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Rubio verschärft Ton gegen Kuba – Havanna spricht von „Lügen“ und Kriegsrhetorik

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Die Spannungen zwischen den USA und Kuba erreichen einen neuen Höhepunkt. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete Kuba als „Bedrohung für die nationale Sicherheit“ der Vereinigten Staaten und erklärte, die Chancen auf eine friedliche Einigung mit Havanna seien derzeit „nicht besonders hoch“.

Die Aussagen kommen nur einen Tag nach der spektakulären Mordanklage der USA gegen Kubas früheren Präsidenten Raúl Castro.

Washington erhöht den Druck massiv

Rubio erklärte vor Journalisten, die USA bevorzugten zwar grundsätzlich weiterhin eine diplomatische Lösung. Gleichzeitig machte er jedoch deutlich, dass Präsident Donald Trump „das Recht und die Pflicht“ habe, die Vereinigten Staaten gegen jede Bedrohung zu schützen.

Besonders scharf fiel Rubios Vorwurf aus, Kuba sei „einer der führenden Unterstützer von Terrorismus in der gesamten Region“.

In Havanna sorgten die Aussagen für heftige Reaktionen.

Kuba wirft Rubio „Lügen“ vor

Kubas Außenminister Bruno Rodríguez wies die Vorwürfe entschieden zurück und sprach von gezielten „Lügen“.

Auf der Plattform X beschuldigte er Rubio, eine militärische Eskalation gegen Kuba provozieren zu wollen. Die US-Regierung greife Kuba „rücksichtslos und systematisch“ an, erklärte Rodríguez.

Die kommunistische Führung in Havanna sieht sich seit Monaten massiv unter Druck. Die wirtschaftliche Lage auf der Insel gilt als dramatisch. Treibstoffmangel, Stromausfälle und Lebensmittelknappheit belasten das Land schwer.

USA bieten Hilfe an – und drohen gleichzeitig

Trotz der politischen Eskalation erklärte Rubio, Kuba habe ein amerikanisches Hilfsangebot über rund 100 Millionen Dollar angenommen.

Gleichzeitig verschärft Washington jedoch den politischen Druck weiter.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt mehrfach offen über einen möglichen Machtwechsel in Kuba gesprochen. Die Beziehungen beider Staaten befinden sich inzwischen auf einem der tiefsten Punkte seit Jahren.

Raúl Castro im Visier der USA

Besonders brisant:
Die USA hatten am Mittwoch Mordanklage gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro erhoben.

Der Bruder des verstorbenen Revolutionsführers Fidel Castro wird im Zusammenhang mit dem Abschuss zweier Flugzeuge im Jahr 1996 beschuldigt, bei dem mehrere US-Bürger ums Leben kamen.

Auf die Frage, ob die USA versuchen würden, Castro tatsächlich nach Amerika zu bringen, antwortete Rubio ausweichend:
„Warum sollte ich öffentlich über unsere Pläne sprechen?“

Der geschäftsführende US-Justizminister Todd Blanche erklärte dagegen offen, man gehe davon aus, dass Castro „freiwillig oder auf andere Weise“ vor einem US-Gericht erscheinen werde.

Weitere Festnahme sorgt für neue Spannungen

Zusätzlich kündigte Rubio an, dass die Schwester eines führenden Funktionärs eines kubanischen Staatskonzerns in Florida festgenommen worden sei.

Die Frau soll laut Rubio gleichzeitig in den USA gelebt und das kommunistische Regime in Havanna unterstützt haben. Sie befindet sich nun in Abschiebehaft.

Trump spricht von „gescheitertem Staat“

Auch Donald Trump verschärfte zuletzt den Ton deutlich.

Im Oval Office bezeichnete der US-Präsident Kuba als „gescheitertes Land“. Gleichzeitig erklärte er, seine Regierung wolle Kuba „aus humanitären Gründen helfen“.

Trump zeigte sich überzeugt, dass frühere US-Regierungen das Kuba-Problem jahrzehntelang nicht gelöst hätten:
„Es sieht so aus, als wäre ich derjenige, der es jetzt erledigen wird“, sagte Trump.

Die Aussagen dürften die ohnehin extrem angespannten Beziehungen zwischen Washington und Havanna weiter verschärfen.

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