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Interne Prüfung enthüllt: Colorado zahlte Deion Sanders zu viel – und das Bowl-Spiel wurde zum Millionengrab

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Eine interne Untersuchung der University of Colorado hat erhebliche finanzielle Fehler rund um die Teilnahme am Alamo Bowl 2024 aufgedeckt. Besonders im Fokus steht Football-Startrainer Deion Sanders, der laut Prüfbericht einen Bonus erhielt, auf den er nach seinem Vertrag eigentlich keinen Anspruch hatte.

Demnach überwies die Universität Sanders 50.000 US-Dollar zu viel. Der Grund: Der Alamo Bowl wurde fälschlicherweise als sogenanntes „New Year’s Six“-Spiel eingestuft. Laut Vertrag hätte Sanders für die Teilnahme an einem regulären Bowl-Spiel einen Bonus von 150.000 Dollar erhalten. Für ein prestigeträchtiges „New Year’s Six“-Spiel wären hingegen 200.000 Dollar fällig gewesen. Da der Alamo Bowl nicht zu dieser exklusiven Gruppe gehört, entstand die Überzahlung.

Auch bei den Assistenten und weiteren Mitarbeitern des Football-Programms stellte die Universität Unregelmäßigkeiten fest. Sie erhielten insgesamt rund 71.000 Dollar mehr als vorgesehen. Die Prüfer führen dies auf zusätzliche Ermessenszahlungen zurück, die über die bestehenden Regelungen hinausgingen.

Der Bericht, der am 4. Juni 2026 fertiggestellt wurde, spricht nicht von vorsätzlichem Fehlverhalten, fordert jedoch „erhebliche Verbesserungen“ bei den internen Abläufen.

Bowl-Teilnahme kostete über eine Million Dollar

Noch gravierender fiel das finanzielle Ergebnis der Bowl-Reise aus. Laut Audit verzeichnete Colorado beim Alamo Bowl einen Verlust von rund 1,24 Millionen Dollar.

Zwar nahm die Universität knapp 3 Millionen Dollar durch Konferenzausschüttungen, Ticketverkäufe und Begleitveranstaltungen ein. Die Gesamtausgaben beliefen sich jedoch auf mehr als 4,2 Millionen Dollar.

Ein wesentlicher Kostenfaktor war die Mitreise der Universitätskapelle. Für die Teilnahme von 210 Bandmitgliedern wurden rund 945.000 Dollar ausgegeben. Laut Prüfern hätten die Kosten bei einer kleineren Delegation von 50 Personen lediglich knapp 200.000 Dollar betragen.

Besonders kritisch bewerten die Prüfer, dass die Universität überhaupt ohne einen konkreten Veranstaltungsplan und ohne festgelegtes Budget in die Bowl-Teilnahme ging. Dadurch seien Ausgaben nicht ausreichend kontrolliert worden.

Konsequenzen angekündigt

Als Reaktion auf die Ergebnisse kündigte die Universität umfassende Änderungen an. Künftig sollen für Bowl-Spiele verbindliche Budgets erstellt werden. Zudem sollen Bonusregelungen für Trainer und Mitarbeiter klarer formuliert und besser dokumentiert werden.

Die Untersuchung kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Sportabteilung der Universität kämpft aktuell mit einem Defizit von rund 27 Millionen Dollar. Wie viele andere Hochschulen sieht sich auch Colorado mit steigenden Trainergehältern und den zusätzlichen Kosten für die Beteiligung von Spielern an Einnahmen konfrontiert.

Die Universität betonte in einer Stellungnahme, man nehme die Ergebnisse ernst und wolle sämtliche Empfehlungen der Prüfer umsetzen, um künftig transparenter und wirtschaftlicher zu arbeiten.

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