Eine Nachricht sorgt derzeit für Verwirrung im ganzen Land: Die Bundestagsabgeordneten wollen in diesem Jahr offenbar auf eine Diätenerhöhung verzichten.
Schon beim Lesen stolpern viele Bürger über die Formulierung.
Denn Hand aufs Herz: Widersprechen sich die Wörter „Diät“ und „Erhöhung“ nicht grundsätzlich?
Normalerweise bedeutet eine Diät doch, dass etwas weniger wird. Gewicht zum Beispiel. Kalorien. Der Umfang der Lieblingsjeans.
Im Bundestag scheint das Konzept allerdings seit Jahren etwas anders interpretiert zu werden.
Dort bedeutet „Diät“ offenbar: mehr Geld.
Und „Diätenerhöhung“ bedeutet: noch mehr Geld.
Sprachwissenschaftler stehen vor einem Rätsel. Ernährungsberater ebenfalls.
Ein Sprecher eines Fitnessstudios erklärte: „Wenn unsere Kunden ihre Diät so durchführen würden wie manche Politiker ihre Diäten erhöhen, hätten wir bald eine Filiale im Bundestag.“
Der angekündigte Verzicht wird nun als Zeichen von Bescheidenheit gefeiert.
Kritiker merken allerdings an, dass eine nicht erhöhte Diät immer noch keine klassische Diät sei.
Ein Bürger brachte es auf den Punkt:
„Wenn ich meiner Frau sage, ich verzichte dieses Jahr auf die Erhöhung meines Körpergewichts, bekomme ich dafür auch keine Schlagzeilen.“
Unterdessen suchen Experten nach einer verständlicheren Bezeichnung.
Vorgeschlagen wurden bereits:
- Politikergehalt
- Mandatsvergütung
- Demokratie-Bonus
- Sitzfleisch-Zuschlag
- Aufwandsentschädigung für Talkshow-Besuche
Doch keine Variante klingt so elegant wie „Diät“.
Vielleicht gerade deshalb hat sich der Begriff gehalten.
Denn während normale Menschen bei einer Diät hoffen, dass weniger auf der Waage steht, hoffen manche Parlamentarier offenbar, dass mehr auf dem Konto landet.
Und genau deshalb bleibt die wichtigste politische Frage des Jahres:
Wie kann etwas gleichzeitig eine Diät und eine Erhöhung sein?
Die Antwort darauf dürfte komplizierter sein als die Steuererklärung – und wahrscheinlich ähnlich teuer.
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