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TGI AG stellt Videos auf „privat“

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay
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Nach scharfen Angriffen auf Medienvertreter scheint der umstrittene Goldhändler Helmut Kaltenegger nun offenbar auch den Zugang zu kritischen Inhalten einzuschränken. Darauf macht der Journalist Lars-Marten Nagel aufmerksam.

Nagel hatte zuvor im Handelsblatt über eine Wutrede Kalteneggers berichtet, in der dieser Kritiker und Journalisten unter anderem als „Vollidioten“, „Witzfiguren“ und „Intelligenzfuzzis“ bezeichnet hatte. Das betreffende Video aus dem Youtube-Kanal der TGI AG war zunächst öffentlich abrufbar und wurde von Nagel in seinem Bericht dokumentiert.

Nun seien das Video sowie zahlreiche weitere Inhalte von „TGI TV“ plötzlich auf „privat“ gestellt worden. Insgesamt sollen nach seinen Angaben 21 Videos nicht mehr öffentlich sichtbar sein.

Für Nagel wirft das Fragen auf — insbesondere vor dem Hintergrund, dass bereits mehrere europäische Finanzaufsichtsbehörden vor Aktivitäten rund um das Unternehmen gewarnt haben sollen. Genannt werden Deutschland, Österreich, Liechtenstein und Ungarn.

Gerade bei Unternehmen oder Anbietern, bei denen erhebliche Anlegergelder im Raum stehen, sei Transparenz von zentraler Bedeutung. Wenn öffentlich verbreitete Aussagen und Videos nachträglich verschwinden, erschwere dies die journalistische Aufarbeitung und öffentliche Kontrolle erheblich.

Lars-Marten Nagel ruft deshalb dazu auf, vorhandene Kopien oder Zugänge zu den inzwischen privaten Videos zu sichern und journalistisch verfügbar zu machen. Sein Anliegen: Aussagen, die öffentlich verbreitet wurden, sollten auch im Nachhinein nachvollziehbar bleiben — insbesondere dann, wenn sie für Anleger, Behörden oder die öffentliche Debatte relevant sein könnten.

https://www.linkedin.com/posts/lars-marten-nagel-7822a429_folllowerpower-ugcPost-7461298763156959232-Pdef?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAAAXqcVIBuCNIZ_Zbm6b-YGnc-9CE3EmMFt8

15 Kommentare

  • Jürgen Rehbein war heute laut einer whats app info am Werk.Kunden merken den schwachen Euro,aber Hilfe naht.So oder so ähnlich formuliert. Hat das wer gesehen? So einen honorigen Menschen sollte man doch live übertragen….

  • Nett, aber das wird Kaltenegger auch nichts mehr nützen. Ich habe am 4. Mai vorsorglich eine Komplettsicherung des TGI Youtube-Kanals vorgenommen und seitdem gab es ja nur noch TGI TV „Live“-Sendungen an den Donnerstagen bzw. einmal am Freitag, die habe ich kurzerhand direkt auf dem Bildschirm inkl. Youtube-Chat mitgeschnitten. Rund 85 GB Material. Ich gebe dem Herrn Nagel mal Bescheid, er kann das alles inkl. bereits maschinell erstellter Transkripte haben – Link zu einer Hochlademöglichkeit genügt.

  • Spannend übrigens auch Video Seligmann Bernd (Kiel).
    Ist laut eigenen Angaben Einkommensmillionär durch TGI.
    Hat er in Deutschland eh immer brav versteuert? Glaubt er seine Provision sind steuerfreie „Rabatte“ Gut auch für seine Kunden.Als Finanzdienstleister gibts keinen Tipgeberstatus.Wäre bei eventuellem Regress ins Privatvermögen – natürlich nur wenn es die Minen,Maschinen – nicht gibt.Aber Herr Seligmann wird sich davon sicher persönlich überzeugt haben!? Videos und Helmuts Münchhausen pardon Kalteneggers Gschichten sind nicht ausreichend.Gilt natürlich auch für die anderen „Goldexperten “ der TGI.

  • Video Juni 2025. Helmut behauptet folgendes: Wir sind so super aufgestellt. Wenns die TGI nicht mehr gibt, gibts davor 99% aller Firmen in derSchweiz,Österreuch etc. nicht mehr…..Das Video mit der indischen „Milliardärin“ ( samt 3 Pässe und Geburtstagen) scheint schon länger verschwunden zu sein , leider auch das Video mit den 20 Monstermaschinen)

  • Habe mir mal erlaubt, das Transkript vom „Aktienvideo“, vom November 2024 durch ChatGPT lesbar machen zu lassen:

    Einen wunderschönen guten Abend, wie jeden Donnerstag um 19 Uhr TJI TV live. Es freut mich, dass heute wieder zahlreiche Zuseher dabei sind, denn wir haben ein ganz besonderes Thema. Wir haben diese Woche unglaublich viele Anfragen bekommen: „Wann geht’s an die Börse? Wie ist das mit der Börse? Warum überhaupt an die Börse?“

    Deshalb möchte ich heute das Ganze noch einmal zusammenfassen und erklären. Außerdem haben Sie heute die Möglichkeit, Fragen zu stellen – zum Börsengang, dazu, wie man Aktien erwerben kann und was das alles bedeutet. Ich werde versuchen, alles so transparent und verständlich wie möglich zu beantworten.

    Grundsätzlich eine kurze Wiederholung: In den letzten Wochen wurden wir immer wieder gefragt, ob man TGI-Aktien kaufen kann. Meine Antwort war bisher immer nein, denn wir wollten unsere Firma eigentlich nicht verkaufen. Wenn man Aktien verkauft, gibt man schließlich einen Teil seines Unternehmens ab. Und wir haben immer gesagt: Warum sollten wir das tun? Die TGI entwickelt sich hervorragend.

    Unsere Umsätze steigen stark, und auch die Prognosen für die nächsten Jahre sind enorm. Warum sind unsere Prognosen so gut? Weil wir genau das anbieten, was der Markt aktuell braucht. TGI gibt es jetzt bald vier Jahre, und wir haben in dieser Zeit jeden Monat pünktlich ausgezahlt – wie ein Uhrwerk.

    Aktuell liegen wir bei etwa 113 Millionen Euro Gesamtumsatz. Für nächstes Jahr planen wir eine deutliche Steigerung. Unser Ziel ist es, bis 2027 die Milliardenmarke zu erreichen. Gleichzeitig sehen wir, dass immer mehr Kunden große Summen investieren möchten. Wir haben bereits über 30.000 Stammkunden, die regelmäßig kaufen – auch wegen der attraktiven Rabatte.

    Was uns besonders stolz macht: Die Zahl der Stammkunden wächst kontinuierlich. Das zeigt, dass unser Konzept funktioniert. Am Anfang haben viele gesagt, das sei unmöglich – aber heute sehen wir das Gegenteil.

    Wir arbeiten mit starken Partnern zusammen, unter anderem mit Goldquest und Golden Empire. Mit diesen Partnern stehen wir im ständigen Austausch, insbesondere auf Finanzebene. Wir prüfen regelmäßig, wie sich die Gewinne entwickeln und ob alles wie geplant läuft.

    Ein Beispiel: Goldquest hat uns bestätigt, dass die Gewinne dieses Jahr deutlich übertroffen wurden – und das ohne auf Mining zurückgreifen zu müssen. Das zeigt, wie stark das Geschäftsmodell im physischen Handel ist.

    Wichtig ist: Alles wird genau geplant und abgestimmt. Es ist nicht so, dass wir einfach große Summen investieren und hoffen, dass es funktioniert. Unsere Partner planen gemeinsam mit uns jedes Volumen im Detail. So stellen wir sicher, dass Gewinne generiert und Lieferungen erfüllt werden können.

