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TGI AG gegen 11 Uhr kommt ein knaller Bericht des Handelsblattes

EdenMoon (CC0), Pixabay
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wir werden berichten. Wahnsinn!!!

14 Kommentare

  • Da ist der Artikel:

    Berlin. Die Lage beim umstrittenen Goldhändler TGI AG aus Vaduz eskaliert. Fahnder der Staatsanwaltschaft in Liechtenstein haben am Dienstag die Firmenzentrale durchsucht. Die Strafverfolger ermitteln gegen mehrere Personen, die sie „des gewerbsmäßig schweren Betrugs“, „der Geldwäscherei“ und „des Vergehens gegen das Bankengesetz“ verdächtigt. Die Razzia bestätigte die Behörde am Mittwochabend.

    Beim Fürstlichen Landgericht seien auf Antrag der Staatsanwaltschaft Vorerhebungen eingeleitet worden, die „in Bezug auf die Vorgänge um die TGI AG“ stehen, teilten die Strafverfolger mit. Weitere Auskünfte könnten dazu nicht erteilt werden, hieß es. „Nach derzeitiger Einschätzung stehen umfangreiche Ermittlungen bevor“, teilten sie weiter mit. Für die Verdächtigen gelte die Unschuldsvermutung.

    Zur kurzfristigen Stellungnahme sah sich der Goldhändler zunächst nicht in der Lage: „Die von Ihnen angesprochenen Sachverhalte befinden sich derzeit noch in interner Abstimmung sowie rechtlicher Prüfung“, teilte TGI auf Anfrage mit. Die zuständigen Ansprechpartner stünden „aufgrund des Feiertags am Firmensitz“ aktuell nur eingeschränkt zur Verfügung. Am Freitag wolle sich das Unternehmen äußern, hieß es.

    Der Goldhandel des schillernden österreichischen Unternehmers Helmut Kaltenegger hatte mit extremen Rabatten auf Edelmetallkäufe in den vergangenen Monaten für Aufsehen gesorgt. Sein Geschäftsmodell sah vor, dass Kunden in Vorkasse zahlen. Im Anschluss mussten sie bis zu drei Jahre auf die Lieferung des Feingoldes warten. In dieser Zeit sollten sie jeden Monat zwei Prozent Rabatt in Cash ausgeschüttet bekommen.

    Gold für 72 Prozent unter Marktpreis
    In diesem Modell hätten die Käufer Barren und Münzen bis zu 72 Prozent unter dem Marktpreis erwerben können. Ein hocheffizientes Goldschürfen und lukrative Handelsdeals von Partnern in Afrika ermöglichten der TGI diese Kampfpreise, betonte Kaltenegger immer wieder in Youtube-Shows der Firma.

    Ihre Rabatte bewarb die TGI in den sozialen Medien mithilfe eines Strukturvertriebs aus „Tippgebern“ und mit Prominenten wie dem deutschen Komiker Oliver Pocher. Ein weiterer Kaufgrund war in den AGB festgehalten: Die TGI oder ein Lagerunternehmen bewahrten „ab Zeitpunkt der Zahlung“ das Gold der Kunden „identifizierbar“ auf.

    Laut Webseite griffen mehr als 50.000 Goldkäufer zu. Ihnen habe TGI mittlerweile 80 Millionen Euro an Rabatten ausgeschüttet.

    Ab März kam indes zunehmend Kritik an den Versprechen auf. Das Handelsblatt berichtete über die ungewöhnlich hohen Rabatte und Zweifel am Geschäftsmodell. Im April verbot die deutsche Finanzaufsicht Bafin zwei zentrale Verkaufsmodelle des Goldhändlers. In Liechtenstein, Österreich und Ungarn warnten Behörden vor Kalteneggers Geschäften. Zahlreiche Medien griffen das auf.

    Kaltenegger sah sich als Opfer einer „Hetzjagd“ und beschimpfte Kritiker als „Intelligenzfuzzis“. Mehr als zwei Tonnen Goldbarren sollten bei einem Partner in Sierra Leone gelagert sein, sagte er. Das habe ein Wirtschaftsprüfer des internationalen Beratungsnetzwerks Grant Thornton bestätigt. Doch wem dieses Gold gehört, wurde nach Recherchen des Handelsblatts nicht geprüft.

