Startseite Allgemeines Waymo fährt weiter – trotz „unerwartetem Verhalten“
Allgemeines

Waymo fährt weiter – trotz „unerwartetem Verhalten“

OpenIcons (CC0), Pixabay
Teilen

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat ihre Ermittlungen gegen Googles Robo-Kutschen von Waymo beendet – und das, obwohl die autonomen Fahrzeuge zuvor gleich mehrfach durch „ungewöhnliches Verhalten“ und Zusammenstöße mit „deutlich sichtbaren Objekten“ aufgefallen waren. Mit anderen Worten: Roboterautos fuhren gegen Dinge, die selbst ein mittelmäßig ausgebildeter Fahrschüler erkannt hätte. Die Behörde sagt nun trotzdem: Fall geschlossen.

Die Begründung: Zwei Rückrufe von Waymo und ein freundlicher Blick in deren Datenberge. Offenbar genügt es, wenn ein Konzern wie Alphabet nach 17 Unfällen – pardon, „kleineren Zwischenfällen“ – etwas an der Software schraubt und ein paar virtuelle Schranken erkennt, um sich aus der Affäre zu ziehen. Hauptsache, der Algorithmus lernt dazu.

Waymo selbst feiert das Ermittlungs-Aus als Beleg für seinen „größten Wert auf Sicherheit“ – eine eigenwillige Definition für ein Unternehmen, dessen Fahrzeuge zuvor offenbar Mühe hatten, zwischen Straße und Schranke zu unterscheiden.

Aktuell düsen über 1.500 dieser rollenden Beta-Versionen durch Städte wie San Francisco, Phoenix und Los Angeles. Täglich absolvieren sie hunderttausende Fahrten – ganz ohne Fahrer, aber mit umso größerem Vertrauen in die Gnade der Aufsichtsbehörde. Bald sollen auch New York, Miami und Washington in den Genuss kommen.

In Atlanta jedenfalls wurde Waymo inzwischen mit Uber verkuppelt – das klingt fast romantisch, wäre es nicht eine ziemlich waghalsige Ehe zwischen zwei Tech-Konzernen, deren gemeinsames Kind offenbar lieber in Schranken fährt als in geregelten Bahnen.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Marius Borg Høiby bleibt in Haft – Berufungsgericht kippt Freilassungsentscheidung

Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, muss bis zur...

Allgemeines

Interne Prüfung enthüllt: Colorado zahlte Deion Sanders zu viel – und das Bowl-Spiel wurde zum Millionengrab

Eine interne Untersuchung der University of Colorado hat erhebliche finanzielle Fehler rund...

Allgemeines

Olympia 2028: Erst Gold, dann Gentest

Die Olympischen Spiele waren einmal ein Fest des Sports. Künftig könnten sie...

Allgemeines

Ärger um WM-Tickets: Texas ermittelt gegen FIFA

Wenige Tage vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gerät die FIFA erneut...