    Wir arbeiten sehr strukturiert, mit Fokus auf Sicherheit, Transparenz und Kontrolle. Unser Ziel ist ein System mit möglichst geringem Risiko – das bedeutet ständige Überwachung, Updates und Abstimmungen.

    Um weiter zu wachsen, brauchen wir auch die passende Infrastruktur, etwa ein Bankensystem oder eigene Lizenzen. Das ist eine große Aufgabe, aber wir haben ein starkes Team, das uns dabei unterstützt.

    Wir haben erkannt, dass unser System funktioniert und dass wir bereit sind für den nächsten Schritt. Unser Geschäftsführer hat mich schließlich überzeugt, den Börsengang in Betracht zu ziehen. Anfangs war ich dagegen, aber die Vorteile sind klar: mehr Wachstum, mehr Transparenz und eine stärkere Position am Markt.

    Gold als Grundlage unseres Geschäfts ist ohnehin ein starkes Argument. Gold steht für Sicherheit und Stabilität – besonders in unsicheren Zeiten. In Kombination mit unserem Konzept, den steigenden Umsätzen und der großen Kundenbasis ergibt sich ein sehr interessantes Gesamtbild für Investoren.

    Deshalb haben wir uns entschieden, den Börsengang zu wagen.

    Wie funktioniert das Ganze? Wer eine Aktie kauft, wird Teil der TGI. Die ersten 10.000 Aktionäre erhalten zusätzlich eine Umsatzbeteiligung – etwas, das es in dieser Form kaum gibt. Außerdem gibt es Dividenden. Unsere Berechnungen zeigen, dass diese zwischen 15 % und 30 % liegen könnten, wenn sich die Entwicklung wie bisher fortsetzt.

    Der geplante Börsengang soll nächstes Jahr starten, mit dem Ziel, im Herbst an der Börse zu sein. Der aktuelle Vorbörsenpreis liegt bei 23 Euro pro Aktie. Es besteht die Möglichkeit, dass der Kurs nach dem Börsengang deutlich steigt – je nach Nachfrage und Entwicklung.

    Ein weiterer Vorteil: Es handelt sich um Namensaktien. Das bedeutet, jede Aktie wird offiziell registriert, und Sie erhalten eine Aktienurkunde. Außerdem können Sie Ihre Aktien jederzeit verkaufen – auch schon vor dem Börsengang.

    Aktuell ist eine Vorreservierung möglich. Der tatsächliche Kauf erfolgt ab Januar, sobald die Aktien offiziell eingetragen sind. Insgesamt werden 10 Millionen Aktien ausgegeben, davon 2,6 Millionen (26 %) verkauft.

    Die ersten 10.000 Aktionäre profitieren zusätzlich von einer Umsatzbeteiligung in Höhe von 0,3 %, die monatlich ausgeschüttet wird. Die Dividende wird jährlich ausgezahlt.

    Es gibt keine Haltefrist – jeder kann seine Aktien jederzeit verkaufen. Die Besteuerung hängt vom jeweiligen Land ab (z. B. 27,5 % in Österreich auf Kapitalerträge).

    Unser Ziel ist es, alles professionell und transparent abzuwickeln. Dafür wird es auch ein eigenes Team geben, das sich um alle Fragen rund um Aktien kümmert.

    Zusammengefasst: Wir stehen am Anfang eines großen Wachstums. Der Börsengang ist ein wichtiger Schritt, um dieses Wachstum weiter voranzutreiben und gleichzeitig Transparenz und Vertrauen zu stärken.

    • @Thomas Bremer, hast du Hinweise von Kunden das der Aktienvorverkauf stattgefunden hat und die TGI AG dafür Geld eingenommen hat?

      Anmerkung der Redaktion: Wir haben sehr viele Hinweise die wir aber hier nicht veröffentlichen wollen um die Behörden nicht zu beeinträchtigen bei ihrer Arbeit, sagen wir mal so!

      • Reservieren konnte man diese via Formular.
        Wichtig: Niemand musste eine Anzahlung, Zahlung an die TGI machen (auch wenn Ihr dies bestimmt nicht glaubt, ist aber wirklich so).

        • OK, wenn kein Geld genommen wurde, muss man seitens der TGI AG zumindest hierbei nicht aufs Gas drücken.
          Gerade bei den „mitgenommenen“ Kunden aus der „Altfirma“ (also die Kunden aus dem Prozess) die man so abspeisen wollte, wundert mich das dann doch ein wenig. Zumal auch eine Umsatzbeteiligung bei Aktienkauf sehr ungewöhnlich ist.

          @Thomas Bremer – verständlich!

    • Weil gerade dazu passt. Nachstehend die KI Recherche zur Golden Empire und Gold Crest (Claude 4.7 Adaptive im Recherche Modus)

      # Die angeblichen ghanaischen Goldpartner der TGI AG: Eine Recherche zu Gold Crest Refinery und Golden Empire Legacy

      ## Zusammenfassung der Kernergebnisse

      Die TGI AG (Trust Gold International, Vaduz, Liechtenstein; Verwaltungsratspräsident Helmut Kaltenegger) benennt in ihrer Kommunikation – insbesondere im Handelsblatt-Crime-Podcast und in eigenen Marketingmaterialien – als zentrale Stützen ihrer Goldlieferkette in Ghana zwei Unternehmen: die **Gold Crest Refinery Limited (GCRL)** in Accra und die **Golden Empire Legacy Limited (GELL)** unter Joana Gyan Cudjoe.

      Beide Unternehmen existieren tatsächlich als ghanaische Gesellschaften. Allerdings ergibt eine vertiefte Recherche eine klare Asymmetrie zwischen den Marketingaussagen der TGI AG und der nachweisbaren Substanz dieser Partner:

      – **Keines der beiden Unternehmen ist LBMA-zertifizierter Good-Delivery-Refiner.** Auf der aktuellen LBMA Good Delivery List (Stand Mai 2026, 65 Gold-Refiner weltweit) ist kein einziger Refiner aus Ghana gelistet. Die LBMA arbeitet seit 2023/2024 zwar an einem ASM-Programm in Ghana, jedoch über Aggregatoren und die Bank of Ghana – nicht über Gold Crest oder Golden Empire.
      – **Gold Crest Refinery ist – entgegen der eigenen Webseiten-Behauptung („Ghana’s largest gold producer“, „trailblazing to be the first LBMA certified refinery“) – nach Recherchen des österreichischen Magazins „News“ bei den einschlägigen Verbänden und Initiativen nicht gelistet.** Die Raffinerie steckt seit Ende 2024 in einem schweren Gesellschafterstreit mit gegenseitigen Strafanzeigen wegen Diebstahls von 25 kg Gold, Urkundenfälschung und Geldwäsche.
      – **Golden Empire Legacy** ist eine real existierende Handels- und Exportgesellschaft mit Sitz in Accra und politisch sichtbarer Eigentümerin (NDC-Parlamentsabgeordnete Joana Gyan Cudjoe), **jedoch keine Raffinerie** und ohne öffentlich verifizierbare großmaßstäbliche Produktion.
      – **Die aufsichtsrechtliche Lage der TGI AG ist europaweit eskaliert:** BaFin (Deutschland) hat am 18. April 2026 zwei TGI-Produkte untersagt; FMA Österreich und FMA Liechtenstein haben am 22. April 2026 Warnungen ausgesprochen. Stiftung Warentest führt die TGI seit März 2025 auf der Warnliste Geldanlage.

