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US-Arbeitsmarkt überrascht: Zahl offener Stellen steigt deutlich an

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Der US-Arbeitsmarkt zeigt sich trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten überraschend robust. Nach aktuellen Daten des US-Arbeitsministeriums stieg die Zahl offener Stellen im April deutlich an und erreichte mit rund 7,62 Millionen verfügbaren Jobs den höchsten Stand seit fast zwei Jahren.

Damit widerspricht die Entwicklung den Erwartungen vieler Ökonomen. Diese hatten eigentlich mit einem weiteren Rückgang der offenen Stellen gerechnet. Stattdessen legten die Jobangebote gegenüber März kräftig zu. Damals waren rund 6,89 Millionen offene Stellen registriert worden.

Besonders stark fiel der Anstieg im Bereich professionelle Dienstleistungen und Unternehmensservices aus. Mehr als 90 Prozent des gesamten Zuwachses entfielen laut den veröffentlichten Zahlen auf diese Branchen.

Trotz der positiven Entwicklung bleibt der amerikanische Arbeitsmarkt insgesamt jedoch in einer ungewöhnlichen Situation:
Es wird weiterhin vergleichsweise wenig eingestellt – gleichzeitig gibt es aber auch nur wenige Entlassungen.

Die sogenannte „low-hire, low-fire“-Dynamik prägt den Arbeitsmarkt inzwischen seit längerer Zeit. Unternehmen halten Mitarbeiter eher fest, agieren bei Neueinstellungen aber weiterhin vorsichtig.

Auch die Zahl freiwilliger Kündigungen ging erneut zurück. Diese gelten normalerweise als wichtiger Indikator für das Vertrauen von Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt. Im April sank die Zahl der freiwilligen Kündigungen auf rund 2,98 Millionen und damit auf den niedrigsten Stand seit der Corona-Pandemie im Jahr 2020.

Viele Beschäftigte scheinen ihre aktuellen Arbeitsplätze deshalb lieber behalten zu wollen, statt das Risiko eines Wechsels einzugehen.

Ökonomen führen die veränderte Dynamik am Arbeitsmarkt auf mehrere Faktoren zurück:

  • die Alterung vieler Arbeitnehmer und zunehmende Verrentung,
  • die Normalisierung nach dem starken Post-Corona-Boom,
  • neue Technologien und Automatisierung,
  • wirtschaftliche Unsicherheiten
  • sowie eine deutlich geringere Zuwanderung.

Zudem hatten Experten zuletzt gewarnt, dass der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran sowie steigende Energie- und Lieferkettenprobleme die amerikanische Wirtschaft und den Arbeitsmarkt belasten könnten.

Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch vorerst:
Der US-Arbeitsmarkt bleibt trotz geopolitischer Spannungen erstaunlich stabil.

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