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Festival in Ohio endet im Wildwest-Modus: Streit zweier Gruppen löst Schießerei aus

ymyphoto (CC0), Pixabay
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Eigentlich sollte das Old West End Festival in Toledo ein friedliches Nachbarschaftsfest mit Musik, Essen und guter Laune sein. Einige Besucher nahmen den Namen „Old West“ allerdings offenbar etwas zu wörtlich.

Nach Angaben der Polizei führte ein Streit zwischen zwei rivalisierenden Gruppen zu einer Verfolgungsjagd zu Fuß, einer Schlägerei und schließlich zu einem Schusswechsel mitten auf dem Festivalgelände. Das Ergebnis: zwölf Verletzte, zahlreiche schockierte Besucher und ein Wochenende, das definitiv nicht im offiziellen Veranstaltungsprogramm stand.

Besonders tragisch: Die meisten Opfer waren laut Polizei völlig unbeteiligte Zuschauer. Mit anderen Worten: Menschen, die eigentlich nur ein Festival besuchen wollten und plötzlich unfreiwillig in einer Live-Version von „Grand Theft Auto: Toledo Edition“ landeten.

Die Behörden haben inzwischen mehrere Verdächtige im Visier. Festnahmen gab es bislang allerdings keine. Dafür wurden bereits zwei mutmaßlich beteiligte Waffen sichergestellt. Die Ermittler arbeiten nun daran herauszufinden, wer genau geschossen hat – was in Amerika offenbar manchmal komplizierter ist als die Steuererklärung.

Toledos Bürgermeister Wade Kapszukiewicz versuchte dennoch etwas Optimismus zu verbreiten. Immerhin werde nach aktuellem Stand keines der zwölf Opfer sterben. Angesichts der Umstände bezeichnete er das als „Wunder“.

Die Stadt denkt nun über neue Sicherheitsmaßnahmen für künftige Veranstaltungen nach. Diskutiert werden unter anderem Einlasskontrollen, Armbänder, zusätzliche Kameras und Taschenkontrollen.

Anders gesagt: Das Festival könnte künftig ungefähr den Sicherheitsstandard eines internationalen Flughafens erreichen.

Trotz allem wollen die Verantwortlichen das Fest später im Jahr symbolisch abschließen. Die Hoffnung: Das Event soll künftig wieder für Gemeinschaft stehen und nicht für spontane Ballistik-Demonstrationen.

Bis dahin bleibt die Erkenntnis, dass ein Nachbarschaftsfest zwar viele Überraschungen bereithalten kann – eine Schießerei mit zwölf Verletzten sollte allerdings nicht dazugehören

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