      Die ghanaische Lieferkette der TGI ist weder durch internationale Branchenstandards (LBMA Good Delivery) noch durch unabhängig verifizierte Produktionszahlen unterlegt. Sie stützt sich auf Selbstdarstellungen der Partner und ein einziges, methodisch begrenztes Plausibilitätsgutachten der SLT Gutachten GmbH/Wien (Juni 2023), das laut „kapital-markt-intern“ ausdrücklich nur „begrenzte Sicherheit“ bot und die Bonität von Gold Crest nicht selbst überprüft, sondern aus Aussagen Helmut Kalteneggers übernommen hat.

      ## Unternehmen 1: Gold Crest Refinery Limited (GCRL)

      ### Firmenname, Sitz und Eintragung

      Der vollständige juristische Firmenname lautet **Gold Crest Refinery Limited**. In Medien, Eigendarstellungen und Datenbanken erscheinen die Schreibweisen „Gold Crest Refinery Ltd“, „GoldCrest Refinery Limited“, „GCRL“, „GCR Ghana“ – es handelt sich um ein und dasselbe Unternehmen.

      Eintragungsdetails (gemäß britischem Companies House, das die Gesellschaft seit Januar 2020 als „overseas company“ mit der UK-Nummer FC037200 führt):

      – **Ghanaische Registrierungsnummer:** CS102572019 (das Suffix „2019″ reflektiert das Eintragungsjahr)
      – **Eintragungsbehörde:** Registrar General’s Department Ghana (heute Office of the Registrar of Companies, ORC)
      – **Rechtsform:** Private Limited (zunächst Companies Act 1963, Act 179)
      – **Unternehmensgegenstand laut Companies-House-Eintrag:** „Gold refinery & export of gold“
      – **Gründungsjahr:** 2019 (auch in eigener Darstellung „incorporated in 2019″ bestätigt)

      **Stammkapital (Stated Capital):** In den öffentlich auffindbaren Quellen (Companies-House-UK-Filing, D&B-Profil, Volza/Trademo-Trade-Datenbanken, ghanaische Medienberichte) **ist kein konkretes Stammkapital ausgewiesen**. Eine direkte Abfrage beim ghanaischen Office of the Registrar of Companies (rgd.gov.gh) wäre erforderlich; die UK-Eintragung als „overseas company“ enthält diese Information nicht. Dies ist insofern bemerkenswert, als ein für eine Edelmetallraffinerie typisch erwartbares Eigenkapital (für Tiegelöfen, Affinerieanlagen, Tresore, ISO-zertifiziertes Labor) leicht im siebenstelligen US-Dollar-Bereich liegen müsste, in den indirekt erhobenen Trade- und Bilanzindikatoren aber nicht abbildbar ist.

      ### Adressen, Kontakt

      Es kursieren mehrere Adressen, die auf operative und administrative Standorte hindeuten:

      – **Registrierungs-/Companies-House-Adresse:** House Number 62, Kojo Thompson Avenue/Road, Adabraka, Accra (Greater Accra). Dies ist auch die Adresse, die im Handelsblatt-Bericht und im News.at-Bericht genannt wird; Adabraka ist ein Stadtteil Accras.
      – **Operative Geschäftsadresse laut Dun & Bradstreet:** „Behind Ghana Civil Aviation Training, GOLD CREST REFINERY BUILDING, Aviation Road, Airport City, Accra“
      – **Postadresse laut Jobberman:** PMB CT 138, Kotoka International Airport, Accra
      – **Telefon:** +233 30 255 5715 (laut Facebook-Seite)
      – **E-Mail:** info@goldcrestrefinery.com
      – **Website:** goldcrestrefinery.com

      Laut Recherche des österreichischen Magazins „News“ (news.at) teilt sich Gold Crest das Gebäude in Airport City mit dem IT-Unternehmen IPMC; News.at spricht von einer „sogenannten Scheinraffinerie“ und merkt an, dass ein YouTube-Video der TGI, das angeblich die Produktion bei Gold Crest zeigt, „aufgrund fehlender Außenaufnahmen … nicht verifizier[bar]“ sei.

      ### Eigentümer, Geschäftsführung, UBOs

      Laut Eintrag bei Companies House (UK) und Recherchen von News.at und ghanaischen Medien (GhanaWeb, Asaase Radio, Chronicle):

      – **Amardeep („Amar Deep“) Singh Hari**, geboren April 1967, indischer Staatsangehöriger, in Ghana wohnhaft, Direktor seit 19. März 2020. Nach eigenen Angaben **50 %-Mehrheitsgesellschafter** und „Executive Chairman / amtierender Managing Director“ (seit ca. Februar 2025). Hari ist zugleich Gründer von **IPMC**, einem ghanaischen IT-Unternehmen.
      – **Niharika Handa**, indische Staatsangehörige mit zusätzlichem ghanaischem Pass (laut News.at; Geburtsjahresangaben uneinheitlich – 1960/1961 oder 1965), Mitgründerin und Mitgesellschafterin.
      – Ein weiterer im Companies-House-Register genannter Director ist sri-lankischer Staatsangehöriger, geboren Mai 1973, mit Adresse Suite 408f The Big Peg, 120 Vyse Street, Birmingham, UK B18 6NF (Jewellery Quarter).
      – Ein Company Secretary mit Adresse „Anos53/Eanyaa, 3 Hill Top Street, Greater Accra“, bestellt am 19. März 2020.
      – **Punar Vasu Handa** wird als ehemaliger Geschäftsführer genannt; **Pulkit Arora** als ehemaliger Finanzchef.

      Die wirtschaftlich Berechtigten (UBOs) sind nach derzeitigem öffentlichem Stand Hari und Handa (samt Familie Handa, Ehemann/Sohn Punar Vasu Handa). Eine ghanaische UBO-Eintragung gemäß den ORC-Beneficial-Ownership-Pflichten ist über die öffentlichen Quellen nicht direkt abrufbar; der Streit zwischen den beiden Gesellschafterstämmen lässt vermuten, dass die Mehrheitsfrage selbst im Unternehmen umstritten ist (Hari behauptet 50 %, Handa-Seite spricht ihm den Status als „Mehrheitsgesellschafter“ ab).

      ### Gesellschafterstreit und strafrechtliche Verfahren in Ghana (zentraler Befund)

      Anders als die TGI AG ihren Kunden vermittelt, befindet sich Gold Crest Refinery seit Ende 2024 in einer schweren Krise:

      – **August 2025:** Amar Deep Singh Hari wurde nach Rückkehr aus Südafrika am Kotoka International Airport in Accra verhaftet (Haftbefehl, da er Vorladungen der Polizei ignoriert hatte). Vor dem Accra Circuit Court (Richter Kwabena Kodua Obiri-Yeboah) wird er gemeinsam mit dem flüchtigen **Sannamdeep Singh Hari** in drei Punkten nach Section 124(1) Criminal Offences Act, 1960 (Act 29) wegen Diebstahls angeklagt: 23 kg raffiniertes Gold, 2 kg Rohgold sowie sensible Firmenunterlagen (Gründungsurkunden, Trading Licenses, Bücher) sollen im Dezember 2024 aus den Büroräumen entwendet worden sein. Kaution: GH¢ 100.000 mit zwei Bürgen. Wiederaufruf 3. September 2025.
      – **Oktober 2025:** Haris Anwälte (Kanzlei Gyandoh Asmah & Co.) wiesen die Vorwürfe als „haltlos und Teil einer Verleumdungskampagne“ zurück und reichten gleichzeitig Petitionen beim ghanaischen Innenministerium, der Ghana Immigration Service und dem Außenministerium ein – mit dem Ziel, der Mitgesellschafterin Niharika Handa und ihrem Sohn Punar Vasu Handa die ghanaische Staatsbürgerschaft wegen behaupteter „fraud, misrepresentation, and concealment of material facts“ zu entziehen. Vorgeworfen werden u. a. abweichende Geburtsdaten in mehreren Jurisdiktionen, verschwiegene Strafverfahren in Indien, sowie **14 nicht kautionsfähige Haftbefehle eines Gerichts in Neu-Delhi**.
      – Im Gegenzug haben Handas Anwälte (Sory & Partners) eine Petition bei der ghanaischen Kriminalpolizei (CID) eingereicht, in der die Verhaftung von Hari, der weiteren Familie sowie von Pulkit Arora wegen **Verschwörung, Fälschung von Geschäftsbüchern, Geldwäsche und der betrügerischen Gründung ausländischer Gesellschaften zur Veruntreuung von Unternehmensgeldern** gefordert wird.

