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Google mietet Musks digitale Goldmine – KI frisst jetzt ganze Kraftwerke zum Frühstück

Simon (CC0), Pixabay
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Früher brauchten Unternehmen Büroräume, Maschinen und ein paar Mitarbeiter. Heute reicht offenbar ein Rechenzentrum von der Größe eines mittelgroßen Bundeslandes. Google hat nun beschlossen, Elon Musk bis Ende Juni 2029 jeden Monat 920 Millionen Dollar für Rechenleistung zu überweisen. Das sind knapp 800 Millionen Euro monatlich – oder umgerechnet etwa das Jahresbudget mancher Staaten, nur für ein paar zusätzliche Denkprozesse künstlicher Intelligenz.

Offenbar hat Google festgestellt, dass die eigene KI zwar viele Antworten kennt, aber dafür auch Strommengen benötigt, die bislang nur beim Start einer Mondrakete üblich waren. Glücklicherweise sitzt Elon Musk auf genügend Computern, um gleichzeitig das Wetter vorherzusagen, das Universum zu simulieren und drei Milliarden Katzenvideos auszuwerten.

Google ist dabei nicht allein. Auch die KI-Firma Anthropic hat sich bereits in Musks digitalem Rechenleistungs-Supermarkt eingedeckt und zahlt monatlich 1,25 Milliarden Dollar. Während normale Menschen ihre Wohnung vermieten, vermietet Musk mittlerweile einfach Denkvermögen auf Industrieniveau.

Besonders amüsant ist die Konstellation: Musk unterstützt mit seiner Rechenleistung ausgerechnet Unternehmen, die im Wettbewerb mit OpenAI stehen – jenem Unternehmen, mit dessen Chef er sich seit Jahren öffentlich streitet. Man könnte sagen: Der Mann verkauft seinen Konkurrenten die Munition und kassiert gleichzeitig an jedem abgefeuerten Schuss mit.

Für Musk scheint das Geschäft ohnehin besser zu laufen als jede Rakete. Seine eigene KI Grok kämpft zwar noch darum, dieselbe Bekanntheit wie ChatGPT, Claude oder Gemini zu erreichen. Aber warum selbst gewinnen, wenn man an allen anderen mitverdienen kann?

Passend dazu steht nun auch noch der Börsengang von SpaceX bevor. Das Unternehmen möchte mit einer Bewertung von 1,7 Billionen Dollar an die Börse gehen. Die Nachfrage der Investoren ist bereits doppelt so hoch wie das Angebot. Offenbar glauben Anleger fest daran, dass die Zukunft darin besteht, immer größere Rechenzentren zu bauen, damit künstliche Intelligenzen sich gegenseitig erklären können, warum die Stromrechnung schon wieder explodiert ist.

Man könnte auch sagen: Während früher Goldgräber Schaufeln verkauften, vermietet Elon Musk heute Server. Das Prinzip ist dasselbe – nur die Summen sind inzwischen so groß, dass selbst die künstliche Intelligenz einen Taschenrechner braucht.

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