Die AfD-Landtagsfraktion Sachsen hat bei ihrem Wirtschaftstag in Dresden zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft begrüßt. Nach Angaben der Veranstalter nahmen rund 200 Besucher an der Veranstaltung teil. Eröffnet wurde der Wirtschaftstag vom sächsischen AfD-Landesvorsitzenden Jörg Urban.
Aus Sicht vieler Teilnehmer standen vor allem wirtschaftspolitische Themen im Mittelpunkt. In verschiedenen Vorträgen und Diskussionsrunden wurden Herausforderungen für Unternehmen in Sachsen angesprochen. Dabei ging es insbesondere um Bürokratieabbau, steuerliche Entlastungen, Energiekosten sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
Auffällig war die sachliche Atmosphäre der Veranstaltung. Die Diskussionen konzentrierten sich überwiegend auf wirtschaftliche Fragestellungen und die Sorgen vieler Unternehmer angesichts anhaltender Belastungen durch Regulierung, hohe Kosten und eine schwache Konjunkturentwicklung. Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen direkt gegenüber den anwesenden Politikern vorzutragen.
Die AfD befindet sich im Sächsischen Landtag weiterhin in der Opposition. Dennoch zeigen aktuelle Umfragen, dass die Partei in Sachsen über eine hohe Zustimmung verfügt. Dies sorgt auch bei den politischen Wettbewerbern für Aufmerksamkeit, da sich die Kräfteverhältnisse im Freistaat in den vergangenen Jahren deutlich verändert haben.
Bemerkenswert war zudem, dass sich nicht ausschließlich Parteimitglieder oder AfD-Unterstützer an den Diskussionen beteiligten. Auch parteilose Unternehmer und Vertreter aus verschiedenen Bereichen der Wirtschaft kamen zu Wort. Einige Teilnehmer begründeten ihre Teilnahme damit, dass sie ihre Anliegen möglichst breit in die politische Debatte einbringen möchten.
Unabhängig von der parteipolitischen Bewertung lässt sich festhalten, dass die Veranstaltung gut besucht war und wirtschaftspolitische Themen klar im Vordergrund standen. Für die AfD-Landtagsfraktion dürfte der Wirtschaftstag ein weiterer Baustein sein, um ihre Kontakte in Wirtschafts- und Unternehmerkreisen auszubauen und ihre Positionen einem breiteren Publikum vorzustellen.
Die AfD legt ihre Konzepte und Ideen für Wirtschaftsfragen vor. In den letzten 20 Jahren will die AfD die Staatsquote deutlich senken. Ein ambitioniertes Vorhaben. Eine zumindest denkbare Alternative.