      Die Berichterstattung in Ghana (Asaase Radio, The Ghanaian Chronicle, GhanaWeb, norvanreports.com) konzentriert sich praktisch ausschließlich auf diesen internen Streit – nicht auf Goldproduktion oder Raffineriegeschäft.

      ### Verbindung zur „Gold Crest Trading GmbH“ in Wien

      Besonders aufschlussreich für die TGI-Lieferkette ist die folgende Aussage Haris (zitiert in News.at und Diebewertung.de): Niharika Handa soll **ohne Zustimmung des Mitgesellschafters und ohne Aufsichtsratsbeschluss eine „Gold Crest Trading GmbH“ mit Sitz in Wien** gegründet und ein österreichisches Konto eröffnet haben. Diese österreichische Tochter wird laut Haris Anwälten als „Vehikel zum Diebstahl von Unternehmenseigentum“ bezeichnet. Damit ergibt sich – über die Wiener Schwesterfirma – ein konkreter geographischer Bezug zum Geschäftsumfeld der TGI AG, deren Vorgängergesellschaft GGMT (Green-Gold-Mine Trading GmbH) ebenfalls in Wien sitzt und vom Ehepaar Kaltenegger geführt wurde.

      ### Lizenzen, Zertifizierungen, Aufsicht

      – **LBMA Good Delivery List (Gold):** Gold Crest Refinery ist **nicht** auf der aktuellen Liste der 65 weltweit anerkannten Refiner (Stand Mai 2026). Auch auf der LBMA Former List ist der Refiner nicht aufgeführt. Das Unternehmen wirbt lediglich damit, „trailblazing to be the first LBMA certified refinery in the country“ zu sein – eine reine Absichtserklärung, kein erreichter Status. Da die LBMA-Zertifizierung mehrjährige Audit-, Finanz- und Reputationsprüfungen voraussetzt und bislang **kein** Refiner in Ghana zertifiziert ist, kann GCRL faktisch zum Zeitpunkt der TGI-Vermarktung **kein LBMA Good Delivery Gold liefern**.
      – **PMMC / Ghana Gold Board (Goldbod) / Bank of Ghana:** In den öffentlich zugänglichen Listen akkreditierter Aggregatoren, Käufer oder Exporteure der Bank of Ghana sowie des Ghana Gold Board (vormals Precious Minerals Marketing Company, PMMC, jetzt Goldbod) ist Gold Crest Refinery nicht prominent erwähnt. Die UKGGP/LBMA-ASM-Initiative der Bank of Ghana arbeitet mit anderen Aggregatoren und mit auf der LBMA-Liste stehenden internationalen Refinern wie **MKS PAMP** und **Rand Refinery** – Gold Crest wird in den entsprechenden LBMA-Berichten („LBMA Goes to Ghana“, Issue 115) nicht erwähnt.
      – **Minerals Commission of Ghana (Mineral Cadastre):** Eine konkrete Konzessions- oder Lizenznummer in den öffentlich einsehbaren Teilen des Minerals Commission Cadastre ist nicht auffindbar. Die Eintragung im Companies-House mit Objekt „Gold refinery & export of gold“ lässt eine Export-/Trader-Lizenz vermuten; eine konkrete Lizenznummer ist öffentlich nicht dokumentiert.
      – **Eigene Angaben:** Auf der Webseite wird auf ein **nach ISO/IEC 17025:2017** zertifiziertes Labor und „all crucial Ghana Standards Authority“-Zertifikate hingewiesen – ohne unabhängig verifizierbare Quellenangabe.

      ### Produktionszahlen, Mitarbeiter, Standort

      Konkrete, unabhängig verifizierte Produktionszahlen liegen nicht vor. Die Webseite behauptet pauschal „Ghana’s largest gold producer“ – eine Aussage, die de facto unmöglich zutreffen kann, da Ghana von börsennotierten Großminen wie **Newmont Ahafo**, **Gold Fields Tarkwa**, **AngloGold Ashanti Obuasi** und **Asanko Gold** beherrscht wird, deren Jahresproduktionen jeweils Größenordnungen von Dutzenden Tonnen Gold erreichen.

      Handelsdaten von **Volza** und **Trademo** zeigen für Gold Crest Refinery:
      – **31 Exportsendungen an 8 verifizierte Käufer** (vornehmlich Indien und VAE)
      – **40 Importsendungen von 6 Lieferanten** (vor allem Indien; Hauptpositionen Schmelzöfen, Schneidwerkzeuge, Klima- und Luftregler)
      – **Gesamtexportwert ca. 6,95 Mio. USD**, Gesamtimportwert ca. 65.300 USD (Stand 24.02.2025).

      Diese Größenordnung ist mit dem von TGI behaupteten Hochrechnungsvolumen (Handelsblatt-Berechnung: rund **900 Mio. Euro** an Geldtransfers nach Afrika auf Basis von Kalteneggers Angabe, dass „30 % der Kundengelder“ in Gold eingelagert werden, und einem behaupteten Bestand von 2.182 kg Gold) **fundamental inkompatibel**. Ein Volumen von 2,18 t physischem Gold würde zum Goldpreis 2025/26 (rund 90.000 EUR/kg) bei rund **196 Mio. Euro** liegen – das **28-fache** des bei Trademo dokumentierten Gesamtexportwerts von Gold Crest.

      Mitarbeiterzahlen sind nicht öffentlich. Auf LinkedIn ist u. a. **Jean Kwao** als „Assistant Operations Manager Gold Crest Refinery Limited“ verifizierbar. Standort der angeblichen Raffinerie: **Airport City, Accra**, im selben Gebäudekomplex wie IPMC.

      ### Berichterstattung über Gold Crest Refinery

      **In Ghana:**
      – **GhanaWeb** (August/Oktober 2025): „Renowned/Prominent businessman arrested for stealing gold – Report“; „Gold Crest dispute deepens“ – Berichterstattung ausschließlich über den Gesellschafterstreit.
      – **The Ghanaian Chronicle** (thechronicle.com.gh): Detailberichterstattung über die Anklage gegen Amar Deep Singh Hari.
      – **Asaase Radio**: „IPMC Chairman Amardeep Singh Hari faces gold theft charges“; „Gold Crest dispute deepens: IPMC boss presents petitions on citizenship fraud“.
      – **norvanreports.com**: „Gold Crest Shareholder Dispute: Amar Singh Hari Rejects Fraud Accusations“.
      – **Daily Graphic, Citi Newsroom, Joy Online, Modern Ghana, Ghana News Agency:** Keine substantielle eigenständige Berichterstattung über die behauptete Produktionskapazität oder über eine Kooperation mit der TGI AG.