    Finanzaufsicht ordnete Rückabwicklung an
    Laut der Staatsanwaltschaft sind „Sachverhaltsdarstellungen“ der Finanzmarktaufsicht in Liechtenstein (FMA) ein Grund für die Ermittlungen. Die Aufsicht hatte vor einer Woche die sofortige Einstellung des Vertriebs und des öffentlichen Angebots der Produkte „Customer Basic 2 %“, „Sales Premium“ und „Sofortrabatt“ angeordnet.

    „Die TGI AG erbringt mit diesen Produkten das Einlagengeschäft ohne die dafür erforderliche Bewilligung der FMA“, hieß es zur Begründung. Im Gesetzbuch des Fürstentums steht: Wer ohne Bewilligung gewerbsmäßig Bankgeschäfte in Liechtenstein anbiete, werde „wegen Vergehens mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft“.

    Firmensitz der TGI in Liechtenstein: Am Dienstag gab es hier eine Razzia. Foto: privat
    Der Goldhändler verwies darauf, dass die Verfügung der FMA nicht rechtskräftig sei, und kündigte an: „Die TGI AG wird Rechtsmittel dagegen erheben.“ Die Produktverbote der deutschen Finanzaufsicht Bafin aus dem April hatte die Firma hingegen ohne juristischen Kampf akzeptiert.

    Die FMA hat auch angeordnet, dass die TGI binnen vier Monaten den Käufern das Geld zurückgeben soll. Die Aufsicht verbot ein „weiteres Halten der im Rahmen dieser Produkte als Einlagen entgegengenommenen fremden Gelder.“

    Wir kommen stärker zurück, als wir vor einer Woche aufhören mussten.
    Helmut Kaltenegger
    TGI-Präsident
    Am Montag versammelte die TGI deshalb 2200 Zuhörer in einem Call, um darauf zu reagieren. Kaltenegger und mehrere Führungskräfte erläuterten darin, dass ihnen „der Kundenschutz“ besonders wichtig sei. „Wir kommen stärker zurück, als wir vor einer Woche aufhören mussten“, kündigte Kaltenegger an: „Vollgas nach vorn.“

    Fünf Tage habe sein Team rund um die Uhr gearbeitet, um eine Lösung zu präsentieren, sagte der TGI-Präsident. In der TGI-Online-Plattform könnten die betroffenen Kunden in neue Verträge wechseln, die den FMA-Auflagen entsprächen. Verstrichene Wartezeiten auf das Gold sollten dabei angerechnet werden, Rabatte weiterfließen. Kaltenegger nannte die Anpassung der Verträge „vernünftiger“ als die Rückabwicklung, die sich „sehr, sehr, sehr, sehr lange“ hinziehen werde.

    Wer trotzdem in der Online-Plattform die Rückabwicklung beantragte, erhielt eine erstaunliche Ansage: „Nach aktuellem Stand ist davon auszugehen, dass die Rückzahlung des ursprünglichen Kaufpreises voraussichtlich in 24 bis 36 monatlichen Teilbeiträgen erfolgen wird.“

    Aussteiger sollen die Rabatte zurückzahlen
    „Wie passt das zur Viermonatsfrist der FMA?“, wunderten sich Kunden. Auf Nachfrage erklärte die TGI, dass es sich bei dem Zeitrahmen um eine Schätzung „in einer ersten Phase der Bestandsaufnahme“ gehandelt habe. Auch wenn die Rückzahlung länger dauere, sehe sich die TGI AG im Rahmen der Anordnung der Finanzaufsicht. „Eine Absicht, gegen die Verfügung der FMA zu verstoßen, besteht nicht“, teilte TGI mit.

    Schneller werden unterdessen Zahlungen in die Gegenrichtung erwartet. Innerhalb von 60 Werktagen würde die TGI den Rückabwicklern unter ihren Kunden mitteilen, „in welcher Höhe bereits erhaltene Rabatte und gegebenenfalls Provision an die TGI AG zurückzuzahlen sind“.

