bringt. Besonders nach der jüngsten Amokfahrt wirken die Sicherheitsmaßnahmen zwar verständlich – aber eben auch extrem teuer.
Am Ende bleibt für manche der Eindruck:
Die Stadt trägt das Risiko, die Bürger die Einschränkungen – und die großen Gewinne landen woanders.
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