      **Im deutschsprachigen Raum:**
      – **Handelsblatt** (Crime-Podcast und Wirtschaftsteil, ab März 2026): Recherche zur Lieferkette der TGI; explizite Feststellung, dass der namentlich genannte Partner Gold Crest „bei den entsprechenden Verbänden und Initiativen [nicht] gelistet“ sei; Wirtschaftsprüfer von Grant Thornton Austria hätten den 2.182-kg-Goldbestand nur „auskunftsgemäß“ (also ohne eigene Verifizierung der Eigentumsverhältnisse) geprüft.
      – **News.at** (Österreich, April/Mai 2026): Ausführliche Berichte „TGI AG: Anatomie eines goldigen Versprechens“ und „Gold mit Rabatt: Das schillernde Geschäftsmodell der Kalteneggers“; deckt Identität der Gründer Hari und Handa, den Adabraka-Sitz, die Behauptung der KLM-Partnerschaft (KLM bestreitet laut News.at, Partner zu sein) und den Rechtsstreit auf.
      – **Stiftung Warentest** (test.de, März 2025): TGI AG auf der Warnliste Geldanlage; explizite Erwähnung von „Gold Crest Refinery in Ghana“ als Partner; Bewertung „nicht empfehlenswert“.
      – **kapital-markt-intern (k-mi)**: Mehrere Folgen zum „strukturierten Goldverkauf mit fragwürdigem Gutachten“ der SLT Gutachten GmbH/Wien (Auftraggeber GGMT, Gegenstand GCRL).
      – **Diebewertung.de**, **investmentcheck.de**, **bekm.eu (BE Konfliktmanagement)**, **Verbraucherschutzforum Berlin**, **anwalt.de**, **mzs-recht.de**, **t-online**, **Das Investment**, **dasinvestment.com**, **Nachrichten.at**, **MeinBezirk Leoben**: Durchgehend kritische bis warnende Beiträge, die Gold Crest Refinery als nicht unabhängig verifizierten Partner der TGI bewerten.
      – **truthlytics.com**: „The Gold Trade Controversy: GGMTrading GmbH, Trust Gold International (TGI), Aulicio Mining, and Helmut Kaltenegger“.
      – **BehindMLM (behindmlm.com)**: Bezeichnet TGI AG als „pyramid scheme“ und Gold Crest als „Indian owned outfit purportedly operating out of Ghana“.

      ### Branchenpublikationen, NI 43-101 / JORC

      – **NI 43-101 (kanadischer Standard) oder JORC-Berichte (australisch/südafrikanisch):** **Keine auffindbar**. Gold Crest Refinery ist ein Refiner und keine Mine, daher wären solche Reports nur indirekt zu erwarten; keine Liegenschaft von Gold Crest erscheint in den Datenbanken SEDAR+, S&P Global Capital IQ Mining Intelligence oder im Mining Journal.
      – **Bank of Ghana Goldreserven:** Keine namentliche Erwähnung Gold Crests als Lieferant. Die BoG hat im Rahmen ihres Domestic Gold Purchase Programme andere Aggregatoren akkreditiert (laut LBMA-Bericht u. a. einen Aggregator nördlich von Bunso in der Eastern Region).
      – **Ghana Chamber of Mines, S&P Global, Mining Indaba, Mining Journal, Africa Mining Vision:** Keine substantiellen Treffer für Gold Crest Refinery.
      – **Royalty-Zahlungen (5 % gemäß Ghana Minerals and Mining Act):** Nicht öffentlich dokumentiert; da Gold Crest sich als Raffinerie/Exporteur positioniert und nicht als Bergbau-Lizenznehmer, wäre dies primär an den ASM-Lieferanten zu erheben (die Royalty trifft den Bergbauer, nicht den Refiner).
      – **Exportlizenz:** Aus dem Companies-House-Unternehmensgegenstand („Gold refinery & export of gold“) ergibt sich, dass eine Exportlizenz der Minerals Commission notwendig wäre; eine konkrete Lizenznummer ist nicht öffentlich auffindbar. Trademo-/Volza-Daten dokumentieren tatsächlich erfolgte Exportsendungen nach Indien und in die VAE, woraus eine **funktionierende, wenn auch im Umfang sehr begrenzte Exportlizenz** abgeleitet werden kann.

      ## Unternehmen 2: Golden Empire Legacy Limited (GELL)

      ### Firmenname, Sitz und Eintragung

      Der vollständige juristische Firmenname lautet **Golden Empire Legacy Limited** (Abkürzung: **GELL**). Die TGI AG spricht in eigener Vermarktung von „Gold Empire Legacy Limited“, was identisch ist.

      Eintragungs- und Gründungsdetails (Eigenangaben Webseite goldenempirelegacy.com, CWEIC-Profil):
      – **Gründung / Inkorporation:** **7. Juli 2016** unter dem Companies Act 2016 (Act 179), später novelliert nach Companies Act 2019 (Act 992) Ghana. (Hinweis: Auf der älteren Profilseite bei eWorldTrade wird Januar 2006 als operativer Beginn genannt, was sich vermutlich auf historische Vorgängeraktivitäten der Familie Gyan in der „small scale mining endeavor dating back to the early 1990s“ bezieht.)
      – **Eine konkrete ghanaische Registrierungsnummer (ORC)** wird auf öffentlichen Profilen nicht ausgewiesen.
      – **Rechtsform:** Private Limited (Ghana).
      – **Auditor:** Nexia International (Eigenangabe).

      **Stammkapital (Stated Capital):** **Nicht öffentlich ausgewiesen**. Eine direkte Abfrage beim ghanaischen Office of the Registrar of Companies (rgd.gov.gh) wäre erforderlich, ist aber über externe Datenbanken nicht abrufbar. Die behaupteten Investitionsvolumina (siehe unten: 400 Mio. USD seit 2019) wären, falls real, im Eigenkapital ablesbar – das fehlt jedoch in öffentlichen Bilanzen.

      ### Adressen und Kontakt

      – **Hauptsitz / Logistikzentrum:** Accra, Ghana.
      – Telefonnummern und konkrete Straßenadressen sind auf der Webseite nicht prominent ausgewiesen; das Profil bei eWorldTrade und das CWEIC-Eintrag bestätigen Sitz Accra.
      – **Website:** goldenempirelegacy.com (zum Recherchezeitpunkt nicht innerhalb des Read-Timeouts erreichbar; Inhalte über Suchindex und Subseiten verifiziert).
      – **Facebook-Präsenz:** „goldenempirelegacy“ – aktiv.
      – **LinkedIn-Präsenz:** Hon. Joana Gyan Cudjoe hat ein Profil; auch die Holding „Global Empire Legacy Holdings“ hat eigene Webpräsenz (globalempirelegacyholding.com).

      ### Eigentümer, Geschäftsführung, UBOs

      – **Gründerin, CEO und wirtschaftlich Berechtigte:** **Hon. Mrs. Dr. Joana Maa-Adjoa Nana Awoo Gyan Cudjoe** (auch „Joana Gyan“, „Joana Gyan Cudjoe“). Geboren 1985 in Dunkwa-offin, Western Region. Politisch aktiv: Sie wurde 2024 zur Abgeordneten (Member of Parliament) für die **Amenfi Central Constituency** in der Western Region für die National Democratic Congress (NDC) gewählt; National Coordinator des NDC Women’s Working Committee.
      – **Group CEO (laut Webseite):** **John Obeng Apea**, zugleich CEO von eTranzact Ghana Limited und Head of Mission Westafrika bei CWEIC (Commonwealth Enterprise and Investment Council, 2,4 Mrd. Bürger umfassendes Netzwerk).
      – **Managing Director / Mining Engineer:** **Delali** (Nachname auf Webseite nicht voll ausgeschrieben), ca. 40 Jahre Bergbauerfahrung, ehemals Tarkwa Goldfields Limited und Ghana Consolidated Diamonds Ghana Limited (GCDGL).
      – **Senior Partner / Legal:** **Philip Addison** (Addison Bright Sloane), Lead Counsel der Wahlbeschwerde 2012 und bis September 2012 Vice President der Greater Accra Branch der Ghana Bar Association.

