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Israel und Libanon führen Gespräche in den USA – Kämpfe gehen dennoch weiter

jorono (CC0), Pixabay
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Während in Washington Gespräche zwischen Vertretern Israels und des Libanon stattfinden, setzen sich die gegenseitigen Angriffe zwischen der israelischen Armee und der vom Iran unterstützten Hisbollah im Süden des Libanon weiter fort. Die Lage bleibt damit trotz diplomatischer Bemühungen äußerst angespannt.

Nach Angaben libanesischer Stellen soll die Hisbollah einem amerikanischen Vorschlag für eine Waffenruhe zugestimmt haben. Demnach sollten Angriffe auf Beirut eingestellt werden. Dennoch kam es auch in der Nacht erneut zu schweren Gefechten und Luftangriffen.

US-Außenminister Marco Rubio erklärte vor dem US-Senat, mögliche Verhandlungen über das iranische Atomprogramm würden „hochkomplex“ und technisch äußerst anspruchsvoll sein. Gespräche könnten sich über mehrere Monate hinziehen. Voraussetzung sei unter anderem, dass der Iran die Straße von Hormus wieder vollständig öffnet und keine Schiffe mehr angreift oder behindert.

Rubio sagte außerdem, dass Iran weiterhin über zahlreiche Drohnen verfüge, auch wenn die militärischen Fähigkeiten des Landes durch die Angriffe der vergangenen Monate erheblich geschwächt worden seien.

Zugleich wachsen offenbar die Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und der israelischen Regierung. Laut Berichten soll ein Telefonat zwischen Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zuletzt äußerst hitzig verlaufen sein. Trump habe Israel gedrängt, die Offensive im Libanon zurückzufahren, um laufende Verhandlungen mit dem Iran nicht zu gefährden.

Trotzdem kündigte Netanjahu an, die israelischen Angriffe im Süden des Libanon fortzusetzen.

Die humanitäre Lage im Libanon verschlechtert sich unterdessen weiter dramatisch. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn der jüngsten Eskalation Anfang März bereits mindestens 3.468 Menschen getötet. Tausende weitere Menschen wurden verletzt.

Besonders schwer traf ein israelischer Angriff offenbar die Umgebung des Jabal-Amel-Krankenhauses in der Stadt Tyros im Süden des Landes. Dabei sollen vier Menschen getötet und 127 weitere verletzt worden sein. Unter den Verletzten befinden sich nach Angaben der Behörden auch zahlreiche Mitarbeiter des Krankenhauses. Die Weltgesundheitsorganisation zeigte sich besorgt über die zunehmenden Schäden an medizinischer Infrastruktur.

Israel erklärte hingegen, das Krankenhaus sei nicht direkt angegriffen worden. Ziel der Angriffe seien Einrichtungen der Hisbollah in der Umgebung gewesen. Man bemühe sich, zivile Einrichtungen möglichst zu schonen.

Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam bezeichnete die Gespräche in Washington dennoch als „beste Möglichkeit“, um die Kämpfe zu beenden und hunderttausenden geflohenen Menschen eine Rückkehr in ihre Heimatorte zu ermöglichen.

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