Wer auf den Bahamas Sonne, Strand und türkisblaues Wasser genießen möchte, sollte bei einem beliebten Urlaubsvergnügen derzeit besonders vorsichtig sein. Die US-Botschaft in Nassau hat eine deutliche Sicherheitswarnung vor Jetski-Ausflügen ausgesprochen und rät amerikanischen Touristen sogar ausdrücklich davon ab, entsprechende Angebote anzunehmen.
Mehrere Berichte über sexuelle Übergriffe
Hintergrund der Warnung sind mehrere Fälle, bei denen US-Bürgerinnen nach Jetski-Ausflügen Opfer sexueller Übergriffe geworden sein sollen.
Nach Angaben der Botschaft wurden allein seit 2024 mehrere Vorfälle gemeldet. Zwei amerikanische Frauen erstatteten demnach im Jahr 2025 Anzeige wegen sexueller Übergriffe, bereits 2024 waren drei ähnliche Fälle bekannt geworden.
Besonders problematisch: Einige der Frauen berichteten, von Jetski-Anbietern zunächst an beliebten Stränden angesprochen und anschließend auf abgelegene Inseln in der Umgebung von Nassau gebracht worden zu sein. Dort sollen die mutmaßlichen Übergriffe stattgefunden haben.
Neue Gesetze nach schweren Vorwürfen
Die bahamaischen Behörden reagierten auf die Vorfälle. Seit März 2026 dürfen Jetski-Betreiber ihre Kunden nicht mehr gemeinsam auf einem Fahrzeug begleiten. Dadurch soll das Risiko sexueller Übergriffe reduziert werden.
Auslöser waren unter anderem Vorwürfe zweier amerikanischer Touristinnen, die nach eigenen Angaben von örtlichen Jetski-Anbietern auf einsame Inseln gebracht und dort vergewaltigt wurden. Gegen einen Verdächtigen wurde inzwischen Anklage erhoben.
Auch Sicherheitsrisiken und schwere Unfälle
Neben den Berichten über sexuelle Gewalt verweist die US-Botschaft auch auf erhebliche Sicherheitsprobleme.
So kam im August 2025 ein amerikanischer Urlauber ums Leben, nachdem ein nicht registriertes Boot einen Jetski-Fahrer vor Paradise Island erfasst hatte. Der Bootsführer verfügte laut Behörden nicht über die erforderlichen Genehmigungen.
Seit August 2024 mussten zudem sechs US-Bürger nach Jetski-Unfällen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Drei von ihnen mussten sogar per medizinischem Notfalltransport in die Vereinigten Staaten ausgeflogen werden.
Mangelnde Kontrollen bereiten Sorgen
Nach Einschätzung der US-Behörden mangelt es auf den Bahamas teilweise an einer konsequenten Kontrolle der Anbieter. Immer wieder gebe es Hinweise auf nicht lizenzierte oder nicht versicherte Betreiber. Auch Wetterwarnungen würden nicht immer beachtet.
Die Botschaft empfiehlt Urlaubern daher, Angebote von Jetski-Vermietern insbesondere in den Bereichen rund um den Kreuzfahrthafen von Nassau, Junkanoo Beach, Arawak Cay sowie auf den Inseln östlich von Paradise Island abzulehnen.
Bahamas bleiben beliebtes Reiseziel
Trotz der Warnungen zählen die Bahamas weiterhin zu den beliebtesten Urlaubszielen für amerikanische Kreuzfahrt- und Karibikurlauber.
Das US-Außenministerium führt die Inselgruppe derzeit jedoch auf Warnstufe 2 („Erhöhte Vorsicht“). Als Gründe werden neben den Jetski-Vorfällen auch Gewaltkriminalität, Raubüberfälle, Einbrüche und sexuelle Übergriffe genannt.
Für Reisende bedeutet das nicht, dass die Bahamas gemieden werden müssen. Die aktuellen Hinweise zeigen jedoch, dass Urlauber bei Freizeitangeboten außerhalb offizieller und kontrollierter Anbieter besonders aufmerksam sein sollten.
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