      Die Holding-Struktur **Global Empire Legacy Holdings** (gegründet 2019) umfasst nach Eigenangabe GELL, **THE GEM Media (Gem Multimedia Ghana Limited)**, **GELL Financial Services Limited**, **PTP Creations Fashion House Limited** und die **Joana Gyan Foundation**; insgesamt sollen Joana Gyan über 15 Unternehmen gehören.

      ### Lizenzen, Liegenschaften, Aufsicht

      – **Gold Buying License und Gold Export License** der **Minerals Commission of Ghana** (Eigenangabe der Webseite; von CWEIC-Profil bestätigt). GELL gibt an, seit 2019 zu exportieren.
      – **Eine Mining Lease oder Prospecting Licence im großmaßstäblichen Sinn** wird in den öffentlich auffindbaren Quellen für GELL als juristische Person nicht spezifisch ausgewiesen; das Geschäftsmodell wird auf der Webseite als „small-scale mining investment plan“ über mehrere Regionen Ghanas beschrieben.
      – **Lizenznummern im Minerals Commission Cadastre Ghana:** Nicht öffentlich auffindbar.
      – **Geographische Lage der Liegenschaften:** GELL gibt an, in den Regionen **Western, Western North, Ashanti, Eastern, Central, Bono Ahafo, Savannah und Northern** kleinmaßstäbliche Konzessionen zu halten. Hauptzielregion: **Asankrangwa Gold Belt** im Kumasi Basin („equidistant between the northwest flank of the Ashanti Belt and the southeast flank of the Sefwi Bibiani Belt“), insbesondere bei **Asankragwaa-Bokariah** und **Enchi-Omanpe** (Western Region) sowie im **Atiwa District / Kwabeng** (Eastern Region).
      – **Größere Konzessionen:** Laut hagiographischer Darstellungen (Modern Ghana, abcnewsgh) verwaltet Joana Gyan Cudjoe „über 600 small-scale und large-scale mining concessions“ mit einem behaupteten Wert von 120 Mrd. USD an Gold „in the ground“. Diese Zahlen sind unabhängig nicht verifizierbar und in ihrer Größenordnung extrem unwahrscheinlich (zum Vergleich: die gesamte ghanaische Jahresproduktion liegt bei ca. 130 t Gold = ca. 11 Mrd. USD/Jahr).
      – **LBMA Good Delivery List:** GELL ist **nicht** gelistet (es ist ohnehin kein Refiner, sondern Aggregator/Exporteur und produziert kein Feingold mit „Good Delivery“-Standard).
      – **LBMA-Mitgliedschaft:** Keine.
      – **Ghana Chamber of Mines:** Joana Gyan Cudjoe erhielt nach Eigenangaben 2021 den „Ghana Mining Industry Leadership Award“ der Chamber; ob GELL formelles Mitglied der Chamber ist, ist nicht eindeutig dokumentiert. Die Chamber vereint typischerweise große Bergbauunternehmen (Newmont, AngloGold Ashanti, Gold Fields etc.), nicht primär ASM-Aggregatoren.
      – **Bank of Ghana / Ghana Gold Board (Goldbod):** GELL ist nicht in den öffentlich erkennbaren Aggregatoren-Listen des Domestic Gold Purchase Programme der BoG prominent vertreten.

      ### Produktion, operative Substanz und Mitarbeiter

      – **Eigenangabe Webseite (Stand vor 2024):** „GELL has exported over 5000 kg of Gold Doré to the international markets“ seit Erhalt der Exportlizenz 2019. 5 Tonnen Doré in mehreren Jahren ist eine kleine bis mittelgroße Größenordnung im ghanaischen Kontext (ASM-Sektor exportiert insgesamt mehrere Dutzend Tonnen/Jahr).
      – **Eine erste Förderung 2016** ergab laut Eigenangabe „über 200 kg“ auf der Asankragwa-Konzession; ein zertifizierter Evaluator der Minerals Commission soll die Konzession im Mai 2016 begutachtet haben.
      – **Investitionsbehauptungen:** Seit 2019 sollen 400 Mio. USD an lokalen und ausländischen Investitionen geflossen sein (abcnewsgh – hagiographische Quelle, nicht unabhängig verifiziert).
      – **Keine NI 43-101- oder JORC-Reports** über GELL-Liegenschaften öffentlich auffindbar.
      – **Royalty-Zahlungen** sind nicht öffentlich dokumentiert; die 5 %-Royalty wäre über das ghanaische Minerals Income Investment Fund (MIIF) zu verfolgen, das in öffentlichen Quellen GELL nicht prominent ausweist.
      – **Mitarbeiter:** Keine konkreten öffentlichen Zahlen; die Webseite spricht generisch von „dedicated work force“ und „diversified workforce at every level“.
      – **Standort der Mine(n):** Über Asankragwa/Asankrangwa hinaus keine konkreten Koordinaten oder konkreten Abbaustellen verifizierbar.

      ### Verbindung zur TGI AG / Kaltenegger / GGMT

      – Die TGI AG benennt GELL in eigenen Materialien (vgl. kapital-markt-intern.de und Handelsblatt-Crime-Podcast vom April 2026) ausdrücklich als zweiten ghanaischen Partner neben Gold Crest Refinery: „Gold Crest, ein indisches Familienunternehmen, und Gold Empire Legacy Limited, ein ghanaisches Unternehmen, das seit 2012 im Goldbergbau tätig ist.“ (Anmerkung: Das Datum 2012 ist mit der eigenen Inkorporation GELLs 2016 nicht konsistent; es bezieht sich vermutlich auf den Tod des Ehemannes Joana Gyans 2012, ab dem sie laut Eigenangabe begann, das Geschäft auszubauen.)
      – **Eigene öffentliche Kommunikation von GELL über die TGI AG fehlt vollständig.** Weder auf der Webseite goldenempirelegacy.com noch in den Auftritten von Joana Gyan Cudjoe (LinkedIn, Modern Ghana, abcnewsgh, GhanaWeb, BBC) gibt es Bezugnahmen auf TGI, GGMT oder Kaltenegger. Die Joana Gyan Foundation und ihre politische Karriere stehen kommunikativ im Vordergrund.
      – Im Diebewertung.de-Artikel „Neuer Bericht vom Handelsblatt zum Thema TGI AG“ wird festgehalten: „TGI AG nennt als Goldlieferanten Gold Crest Refinery und Golden Empire (Ghana) sowie Bootup Africa Limited (Sambia)“.
      – Bemerkenswert: Im Handelsblatt-Podcast erwähnt Helmut Kaltenegger, er werde „mit meiner Frau auch nach Ghana gehen“ zur Inspektion – ein Hinweis, dass die persönliche Beziehung zur ghanaischen Lieferkette zum Zeitpunkt April/Mai 2026 offenbar erst aufgebaut wurde, nicht etwa eine etablierte mehrjährige Geschäftsbeziehung war.

