Wer in den USA auf der Suche nach einem Eigenheim ist, konnte in dieser Woche zumindest kurz aufatmen: Die durchschnittlichen Zinsen für eine 30-jährige Hypothek sanken laut Freddie Mac von 6,52 auf 6,47 Prozent. Damit entfernten sich die Bauzinsen etwas von ihrem bisherigen Jahreshoch.
Von einer echten Trendwende kann allerdings noch keine Rede sein. Denn die Entspannung könnte nur von kurzer Dauer sein. Die US-Notenbank Fed stellte nach ihrer jüngsten Sitzung sogar weitere Zinserhöhungen in Aussicht. Hintergrund ist die wieder anziehende Inflation, die zuletzt durch die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts zwischen Israel und dem Iran zusätzlich angeheizt wurde.
Neue Inflationsdaten zeigten im Mai den stärksten Preisauftrieb seit drei Jahren. Gleichzeitig präsentiert sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust. Diese Kombination sorgt an den Finanzmärkten für die Sorge, dass die Inflation hartnäckiger bleiben könnte als erhofft.
Besonders wichtig für Immobilienkäufer ist die Entwicklung der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, die als wichtiger Orientierungspunkt für Hypothekenzinsen gilt. Nach den jüngsten Inflations- und Arbeitsmarktdaten stiegen die Renditen zunächst deutlich an.
Das zwischenzeitlich angekündigte Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran beruhigte die Märkte kurzfristig. Die Anleiherenditen gaben nach, wodurch auch die Hypothekenzinsen leicht zurückgingen. Doch die Erleichterung hielt nicht lange an. Bereits nach den Aussagen der Fed mehrten sich erneut Spekulationen über mögliche Zinserhöhungen.
„Die Inflation wird von der Notenbank sehr ernst genommen. Deshalb dürften die Hypothekenzinsen kurzfristig kaum deutlich sinken“, erklärte Redfin-Chefökonomin Chen Zhao.
Trotz der hohen Finanzierungskosten zeigt sich der US-Immobilienmarkt erstaunlich robust. Laut dem Verband der Immobilienmakler stiegen die schwebenden Hausverkäufe im Mai gegenüber dem Vormonat um 3,8 Prozent und lagen sogar 4,8 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Für viele Kaufinteressenten scheint die Hoffnung auf Hypothekenzinsen unter sechs Prozent inzwischen keine Rolle mehr zu spielen. „Die Käufer akzeptieren Zinsen von über sechs Prozent zunehmend als neue Normalität“, sagte Verbandsökonom Lawrence Yun.
Damit bleibt die Lage am US-Häusermarkt widersprüchlich: Die Nachfrage ist vorhanden, doch die Finanzierungskosten bleiben hoch – und könnten bei weiteren Zinsschritten der Fed sogar wieder steigen.
Die gute Nachricht zuerst: Die Deutschen werden immer älter. Die schlechte Nachricht:...
BeiDie RedaktionSamstag, 20.06.2026Es gibt Nachrichten, bei denen man sich fragt, ob die Beteiligten dieselben...
BeiDie RedaktionSamstag, 20.06.2026Als Bayern-Fan muss ich bei solchen Meldungen immer schmunzeln. 220 Millionen Euro...
BeiDie RedaktionSamstag, 20.06.2026Ach Albert. Kaum bist du weg, vermissen wir dich schon. Also zumindest...
BeiDie RedaktionSamstag, 20.06.2026
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