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Ärger um WM-Tickets: Texas ermittelt gegen FIFA

jarmoluk (CC0), Pixabay
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Wenige Tage vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gerät die FIFA erneut unter Druck. Der Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates Texas, Ken Paxton, hat eine Untersuchung gegen den Weltfußballverband eingeleitet. Hintergrund sind Vorwürfe, wonach Fans beim Ticketverkauf über die Lage und Qualität ihrer Plätze getäuscht worden sein sollen.

Nach Angaben von Paxtons Behörde beschwerten sich mehrere Käufer darüber, dass sie Eintrittskarten der höchsten Kategorie erworben hätten, in der Erwartung, beste Sicht auf das Spielfeld zu erhalten. Nach dem Kauf seien die Sitzpläne jedoch verändert worden. Plätze, die ursprünglich als Premium-Sitze ausgewiesen gewesen seien, hätten sich plötzlich in Bereichen befunden, die zuvor einer niedrigeren Kategorie zugeordnet waren.

„Ich werde sicherstellen, dass die FIFA faire und ehrliche Geschäftspraktiken anwendet und die Fans in Texas korrekt behandelt werden“, erklärte Paxton. Sport habe die Kraft, Menschen zu verbinden – deshalb müssten auch die Verbraucherrechte respektiert werden.

Die Ermittler prüfen nun, ob die FIFA gegen texanische Verbraucherschutzgesetze verstoßen hat. Im Fokus stehen mögliche irreführende Angaben bei der Vermarktung der Tickets sowie die Frage, ob Sitzplatzkategorien nachträglich verändert wurden, obwohl die Karten bereits verkauft waren.

Die Untersuchung kommt zu einem heiklen Zeitpunkt. Bereits am 14. Juni beginnen die ersten WM-Partien in Texas. Dallas und Houston gehören zu den wichtigsten Austragungsorten des Turniers.

Texas ist dabei nicht allein. Auch die Generalstaatsanwälte von Kalifornien, New York und New Jersey haben ähnliche Untersuchungen gegen die FIFA eingeleitet. Die Vorwürfe könnten den Druck auf den Weltverband weiter erhöhen, der bereits wegen hoher Ticketpreise und undurchsichtiger Verkaufsprozesse in der Kritik steht.

Eine Stellungnahme der FIFA lag zunächst nicht vor. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen dem Verband nicht nur rechtliche Konsequenzen, sondern auch ein weiterer Imageschaden bei einem Turnier, das ohnehin von Diskussionen über Kosten, Organisation und Fanfreundlichkeit begleitet wird.

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