Die Carolina Hurricanes haben die Stanley-Cup-Finals wieder spannend gemacht – und Kapitän Jordan Staal sorgt dafür, dass sich Eishockey-Historiker schon einmal die Finger warm schreiben.
Beim 5:3-Sieg gegen die Vegas Golden Knights erzielte der 37-Jährige zwei Tore und führte Carolina zum Ausgleich in der Finalserie. Damit steht es nun 2:2, und der Heimvorteil wandert zurück nach North Carolina.
Schon vor dem Spiel wurde viel über die überraschende Torhüterentscheidung diskutiert. Trainer Rod Brind’Amour gönnte Stammkeeper Frederik Andersen eine Pause und setzte stattdessen auf Brandon Bussi. Doch spätestens nach Staals nächstem Kunststück sprach niemand mehr über die Torhüter.
Mit seinem ersten Treffer traf der Hurricanes-Kapitän bereits im vierten Finalspiel in Folge und stellte damit einen Rekord ein, den zuvor nur Eishockey-Legenden wie Mike Bossy und Johnny Bucyk erreicht hatten.
Anders gesagt: Jordan Staal befindet sich aktuell in Gesellschaft von Hall-of-Famern – und wirkt dabei erstaunlich entspannt.
Carolina startete furios und führte bereits im ersten Drittel mit 3:1. Die Golden Knights machten ihrem Namen dann alle Ehre und kämpften sich zurück. Im zweiten Abschnitt gelang Vegas der Ausgleich zum 3:3.
Doch dann kam wieder Staal.
Im Schlussdrittel bugsierte er den Puck im Fallen ins Tor und ließ die Fans jubeln. Ein Tor, das ungefähr so elegant aussah wie ein umstürzender Kleiderschrank – aber auf dem Spielberichtsbogen zählt bekanntlich nur der Treffer.
Vegas warf in den Schlussminuten alles nach vorne und nahm sogar Torhüter Carter Hart vom Eis. Das Ergebnis: Nikolaj Ehlers traf ins leere Tor und machte den Sack zu.
Besonders bemerkenswert: Jordan Staal ist 37 Jahre alt. Während viele Profis in diesem Alter bereits Golfplätze erkunden oder ihre TV-Karriere planen, entscheidet der Hurricanes-Kapitän Spiele in den Stanley-Cup-Finals.
Die Serie ist nun komplett offen. Spiel 5 steigt am Donnerstag in Raleigh.
Vegas hat damit ein Problem.
Jordan Staal offenbar nicht.
Kommentar hinterlassen