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Überweisen Sie kein Geld mehr an die TGI AG sagt die FMA Liechtenstein

Tumisu (CC0), Pixabay
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Das sagen nicht wir sondern die Finanzmarktaufsicht aus Liechtenstein, dort wo die TGI ihren Geschäftssitz hat. Zitat:

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein weist darauf hin, dass die TGI AG, Städtle 33, 9490 Vaduz, über keine aufsichtsrechtliche Bewilligung oder Registrierung der FMA verfügt und daher nicht im offiziellen Register (www.register.fma-li.li) der FMA aufgeführt ist.

Insbesondere ist es dieser nicht gestattet, bewilligungs- oder registrierungspflichtige Dienstleistungen wie die Annahme von Einlagen und anderen rückzahlbaren Geldern (Einlagengeschäft) in Liechtenstein zu erbringen. Die TGI AG untersteht nicht der prudentiellen Aufsicht durch die FMA.

 

Die FMA rät dringend davon ab, Investitionen im Zusammenhang mit dem Angebot der TGI AG zu tätigen, insbesondere nicht auf Angebote zu reagieren oder Gelder zu überweisen. Die FMA empfiehlt dringend, bewilligungs- oder registrierungspflichtige Dienstleistungen nur durch Finanzinstitute ausführen zu lassen, die von der FMA oder anderen Aufsichtsbehörden bewilligt sind.

Zita Ende

Herr Kaltenegger hat jan nun zum Ausdruck gebracht, dass er einen Prospekt erstllen will für Deutschland. Prima, denn das ist was wir seit Jahren von im fordeern. Hat er den gestatteten Prospekt, kann man natürlich, wenn man von seinem Geschäft überzeugt ist, wieder Einzahlungen tätigen

1 Komment

  • Danke für die Information. Als ehemaliger Kunde der Commerzialbank Mattersburg – und glücklicherweise nicht als Aktionär von Wirecard betroffen – würde ich mir wünschen, dass die zuständigen Bankenaufsichtsbehörden ihre Prüf- und Kontrollfunktion gegenüber den ihnen anvertrauten Instituten konsequent, unabhängig und mit der erforderlichen Sorgfalt wahrnehmen.

    Vielleicht könnten Sie sich als kritischer Investigativjournalist auch intensiver mit diesen Institutionen befassen, die ich mittlerweile durchaus hinterfrage, und darüber berichten. Mich würde – und vermutlich auch Sie als Finanz-Journalist und viele andere Bürgerinnen und Bürger – insbesondere interessieren, wie diese Stellen finanziert werden, welche personellen und strukturellen Verflechtungen untereinander bestehen und wie ihre Beziehungen zur Politik, zu Banken sowie zu Konsumentenschutzorganisationen ausgestaltet sind. Ebenso stellt sich die Frage, wie unabhängig diese Institutionen tatsächlich agieren.

    Ehrlich gesagt hat mein Vertrauen in diese Kontrollmechanismen in den vergangenen Jahren deutlich gelitten – nicht zuletzt aufgrund prominenter Fälle wie der Commerzialbank Mattersburg oder Wirecard. Auch im Zusammenhang mit den Sparkassen in Gelsenkirchen und Co hatte man den Eindruck, vergleichsweise wenig von der BaFin wahrzunehmen.

    TGI ist selbstverständlich ebenfalls ein spannendes Unternehmen. Wie jedes Unternehmen in einem dynamischen Marktumfeld muss sich auch diese Firma laufend an veränderte Rahmenbedingungen anpassen, um langfristig erfolgreich bleiben zu können. Darüber mache ich mir allerdings weniger Gedanken – diese strategischen Herausforderungen wird das Unternehmen letztlich selbst bewältigen müssen.

    Mit einem Dank für Ihren Einsatz verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.

    Anmerkung der Redaktion:
    vielen Dank für Ihre ausführliche und sehr reflektierte Nachricht.

    Sie sprechen einen Punkt an, den wir für absolut berechtigt halten: Nicht nur auf dem grauen Kapitalmarkt gibt es erheblichen Recherchebedarf, sondern selbstverständlich auch im klassischen Finanzsystem – also bei Banken, Aufsichtsbehörden und den institutionellen Kontrollmechanismen rund um den sogenannten „weißen Kapitalmarkt“.

    Gerade Fälle wie Wirecard oder die Commerzialbank Mattersburg haben bei vielen Menschen das Vertrauen massiv erschüttert. Denn dort stellt sich völlig zurecht die Frage, wie derartige Vorgänge trotz bestehender Aufsichtssysteme über lange Zeit unentdeckt bleiben konnten oder warum Warnsignale offenbar nicht ausreichend ernst genommen wurden.

    Ihre Hinweise zu möglichen personellen, politischen und strukturellen Verflechtungen zwischen Aufsicht, Politik, Banken und anderen Akteuren sind deshalb journalistisch durchaus hochinteressant und zweifellos berichtenswert.

    Wir haben uns mit unserer Arbeit bislang allerdings bewusst stärker auf den grauen Kapitalmarkt konzentriert. Der Grund dafür ist vergleichsweise einfach: Dieser Bereich ist oft nur schwach reguliert oder nahezu unreguliert – und genau das zieht leider besonders viele dubiose Anbieter, Betrüger und selbsternannte „Finanzexperten“ an, die gezielt gutgläubige oder unerfahrene Anleger ansprechen und teilweise massiv schädigen.

    Dort sehen wir aktuell einen besonders akuten Verbraucherschutzbedarf.

    Gleichzeitig müssen wir aber auch offen sagen: Wir sind nur eine kleine Redaktion mit vielen freiwilligen Unterstützern und begrenzten Ressourcen. Große investigative Langzeitrecherchen im Stil großer Medienhäuser lassen sich deshalb leider nur sehr eingeschränkt umsetzen – auch wenn wir das selbst sehr bedauern.

    Denn gerade komplexe Recherchen zu Aufsichtsstrukturen, Behördennetzwerken oder möglichen institutionellen Verflechtungen erfordern enorme zeitliche, personelle und finanzielle Mittel.

    Umso wichtiger sind Hinweise und Rückmeldungen wie Ihre. Sie zeigen uns, welche Themen viele Menschen beschäftigen und wo das Vertrauen in staatliche und finanzielle Kontrollsysteme zunehmend bröckelt.

    Vielen Dank daher nochmals für Ihre offenen Worte, Ihre Anregungen und Ihr Interesse an unserer Arbeit.

    Mit freundlichen Grüßen

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