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Starmer gegen Musk: Britischer Premier verteilt höflich formulierte Ohrfeige

jensenartofficial (CC0), Pixabay
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In Großbritannien gibt es derzeit zwei Männer, die fest davon überzeugt sind, zu wissen, wie das Land funktionieren sollte.

Der eine sitzt in der Downing Street.

Der andere besitzt X, Tesla, SpaceX und vermutlich auch den halben Vorrat an Meinungen im Internet.

Die Rede ist natürlich von Premierminister Keir Starmer und Elon Musk.

Diesmal geht es um die tragische Tötung des Studenten Henry Nowak. Während die Familie des Opfers zur Besonnenheit aufrief und darum bat, den Fall nicht für Hass und Spaltung zu missbrauchen, entschied sich das Internet erwartungsgemäß für den exakt gegenteiligen Weg.

Und mittendrin: Elon Musk.

Musk macht Musk-Sachen

Musk kritisierte den Umgang der Polizei mit dem Fall und bot sogar an, eine Klage der Familie gegen die Behörden zu finanzieren.

Ein normaler Milliardär hätte vielleicht einen Beileidsbrief geschickt.

Elon Musk eröffnet stattdessen gefühlt direkt die nächste gesellschaftliche Großdebatte.

Premierminister Starmer war davon wenig begeistert.

Er warf Musk vor, sich erneut in die britische Politik einzumischen und Zwietracht zu säen.

Für britische Verhältnisse ist das ungefähr dieselbe Eskalationsstufe wie in anderen Ländern die Aussage:

„Jetzt reicht’s aber wirklich.“

Großbritannien entdeckt wieder das Internet

Auslöser der Empörung war ein Video, das während des Prozesses veröffentlicht wurde.

Darauf ist zu sehen, wie der schwer verletzte Henry Nowak von Polizisten in Handschellen gelegt wird. Kurz darauf verliert er das Bewusstsein und stirbt später.

Ein Fall, der verständlicherweise starke Emotionen auslöst.

Im Internet dauerte es deshalb ungefähr sieben Minuten, bis daraus eine politische Grundsatzschlacht wurde.

Der Mann, der überall mitredet

Elon Musk entwickelt sich derweil immer mehr zum internationalen Kommentator für alles.

Raumfahrt?

Ja.

Künstliche Intelligenz?

Natürlich.

Elektroautos?

Sowieso.

Britische Innenpolitik?

Warum nicht.

Man gewinnt langsam den Eindruck, Musk betrachtet jeden Konflikt auf dem Planeten als eine Art Open-World-Spiel mit Kommentarfunktion.

Starmer versucht den Feuerwehrmann

Während Musk Benzin in die Debatte gießt, versucht Starmer den Feuerwehrschlauch auszurollen.

Der Premier verweist auf die Familie des Opfers, die ausdrücklich vor Hass und weiterer Spaltung gewarnt hatte.

Eine Haltung, die im Zeitalter sozialer Netzwerke ungefähr so populär ist wie die Forderung, vor dem Kommentieren erst einmal nachzudenken.

Fazit

Die traurige Geschichte eines getöteten jungen Mannes ist längst zur nächsten politischen Schlacht geworden.

Auf der einen Seite ein britischer Premierminister, der zur Ruhe aufruft.

Auf der anderen Seite Elon Musk, der offenbar überzeugt ist, dass kein internationales Thema vollständig diskutiert wurde, bevor er dazu gepostet hat.

Die eigentliche Frage lautet inzwischen:

Besitzt Musk eigentlich noch Unternehmen – oder ist er mittlerweile hauptberuflich Kommentator der Weltpolitik?

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