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Piastri zaubert sich zur Sprint-Pole – Chaos bei Mercedes und Ferrari

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Oscar Piastri hat dem Sprint-Wochenende in Spa-Francorchamps gleich am Freitag seinen Stempel aufgedrückt – und wie! Mit einer geradezu dominanten Vorstellung im Qualifying fuhr der Australier in einer eigenen Liga und schnappte sich die Poleposition für das 100-Kilometer-Kurzrennen am Samstag. Satte 0,477 Sekunden nahm er dem ansonsten unantastbaren Max Verstappen im Red Bull ab – eine sportliche Demütigung auf dem Hochgeschwindigkeitskurs der Ardennen.

Doch so souverän das Ergebnis am Ende aussah, ganz ohne Drama kam Piastri nicht durch. In SQ2 wurde ihm wegen überfahrener Tracklimits eine schnelle Runde gestrichen – und plötzlich wackelte der Favorit. Der zweite Versuch? Suboptimal. Erst mit hauchdünnem Vorsprung von 0,041 Sekunden rettete er sich in den finalen Abschnitt. Doch in SQ3 war der McLaren dann ein Präzisionswerkzeug – und Piastri ein Chirurg auf Slicks.

Mercedes? Mehr Schleuderkurs als Silberpfeil

Während bei McLaren gejubelt wurde, versank Mercedes im Quali-Debakel. Andrea Kimi Antonelli, noch Sprint-Überraschung von Miami, verabschiedete sich mit einem Dreher in SQ1 als Letzter. George Russell kam nicht über Rang 13 hinaus. Von Titelambitionen fehlt derzeit jede Spur – der Stern der Silberpfeile flackert bedenklich.

Hamilton-Dreher im Ferrari – Drama in Rot

Und auch Ferrari durfte sich wieder einmal ärgern – in diesem Fall über die Technik. Lewis Hamilton, der noch im Frühling in Shanghai auf der Sprint-Pole stand, drehte sich in SQ1. Verdacht auf Defekt an der Hinterachse. Statt Angriff auf die Spitze gab’s Platz 18 – und ein geparktes Auto im Kies. Der letzte Spa-Sieg des Briten? 2023. Doch dieses Jahr scheint für die Scuderia eher eines der verpassten Chancen zu werden.

Haas im Höhenflug, Außenseiter mischen mit

Für Überraschung sorgten stattdessen die „kleinen“ Teams: Esteban Ocon (Haas) wurde starker Fünfter, sein Rookie-Teamkollege Oliver Bearman landete auf Platz sieben. Auch Pierre Gasly und Gabriel Bortoleto durften sich über einen Einzug ins Top-Segment freuen – eine Seltenheit in dieser Saison.

Piastri: „Ich liebe diese Strecke“

„Es war eine gute Runde – das Auto war den ganzen Tag fantastisch“, sagte ein strahlender Piastri. Und vielleicht war’s auch ein bisschen die Liebe zu Spa: „Es ist meine Lieblingsstrecke im Kalender. Vielleicht holt man da ein paar Extrazehntel raus.“

Ob’s am Samstag für den Sprint-Sieg reicht, wird sich zeigen – die Red Bulls sind auf der Geraden eine Macht. Aber mit dieser Form hat Piastri alle Trümpfe in der Hand.

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