      ### Berichterstattung über Golden Empire Legacy

      **In Ghana:**
      – **Modern Ghana**: positiv-werbliche Berichte („CEO of Golden Empire Legacy Limited adjudged best female miner in Africa“, FIN Africa-UAE Trade and Investment Forum 2021 in Dubai).
      – **abcnewsgh**: „Amenfi Central MP Leads Ghana’s Push for Sustainable Gold Production“ (2025/2026, politisch-werblich).
      – **GhanaWeb, Daughters of Africa Blog, African Celebs, HBS Blog**: Hagiographische Porträts und Interviews.
      – **Daily Graphic, Citi Newsroom, Joy Online, Ghana News Agency**: Keine kritische investigative Berichterstattung über die Produktionsangaben oder die TGI-Verbindung auffindbar; Erwähnungen wenn dann politisch (Wahlerfolg Amenfi Central) oder im Kontext von Frauenförderung im Bergbau.
      – Bemerkenswert: Im KSM-„Bo Me Nkomo“-Interview (YouTube) musste Joana Gyan aktiv den Vorwurf zurückweisen, ein Unternehmen wie das gescheiterte **Menzgold** (Nana Appiah Mensah, NAM1) zu betreiben („I am not a fraud“).

      **Im deutschsprachigen Raum:**
      – **Handelsblatt-Crime-Podcast** (April 2026): nennt GELL als zweiten der beiden ghanaischen Partner; allgemeine Skepsis am gesamten Liefermodell.
      – **kapital-markt-intern, Diebewertung.de, Verbraucherschutzforum Berlin**: GELL wird im Zusammenhang mit der TGI-Lieferkette erwähnt; eigenständige tiefe Recherche zu GELL als Unternehmen ist nicht erkennbar.

      ### Industriebranchenstandards und kritische Bewertung

      – **Mining Journal, S&P Global, Mining Indaba, Africa Mining Vision:** Keine Treffer für GELL.
      – **NI 43-101 / JORC:** Keine.
      – **Goldreserven Bank of Ghana:** Keine namentliche Erwähnung.
      – **Exportlizenz:** Bestätigt durch Eigenangaben und CWEIC-Profil; konkrete Lizenznummer öffentlich nicht zugänglich.
      – **Royalty-Zahlungen:** Nicht öffentlich dokumentiert.

      GELL hat im Vergleich zu Gold Crest deutlich mehr nachweisbare öffentliche Aktivität: eine prominente, politisch gewählte Eigentümerin, eine ausgearbeitete Webseite, mehrere Subunternehmen, Auftritte bei CWEIC und Foreign Investment Network. Eine Lizenz als Gold Buying & Export-Gesellschaft der Minerals Commission ist plausibel. **Allerdings**: Die behaupteten Zahlen (600 Konzessionen, 120 Mrd. USD Goldwert, „weltgrößte Raffinerie in Planung“, 5 t Doré-Export, 400 Mio. USD Investitionen) sind in **keinem** öffentlich zugänglichen offiziellen Branchen- oder Behördendokument (Minerals Commission, BoG, Chamber of Mines, MIIF) verifizierbar, und es existieren keine technischen Reports (NI 43-101 / JORC). Eine **Raffinerie** betreibt GELL nicht – sie aggregiert ASM-Doré und exportiert. Damit kann GELL **nicht** die in der TGI-Marketingaussage suggerierte Wertschöpfungskette „Mine → Raffinerie nach LBMA-Standard“ liefern.

      ## Kontext: TGI AG und die regulatorische Lage 2025/2026

      ### Vorgeschichte

      – **GGMTrading GmbH (GGMT) / Green-Gold-Mine Trading GmbH**, Wien, gegründet 2018 von Helmut und Katarina Kaltenegger (frühere Kollarova). Geschäftsmodell: Goldkauf mit Rabatten von bis zu 72 %, Lieferung erst nach 4–36 Monaten. Vor 2024 stützte sich das Modell auf die Goldmine **Aulicio Mining Inc.** in Guyana (nicht Ghana).
      – Bis zu **20.000–21.000 Kunden** sollen laut WKStA / Anwalte-Artikel Forderungen über **rd. 34,6–34,9 Mio. Euro** geltend gemacht haben.
      – Nach Ermittlungen der österreichischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen Helmut und Katarina Kaltenegger und einen weiteren Beschuldigten (Betreiber der Aulicio-Mine, „Alexander Sch.“) wegen schweren Betrugs erfolgte am **12. März 2025** vor dem **Landesgericht für Strafsachen Wien** ein **Freispruch für alle Angeklagten** durch Richter Christian Böhm. Entscheidend war ein Gutachten des Bergbauexperten **Roman Lurf (Montanuniversität Leoben)**, der bestätigte, dass Aulicio Mining tatsächlich in Guyana operiere, die Produktion aber durch COVID-19-Shutdown 2020 und ein Jahrhunderthochwasser 2021 unterbrochen worden sei. Oberstaatsanwalt Marcus Schmitt verzichtete auf Rechtsmittel. Das Urteil ist rechtskräftig.
      – Begründung Richter Böhm laut Nachrichten.at: In den AGB sei auf das Risiko hingewiesen worden, eine Täuschung habe nicht stattgefunden. Auch eine Verbandsgeldbuße wurde abgewiesen.
      – Parallel verlagerte das Ehepaar Kaltenegger das Geschäft in die **TGI AG, Vaduz, Liechtenstein** (Imprint: Städtle 33, FL-9490 Vaduz, +423 230 01 00, office@tgi.li). Domain tgi.li registriert am 29. Oktober 2020; tgi-academy.gold privat registriert am 13. März 2024.
      – Geschäftsführer (Chief Executive): **Michael Ewy, LL.M.**; im Verwaltungsrat saß bis zum **11. Juni 2025** zusätzlich der Wiener Rechtsprofessor **Nicolas Raschauer**, der inzwischen ausschied. Mehrheitsgesellschafterin ist laut BehindMLM Katarina Kaltenegger; Verwaltungsratspräsident Helmut Kaltenegger.

      ### Aufsichtsrechtliche Eskalation 2026

      – **BaFin (Deutschland)**, **6. März 2026:** Verbraucherwarnung wegen Anhaltspunkten für ein öffentliches Angebot von Vermögensanlagen ohne nach § 6 VermAnlG gebilligten Verkaufsprospekt unter der Oberbezeichnung „Goldkauf mit Rabatt“.
      – **BaFin**, **18. April 2026** (veröffentlicht 20. April 2026): Untersagung des öffentlichen Angebots der Produkte **„Customer Basic 2 %“** und **„Customer Basic 2 % + Treuerabatt“** wegen Verstoßes gegen das Vermögensanlagengesetz. Sofort vollziehbar, noch nicht bestandskräftig.
      – **FMA Liechtenstein**, **22. April 2026:** Warnmeldung – TGI AG verfügt über keine aufsichtsrechtliche Bewilligung oder Registrierung in Liechtenstein, nicht im offiziellen Register geführt.
      – **FMA Österreich**, **22. April 2026:** Warnmeldung wegen Verdachts unerlaubter Bankgeschäfte (Annahme fremder Gelder als Einlagen ist konzessionspflichtig).
      – **Stiftung Warentest** (test.de) führt die TGI AG seit März 2025 auf der „Warnliste Geldanlage“.
      – Schätzungen sprechen von **rd. 40.000 betroffenen Anlegern** (anwalt.de, Kanzlei Schiller & Gloistein).
      – Die TGI AG hat in einer Stellungnahme an investmentcheck.de erklärt, sie habe von der BaFin-Maßnahme „zunächst ausschließlich über das Internet erfahren“ und betrachte sie als „Fehlinterpretation des zugrunde liegenden Sachverhalts“.

