In Washington wächst die Nervosität um den republikanischen Abgeordneten Tom Kean Jr. Der Politiker aus New Jersey ist seit mehr als zwei Monaten nicht mehr öffentlich im Kongress aufgetaucht und hat seit dem 5. März zahlreiche Abstimmungen verpasst.
Sein Vater, der frühere Gouverneur von New Jersey, versucht nun zu beruhigen. Sein Sohn sei wegen einer „ernsten, aber vorübergehenden“ Erkrankung in ärztlicher Behandlung. Mehrere Ärzte seien eingebunden, alle gingen davon aus, dass er wieder vollständig gesund werde.
Details zur Krankheit nannte die Familie nicht.
Auch Keans Büro bleibt vage. Dort heißt es lediglich, der Abgeordnete kümmere sich weiter um eine persönliche Gesundheitsangelegenheit und werde „bald“ zurückkehren.
Für die Republikaner wird die Abwesenheit zunehmend zum Problem. Ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus ist extrem knapp, jede fehlende Stimme kann entscheidend sein. Zudem vertritt Kean einen politisch umkämpften Wahlkreis, den die Demokraten bei den Zwischenwahlen 2026 unbedingt gewinnen wollen.
Selbst enge Parteikollegen sollen laut CNN seit Wochen keinen direkten Kontakt zu ihm gehabt haben.
Parlamentschef Mike Johnson erklärte, er habe vor etwa zwei Wochen kurz mit Kean gesprochen. Das Gespräch sei positiv gewesen, Kean habe „gut geklungen“ und angekündigt, so bald wie möglich zurückzukehren.
Trotzdem bleibt die zentrale Frage offen:
Wo ist Tom Kean Jr. – und wann kommt er wirklich zurück?
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