US-Präsident Donald Trump hat sich erneut zum Sieger eines Golfturniers in einem seiner eigenen Clubs erklärt. Beim Club Championship im Trump National Golf Club Bedminster in New Jersey soll der 80-Jährige sowohl die Senioren- als auch die „Super Senior“-Wertung gewonnen haben.
Nach eigenen Angaben spielte Trump eine Runde mit 70 Schlägen und blieb damit zwei Schläge unter Par. In einem Beitrag in sozialen Medien führte er den Erfolg auf sein Talent zurück und betonte, dass ihm wegen seiner politischen Aufgaben nur wenig Zeit zum Trainieren bleibe.
Trump erklärte in der Vergangenheit, bereits mindestens 40 Clubmeisterschaften gewonnen zu haben. Diese Zahl wird jedoch seit Jahren kritisch betrachtet. Der Sportjournalist Rick Reilly warf ihm in einem Buch wiederholt vor, Regeln großzügig auszulegen, Bälle zu versetzen und Ergebnisse zu seinen Gunsten zu verändern.
Besonders umstritten war ein Turnier im Jahr 2023. Damals soll Trump eine zuvor gespielte Runde nachträglich als erste Runde einer Clubmeisterschaft gewertet haben, obwohl er am eigentlichen Turniertag nicht teilgenommen hatte.
Unabhängig von diesen Vorwürfen bescheinigen ihm mehrere bekannte Golfprofis durchaus spielerische Fähigkeiten. Ernie Els erklärte, Trump treffe den Ball gut, müsse aber wie viele Amateure vor allem am kurzen Spiel arbeiten. Jack Nicklaus und Brooks Koepka äußerten sich ebenfalls positiv über einzelne Bereiche seines Spiels.
Trump selbst bezeichnet sein Handicap als sehr niedrig. Fachleute schätzen es heute eher im Bereich von zehn bis zwölf ein.
Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit soll Trump an rund jedem fünften Tag Golf gespielt haben. Verschiedene Beobachter zählen bislang etwa 124 bis 125 Golftage. Seine jüngste Trophäe reiht sich damit in eine lange Serie selbst verkündeter Siege ein – auch wenn deren Zustandekommen nicht immer vollständig nachvollziehbar ist.
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