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United-Airlines-Flug nach Zwischenfall mit Passagier umgeleitet

NightMareSR71 (CC0), Pixabay
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Ein Flug der US-Fluggesellschaft United Airlines von Chicago nach Minneapolis musste am Freitagabend außerplanmäßig in Madison im Bundesstaat Wisconsin landen, nachdem ein Passagier an Bord für einen Sicherheitsvorfall gesorgt hatte.

Nach Angaben der Fluggesellschaft verhielt sich der Mann äußerst auffällig und löste erhebliche Sicherheitsbedenken aus. Laut Mitschnitten des Funkverkehrs soll er mehrfach versucht haben, in den Cockpitbereich vorzudringen. An Bord befindliche Polizeibeamte konnten den Passagier schließlich überwältigen und unter Kontrolle bringen.

Nach der Landung wurde der Mann von den örtlichen Behörden festgenommen. Das FBI bestätigte, dass Bundesermittler gemeinsam mit lokalen Einsatzkräften unmittelbar auf den Vorfall reagierten. Weitere Informationen zur Identität des Mannes oder möglichen Strafanzeigen wurden bislang nicht veröffentlicht.

Ein Passagier berichtete gegenüber CNN, dass es während des Fluges zu Unruhe im vorderen Bereich der Maschine gekommen sei. Mehrere Reisende hätten beobachtet, wie der Mann in der Nähe des Cockpits auffällig geworden sei, woraufhin mehrere Personen eingegriffen und ihn zurückgehalten hätten.

Nach dem Zwischenfall entschied sich die Besatzung, den Flug nach Madison umzuleiten. Dort betraten Polizeibeamte das Flugzeug, legten dem Mann offenbar Handschellen an und führten ihn aus der Maschine. Anschließend konnten die übrigen Passagiere ihre Reise fortsetzen.

Bereits vor dem Start in Chicago soll es Hinweise auf Probleme gegeben haben. Nach Aussagen eines Mitreisenden stand der spätere Festgenommene während des Rollens der Maschine mehrfach auf und musste wiederholt aufgefordert werden, sich hinzusetzen. Zudem suchte die Crew nach einer Person, die Russisch spricht, um bei der Verständigung mit dem Mann zu helfen.

Die Boeing 737 war mit 147 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern besetzt. Verletzt wurde nach Angaben der Fluggesellschaft niemand.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA teilte mit, dass sie alle Vorfälle mit randalierenden oder gefährlichen Passagieren untersucht. Für Angriffe, Bedrohungen oder Behinderungen von Besatzungsmitgliedern können hohe Geldstrafen von bis zu 43.658 US-Dollar pro Verstoß verhängt werden. Nach Angaben der Behörde wurden allein in diesem Jahr bereits mehr als 640 Vorfälle mit auffälligen Passagieren gemeldet.

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