      ### Die behauptete Lieferkette und die ghanaischen Partner

      Aussagen der TGI AG (Webseite, Podcast, Marketing):
      – Die TGI habe **2.182 kg Gold** bei einem Kooperationspartner hinterlegt. Wirtschaftsprüfer von **Grant Thornton Austria** sollen den Bestand stichprobenartig physisch geprüft haben; die **Eigentumsverhältnisse** habe der Prüfer „auskunftsgemäß“ (also ohne eigene Verifizierung) übernommen.
      – Auf Hochrechnung Kalteneggers (30 % Goldeinlagerung der Kundengelder) entstehen laut Handelsblatt rechnerische Mittelabflüsse nach Afrika in Höhe von **rd. 900 Mio. Euro** – eine Größenordnung, die in den Trade-Daten von Gold Crest oder im erwartbaren Aktivitätsumfang von GELL keine Entsprechung findet.
      – Eigene Mine in Guyana (Aulicio-Nachfolge?), Beteiligung in Sambia (Bootup Africa Limited) sowie eine angebliche eigene Mine „in Kürze in Ghana“ werden ergänzend genannt.
      – Auf der Webseite der Gold Crest Refinery werden namhafte Firmen wie **KLM** als „Partners we trust worldwide“ aufgeführt – **KLM hat laut Recherchen von News.at dementiert, Partner zu sein.**
      – Die TGI-Jahresrechnung 2023 weist laut Handelsblatt eine **Bilanzsumme von nur 7.800 Schweizer Franken** aus.

      ### Sachverständigengutachten

      – Das Plausibilitätsgutachten der **SLT Gutachten GmbH/Wien** vom 6. Juni 2023 (Auftrag 18.01.2023, im Auftrag der GGMT Revolution Vertriebs GmbH) prüfte das Geschäftsmodell mit Gold Crest Refinery aus finanzieller Sicht. Es bot nach eigener Aussage nur **„begrenzte Sicherheit“** (im Gegensatz zu „hinreichender Sicherheit“) und **keine prüferische Durchsicht von Abschlüssen**. Die Bonität von Gold Crest Refinery wurde **nicht selbst verifiziert**, sondern **„glaubhaft seitens Helmut Kaltenegger versichert“** (kapital-markt-intern).

      ## Gesamteinschätzung

      Die Recherche zeigt, dass die beiden von der TGI AG als zentrale Stützen ihrer ghanaischen Lieferkette präsentierten Unternehmen **als juristische Personen real existieren**, aber **nicht** die in der TGI-Vermarktung suggerierte industriell-zertifizierte Substanz aufweisen:

      1. **Gold Crest Refinery Limited** (Ghana, Reg-Nr. CS102572019, gegründet 2019, Sitz Adabraka/Airport City Accra, indisch-srilankisch/ghanaisches Eigentum Hari/Handa) ist eine reale, aber **nicht LBMA-zertifizierte** Raffinerie, deren öffentlich nachweisbares Goldexportvolumen (ca. 6,95 Mio. USD laut Trademo) sich in einer ganz anderen Größenordnung bewegt als das, was eine Lieferkette für die TGI mit deren behaupteten Kunden- und Goldvolumina erfordern würde. Das Unternehmen befindet sich seit Ende 2024 in einem **schweren Gesellschafterstreit mit Strafverfahren** in beide Richtungen, der die operative Substanz weiter in Frage stellt. Ein in Wien gegründeter Ableger („Gold Crest Trading GmbH“) wird im Konflikt von Hari als „Vehikel zum Diebstahl von Unternehmenseigentum“ bezeichnet – der geographische Bezug zum Kaltenegger-Umfeld ist auffällig.

      2. **Golden Empire Legacy Limited** (Ghana, inkorporiert 7.7.2016, Eigentümerin Joana Gyan Cudjoe, MP Amenfi Central) ist eine reale Gold-Buying- und Export-Gesellschaft mit Minerals-Commission-Lizenzen, aber **keine Raffinerie und nicht LBMA-zertifiziert**. Die behaupteten Konzessions- und Wertangaben (600 Konzessionen, 120 Mrd. USD Goldwert, „weltgrößte Raffinerie in Planung“) sind in **keinem unabhängigen Branchen- oder Behördendokument verifiziert**. Eine öffentliche Bezugnahme von GELL auf die TGI AG oder Kaltenegger fehlt vollständig.

      3. **Keiner der beiden Partner** erscheint auf der **LBMA Good Delivery List**, in den **Lieferantenlisten der Bank of Ghana** (Domestic Gold Purchase Programme), als formelles Mitglied der **Ghana Chamber of Mines** (im Verzeichnis großer Bergbaufirmen), in den **MIIF-Statistiken** oder mit eigenen **NI 43-101- bzw. JORC-Reports**. Auch die LBMA selbst (Issue 115 ihres Magazins „Alchemist“) berichtet ausführlich über ihre Ghana-Initiative seit 2023/2024 – ohne Erwähnung von Gold Crest oder Golden Empire.

      4. **Die behauptete Wertschöpfungskette „Mine → LBMA-Raffinerie → Tresor → Kunde“** ist mit den real auffindbaren Partnern **nicht abbildbar**: Es gibt **keinen LBMA Good Delivery Refiner in Ghana**, und das einzige Plausibilitätsgutachten (SLT 2023) stützt sich auf Aussagen des Anbieters Kaltenegger statt auf eigene Verifikation.

      5. **Die starke Asymmetrie** zwischen öffentlich-werblicher Selbstdarstellung beider Unternehmen einerseits und (a) der völligen Abwesenheit aus internationalen Branchen-/Aufsichtsstandards, (b) dem schweren internen Konflikt bei Gold Crest, (c) der politisch-medialen statt operativ-industriellen Sichtbarkeit Joana Gyans bei GELL und (d) der Untersagung der TGI-Produkte durch BaFin sowie der Warnungen von FMA Liechtenstein und FMA Österreich ist methodisch kein zwingender Beweis für nicht stattfindende Goldgeschäfte – sie ist aber konsistent mit der Einschätzung der Aufsichtsbehörden und Verbraucherschützer, dass die Lieferkette der TGI AG **die ihr von TGI in Werbeaussagen zugeschriebene industrielle Substanz nicht belegt** und dass die **Beweislast für Existenz, Aktivität und Produktion beim Anbieter, also TGI, liegt** – nicht bei kritischen Medien oder Verbraucherschützern.

      6. **Fehlende Daten als Befund:** Für beide Unternehmen liegen **keine öffentlich zugänglichen Stammkapital-Angaben**, **keine konkreten Lizenznummern aus dem Minerals Commission Cadastre**, **keine Royalty-Aufzeichnungen** und **keine geprüften Jahresabschlüsse** vor. Für eine angeblich tragende Säule einer hochvolumigen, grenzüberschreitenden Goldlieferkette an mehrere zehntausend Endkunden in Europa ist dieser Mangel an Transparenz **selbst ein wesentliches Rechercheergebnis**.

      Stiftung Warentest, BaFin, FMA Liechtenstein, FMA Österreich, Handelsblatt-Crime, News.at, kapital-markt-intern und die spezialisierten Anlegerschutz-Plattformen kommen unabhängig voneinander zu vergleichbaren Schlussfolgerungen: Das Geschäftsmodell der TGI AG ist regulatorisch unzulässig (zumindest in Deutschland mangels Prospekt), die behaupteten Partner sind weder LBMA-zertifiziert noch in offiziellen ghanaischen Statistiken nachweisbar, und das Risiko der Anleger – bei Lieferung nach bis zu 36 Monaten teilweise ungesicherter Rückgriff – ist hoch.

      Aus Sicht des vorbeugenden Verbraucherschutzes ist das Fehlen objektiver Branchen- und Aufsichtsspuren zu **Gold Crest Refinery** und **Golden Empire Legacy** das wesentliche Recherche-Ergebnis: Wer Geld auf das Versprechen späterer Goldlieferung aus dieser Kette einzahlt, hat **keine öffentlich verifizierbare Möglichkeit, die behauptete Produktions- und Lagerkette unabhängig zu überprüfen**.

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