    Das Handelsblatt wollte daraufhin wissen, warum kein Verrechnungsmodell gewählt wurde und ob TGI überhaupt in der Lage sei, allen betroffenen Kunden die Gelder binnen vier Monaten zurückzuüberweisen, wie es die FMA angeordnet hat. Die Antwort: „Über wirtschaftliche Kennzahlen der TGI AG wird gegenüber Dritten Personen und somit auch gegenüber der Presse keine Auskunft erteilt.“

    TGI-Chef Kaltenegger gab sich am Montag in der Videokonferenz vor 2200 Kunden optimistisch. Die „mediale Wahnsinnswelle“ habe auch etwas Gutes, philosophierte er. „Die haben uns einen Riesengefallen getan, weil jetzt stellen wir die TGI so solide hin. Und so rechtskonform, dass nie wieder einer angreifen kann.“

    Während Kaltenegger den Blick nach vorn richtet, interessieren sich die Ermittler der Staatsanwaltschaft überwiegend für die Vergangenheit. Ihr Augenmerk gilt der Frage, ob in den letzten Jahren bei der TGI alles rechtskonform ablief.

        • Die Staatsanwaltschaft in Liechtenstein macht sich wohl gerade genau dieses Bild:

          Verdacht auf Betrug und Geldwäsche – Razzia bei Goldhändler TGI
          Die Liechtensteiner Staatsanwaltschaft hat die Firmenzentrale in Vaduz durchsucht. Die Behörde verdächtigt mehrere Personen schwerer Verbrechen. Der Goldhändler äußerte sich zunächst nicht.

          Berlin. Die Lage beim umstrittenen Goldhändler TGI AG aus Vaduz eskaliert. Fahnder der Staatsanwaltschaft in Liechtenstein haben am Dienstag die Firmenzentrale durchsucht. Die Strafverfolger ermitteln gegen mehrere Personen, die sie „des gewerbsmäßig schweren Betrugs“, „der Geldwäscherei“ und „des Vergehens gegen das Bankengesetz“ verdächtigt. Die Razzia bestätigte die Behörde am Mittwochabend.

          Beim Fürstlichen Landgericht seien auf Antrag der Staatsanwaltschaft Vorerhebungen eingeleitet worden, die „in Bezug auf die Vorgänge um die TGI AG“ stehen, teilten die Strafverfolger mit. Weitere Auskünfte könnten dazu nicht erteilt werden, hieß es. „Nach derzeitiger Einschätzung stehen umfangreiche Ermittlungen bevor“, teilten sie weiter mit. Für die Verdächtigen gelte die Unschuldsvermutung.

    • Immer mehr Menschen fallen auf Angstmache und negative Schlagzeilen herein. Dabei hat jeder die Möglichkeit, sich selbst zu informieren und sich eine eigene Meinung zu bilden.
      Man kann leider nicht jedem eine Chance aufzeigen. Am Ende braucht es immer eine Entscheidung.
      Die einen gehen den Weg, den die meisten gehen. Die anderen hinterfragen, informieren sich und suchen nach eigenen Lösungen.
      Welchen Weg du gehst, entscheidest du selbst. 😉

    • Die Lichtensteiner Staatsanwaltschaft hat eine Razzia durchgeführt und die Geschäftsräumlichkeiten durchsucht.
      Viele Personen werden schwerer Verbrechen beschuldigt.
      Langsam solltest auch du leiser werden.

      Häme ist nicht meins und ich habs ja gesagt auch nicht, daher kann ich mich jetzt langsam wieder anderen Dingen widmen.

      • Ich lese keine Presse, die aus meiner Sicht Teil des Systems ist. Ich bevorzuge es, Informationen aus erster Hand einzuholen und mir meine eigene Meinung zu bilden.

        Jeder darf selbst entscheiden, welchen Quellen er vertraut. Ich habe für mich entschieden, nicht alles ungeprüft zu glauben, sondern Dinge zu hinterfragen. 😉

        • Du hast Dich wohl eher für die Methode „Wer nichts weis muss alles glauben“ entschieden. Du könntest ja so nett sein unnd uns Unwissende erleuchtest. in dem Du die Informationen auf dennen Deine Entscheidungen getroffen hast, hier veröffentlichst. Aber lass mich raten die sind wie alles bei der TGI, wenn es um konkrete Zahlen geht, entweder Betriebsgeheimnisse oder unterliegen der Verschwiegenheitspflicht? Nunja die erste Staatanwaltschaft schaut ja jetzt genauer hin, ich hoffe Du steckst nicht so tief drin, dass Du auch bald einen Hausbesuch bekommst.

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