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Neuer Air Force One-Jet sorgt für Diskussionen: Trump setzt auf Qatar-Maschine

WikiImages (CC0), Pixabay
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Die USA bekommen offenbar schneller als geplant eine neue Präsidentenmaschine – und die sorgt bereits vor ihrer offiziellen Indienststellung für heftige Diskussionen. Wie die US-Luftwaffe bestätigte, soll eine von Katar gespendete Boeing 747 noch im Sommer als neue Air Force One für Präsident Donald Trump eingesetzt werden.

Der Zeitpunkt dürfte dabei kaum zufällig gewählt sein: Die Auslieferung könnte pünktlich zu den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit am 4. Juli erfolgen. Auch Trumps Geburtstag am 14. Juni liegt unmittelbar davor.

Trump setzt auf neues Design

Besonders auffällig: Die neue Maschine erhält ein komplett überarbeitetes Farbschema – mit Rot, Weiß, Dunkelblau und Gold. Damit verabschiedet sich Trump von dem ikonischen hellblauen Design, das einst von Jacqueline Kennedy eingeführt wurde.

Trump selbst bestätigte die Pläne inzwischen öffentlich:

„Ja, wir glauben, dass wir das Flugzeug bekommen werden.“

Kritiker sehen darin weniger ein staatliches Projekt als vielmehr eine persönliche Inszenierung des Präsidenten.

Geschenk aus Katar wirft massive Fragen auf

Besonders brisant bleibt jedoch die Herkunft der Maschine. Die Boeing 747 stammt aus Katar und gilt als eines der größten Geschenke, das eine ausländische Regierung jemals den Vereinigten Staaten gemacht hat.

Genau das löst erhebliche ethische und sicherheitspolitische Bedenken aus.

Normalerweise beschafft das US-Militär Präsidentenmaschinen direkt vom Hersteller, um Manipulationen, versteckte Technik oder Spionage auszuschließen. Im Fall der Qatar-747 musste die US-Luftwaffe nun nach eigenen Angaben erstmals spezielle Prüfverfahren entwickeln, um das Flugzeug vollständig auf Sicherheitsrisiken zu untersuchen.

Milliardenprojekt mit massiven Verzögerungen

Hintergrund der Übergangslösung ist das Chaos rund um die eigentlichen neuen Air-Force-One-Maschinen von Boeing. Die beiden neuen Präsidentenjets sollten ursprünglich bereits 2024 ausgeliefert werden. Inzwischen wird frühestens mit 2028 gerechnet.

Gleichzeitig explodieren die Kosten:

  • Ursprünglicher Auftrag: 3,9 Milliarden Dollar
  • Aktueller Stand: rund 4,4 Milliarden Dollar

Trump hatte bereits in seiner ersten Amtszeit öffentlich mit einer Kündigung des Boeing-Vertrags gedroht.

Übergangslösung oder Symbolpolitik?

Die US-Luftwaffe verteidigt den Einsatz der Qatar-Maschine als notwendige Übergangslösung zum Schutz des Präsidenten. Die bestehenden VC-25A-Maschinen gelten mittlerweile als technisch veraltet.

Dennoch bleibt der politische Beigeschmack erheblich:
Ein Präsidentenflugzeug als Geschenk eines Golfstaates – versehen mit Trumps persönlichem Design – dürfte die Debatte über Einflussnahme, Interessenkonflikte und politische Symbolik weiter anheizen.

Hinzu kommt: Nach Ende von Trumps Amtszeit soll die Maschine laut Weißem Haus an seine Präsidentenbibliothek übergehen. Auch das dürfte die Diskussionen über den Umgang mit staatlichen Ressourcen weiter verschärfen.

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