Donald Trump wollte eigentlich nur einen kleinen, bescheidenen Ballsaal neben dem Weißen Haus bauen. So etwas Gemütliches eben. Ein Raum für ein paar Gäste, ein paar Kronleuchter, vielleicht ein paar vergoldete Wände und maximal drei bis vier Marmorsäulen pro Quadratmeter.
Die Kosten? Laut Trump praktisch ein Schnäppchen.
Der amerikanische Steuerzahler müsse sich keine Sorgen machen. Alles werde von ihm selbst und großzügigen Patrioten bezahlt.
Nun gibt es allerdings ein kleines Problem.
Die Baufirma hat offenbar ebenfalls gerechnet.
Und plötzlich stehen nicht mehr 200 Millionen Dollar auf dem Zettel, sondern rund 600 Millionen Dollar.
In Washington spricht man bereits vom ersten Ballsaal der Welt, bei dem die Quadratmeterpreise selbst Immobilienmakler in Monaco nervös machen.
Steuerzahler spielen offenbar doch mit
Besonders spannend ist die Frage, wer den Spaß bezahlt.
Denn während Trump stets erklärte, das Projekt koste die Bürger keinen Cent, sollen laut internen Unterlagen plötzlich rund 300 Millionen Dollar aus öffentlichen Mitteln kommen.
Das erinnert ein wenig an den Restaurantbesuch mit einem Freund, der lautstark verkündet:
„Heute geht alles auf mich!“
… und anschließend heimlich die Hälfte der Rechnung unter den Tisch zu den anderen Gästen schiebt.
Versailles? Zu bescheiden!
Insider vermuten inzwischen, dass der Ballsaal nicht einfach nur ein Ballsaal werden soll.
Vielmehr könnte hier das erste Gebäude entstehen, das gleichzeitig als Veranstaltungszentrum, Präsidentenmuseum, Luxushotel und Denkmal für Donald Trump dient.
Gerüchten zufolge sollen Besucher künftig bereits beim Betreten von goldenen Lautsprechern begrüßt werden:
„Willkommen im schönsten Ballsaal der Geschichte. Viele Experten sagen das.“
Der blaue Pool wird grün
Doch damit nicht genug.
Auch Trumps Verschönerungsprojekt am berühmten Reflecting Pool vor dem Lincoln Memorial entwickelt sich zu einem Meisterwerk moderner Landschaftsarchitektur.
Der Präsident hatte den Boden des Beckens mit einer Farbe streichen lassen, die er stolz als „Amerika-Flaggen-Blau“ bezeichnete.
Die Natur hatte dazu allerdings eine eigene Meinung.
Nur kurze Zeit später verwandelten Algen das patriotische Blau in ein kräftiges Grün.
Aus dem „Reflecting Pool“ wurde damit unfreiwillig der erste offizielle „Algen-Pool“ der amerikanischen Hauptstadt.
Auch hier explodieren die Kosten
Die Lackierung sollte ursprünglich vergleichsweise günstig werden.
Am Ende sollen jedoch rund 14,2 Millionen Dollar geflossen sein.
Beobachter vermuten inzwischen, dass die Algen die Farbe möglicherweise für eine Einladung gehalten haben.
Fazit
Während andere Präsidenten Bibliotheken bauen, errichtet Donald Trump einen Ballsaal für 600 Millionen Dollar und verwandelt ein Nationaldenkmal in ein gigantisches Aquarium.
Die gute Nachricht:
Sollten die Kosten weiter steigen, kann der neue Ballsaal vermutlich direkt als achtes Weltwunder angemeldet werden.
Und falls das Wasserbecken weiterhin grün bleibt, besitzt Washington bald ganz offiziell den teuersten Gartenteich der Welt.
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