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Ringo Starr: „Meine Fehler habe ich alle auf der Bühne gemacht“

Maxpinsoo (CC0), Pixabay
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„Nenn mich einfach Ringo.“ Der Mann, der eigentlich Sir Richard heißt, hat wenig übrig für große Titel – obwohl er seit 2018 offiziell geadelt ist. Im Gespräch in Los Angeles wirkt der 85-Jährige entspannt, humorvoll und erstaunlich energiegeladen.

Starr ist in der Stadt längst zuhause. Sonne, Licht, Lebensgefühl – genau sein Ding. Und genau hier spricht er über sein neues Album Long Long Road, das deutlich nach Nashville klingt. Country-Musik begleitet ihn nämlich schon sein ganzes Leben. „Liverpool war damals die Hauptstadt der Countrymusik in England“, sagt er und erinnert daran, wie Seeleute Platten aus den USA mitbrachten.

Für sein aktuelles Projekt arbeitete er erneut mit Produzent T Bone Burnett zusammen, unterstützt von bekannten Namen wie Sheryl Crow oder Billy Strings. Allein Musik machen? Für Ringo undenkbar.

„Ich habe nie alleine gespielt – nicht mal zum Üben. Meine Fehler habe ich alle auf der Bühne gemacht“, sagt er lachend. Genau das empfiehlt er auch seinen Enkeln: raus aus dem stillen Übungszimmer, rein in die Band.

In seiner Beatles-Zeit war er als Songwriter eher zurückhaltend – gerade mal zwei Songs stammen von ihm. Anfangs wurden seine Versuche sogar belächelt. „Ich habe eigentlich nur andere Songs umgeschrieben“, gibt er offen zu. Doch irgendwann kam der Durchbruch.

Heute steht er wieder auf der Bühne – als Sänger und natürlich weiterhin als Drummer. Zwei Schlagzeuge stehen bereit: eines für ihn, eines für seinen Kollegen, wenn er nach vorne ans Mikro wechselt.

Auch Jahrzehnte später ist Starr für Überraschungen gut. Ja, er hat den Ausdruck „A Hard Day’s Night“ erfunden. Und ja, er war der erste Beatle, der Cannabis probiert hat. Pizza? Curry? Hat er angeblich nie gegessen.

Was die geplanten Beatles-Filme angeht, bleibt er entspannt. Kein Druck, keine Erwartungen. Sein Vorschlag: alle vier Filme einfach an einem Tag schauen.

„Setzt euch hin, bringt Sandwiches mit – und schaut uns alle.“

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