In den Vereinigten Staaten haben im Jahr 2025 erstmals mehr Menschen regelmäßig Cannabis konsumiert als Zigaretten geraucht. Das geht aus einer neuen landesweiten Erhebung hervor.
Demnach nutzten 43,8 Millionen Menschen ab zwölf Jahren regelmäßig Marihuana. Zigaretten wurden von 36,1 Millionen Menschen konsumiert. Besonders verbreitet war Cannabis bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren. Zigaretten wurden dagegen überwiegend von Menschen ab 26 Jahren geraucht.
Die häufigste Konsumform von Cannabis blieb das Rauchen. Danach folgten essbare Produkte, Verdampfer sowie Konzentrate wie Wachs oder sogenannte Dabs. Zusätzlich gaben 29,3 Millionen Menschen an, regelmäßig Nikotin zu dampfen.
Warum Cannabis die Zigarette überholt hat, beantwortet die Studie nicht eindeutig. Die Entwicklung fällt jedoch in eine Zeit, in der immer mehr US-Bundesstaaten den medizinischen oder privaten Konsum legalisieren. Medizinisches Cannabis ist inzwischen in 41 Bundesstaaten erlaubt, der Freizeitkonsum in 24 Staaten sowie in Washington, D.C.
Alkohol bleibt dennoch deutlich weiter verbreitet. Im Jahr 2025 gaben 129,1 Millionen Menschen an, aktuell Alkohol zu trinken. Rund 44 Prozent davon berichteten von mindestens einem monatlichen Rauschtrinken.
Die Daten stammen aus der jährlich durchgeführten National Survey on Drug Use and Health. Für die Erhebung wurden etwa 60.000 Menschen befragt. Untersucht werden unter anderem Alkohol-, Tabak- und Drogenkonsum sowie psychische Gesundheit und Suchterkrankungen.
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