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Putin entdeckt den Frieden – allerdings erst nach dem 10. November! Hat der Kreml vorher noch einen Friseurtermin?

Sunriseforever (CC0), Pixabay
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Drei Stunden Gespräche, drei Weltmächte und ein bisschen Hoffnung: Der Kreml will wieder über Frieden reden. Währenddessen wird weitergeschossen – vermutlich, damit bis zum Verhandlungsbeginn keine Langeweile aufkommt.

21. Oktober 2026 – Ein satirischer Kommentar von diebewertung.de

Meine Damen und Herren, halten Sie sich fest! Aus Russland kommt eine Nachricht, bei der selbst erfahrene Diplomaten vorsichtshalber zweimal auf den Kalender schauen.

Wladimir Putin ist bereit, über Frieden zu verhandeln!

Ja, Sie haben richtig gelesen.

Frieden!

Dieses merkwürdige Konzept, bei dem Soldaten nicht aufeinander schießen, Städte nicht bombardiert werden und Menschen morgens aufstehen können, ohne zuerst nach dem nächsten Luftalarm zu schauen.

Offenbar hat man im Kreml nach Jahren des Krieges festgestellt, dass man auch miteinander reden könnte.

Allerdings nicht sofort.

Erst nach dem 10. November.

Warum ausgerechnet dann? Das wurde nicht näher erläutert.

Vielleicht ist vorher der Konferenzraum belegt. Vielleicht muss noch jemand den Samowar entkalken. Oder der Kreml wartet auf die Lieferung neuer Kugelschreiber für die Friedensverträge.

Jedenfalls hat Putin den Gesprächen nach Angaben seines außenpolitischen Beraters Juri Uschakow „prinzipiell“ zugestimmt.

Und dieses kleine Wort ist in der internationalen Diplomatie ungefähr so zuverlässig wie die Aussage eines Gebrauchtwagenhändlers: „Der Motor macht das Geräusch schon immer.“

„Prinzipiell“ – das schönste Wort der russischen Diplomatie

Putin ist also prinzipiell bereit.

Nicht unbedingt tatsächlich.

Nicht unbedingt verbindlich.

Und schon gar nicht mit einer Garantie, dass anschließend die Waffen schweigen.

Aber prinzipiell!

Das ist doch schon etwas.

Man stelle sich vor, jemand fährt mit seinem Auto durch Ihren Gartenzaun, parkt anschließend im Wohnzimmer und erklärt nach längerer Diskussion:

„Ich bin prinzipiell bereit, über eine friedliche Lösung unseres Nachbarschaftskonflikts zu sprechen.“

Da möchte man natürlich sofort applaudieren.

Genau das ist die Schwierigkeit bei den angekündigten Gesprächen: Russland führt weiterhin seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Eine Bereitschaft zu Verhandlungen ist noch keine Bereitschaft zu einem Waffenstillstand, geschweige denn zu einem tragfähigen Frieden.

Aber immerhin: Man möchte wieder miteinander sprechen.

Und wer weiß, vielleicht fällt irgendwann sogar das Wort „Kompromiss“, ohne dass anschließend jemand hektisch den Raum verlassen muss.

Drei Stunden mit Witkoff – hoffentlich gab es wenigstens Kaffee

US-Sondergesandter Steve Witkoff war nach St. Petersburg gereist, um mit Putin über ein mögliches Ende des Krieges zu sprechen.

Drei Stunden dauerte die Unterredung nach Angaben des Kremls.

Drei Stunden!

In dieser Zeit könnte man einen Spielfilm ansehen, einen Kuchen backen oder bei der Deutschen Bahn versuchen, eine Anschlussverbindung zu erreichen.

Witkoff entschied sich für Putin.

Der russische Präsident bedankte sich zu Beginn sogar bei Donald Trump und dessen Sondergesandtem für ihre Friedensbemühungen.

Wie höflich!

Da wird seit Jahren ein Krieg geführt, und plötzlich verteilt der Kreml Dankeskarten.

Vielleicht gibt es beim nächsten Treffen sogar kleine Gastgeschenke.

Ein Schlüsselanhänger aus St. Petersburg für Witkoff, eine goldene Krawatte für Trump und für Putin ein Kalender mit dem Hinweis:

„Frieden ist auch an Tagen vor dem 10. November möglich.“

Trump will den großen Friedensdeal – am liebsten mit seinem Namen darauf

Donald Trump drängt auf eine Vereinbarung zur Beendigung der Kämpfe.

Das ist grundsätzlich begrüßenswert.

Allerdings gestaltet sich die Sache etwas schwieriger als ein Immobiliengeschäft in Manhattan.

Denn die Ukraine ist kein Grundstück, dessen Eigentumsverhältnisse man bei einem Geschäftsessen neu sortieren kann.

Und ein Friedensvertrag ist kein Kaufvertrag, bei dem man einfach ein paar Quadratmeter streicht, damit am Ende alle unterschreiben.

Für die Ukraine geht es um ihre staatliche Souveränität, ihre Sicherheit und die Zukunft von Millionen Menschen.

Russland wiederum verlangt Sicherheitsgarantien und verfolgt weiterhin eigene territoriale und politische Interessen.

Diese Gegensätze lassen sich nicht dadurch auflösen, dass jemand besonders laut „Deal!“ ruft.

Selbst wenn dieser Jemand Donald Trump heißt.

Jetzt soll auch Xi Jinping mit an den Tisch

Als wäre die diplomatische Veranstaltung nicht schon prominent genug besetzt, plant der Kreml offenbar auch noch ein Treffen zwischen Putin, Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping.

Der Termin könnte am Rande des Apec-Gipfels am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen stattfinden.

Drei mächtige Männer an einem Tisch.

Drei politische Systeme.

Drei unterschiedliche Interessen.

Und vermutlich drei Delegationen, die zunächst einmal darüber diskutieren, wer in der Mitte sitzen darf.

Die Sitzordnung dürfte dabei fast so kompliziert werden wie die eigentlichen Verhandlungen.

Trump möchte wahrscheinlich einen möglichst eindrucksvollen Auftritt.

Putin wird darauf achten, nicht als Bittsteller zu erscheinen.

Und Xi Jinping könnte das Ganze mit jener diplomatischen Ruhe betrachten, für die die chinesische Führung bekannt ist.

Vielleicht wäre es eine gute Idee, den drei Herren vor Beginn der Gespräche eine einfache Aufgabe zu stellen:

Ein gemeinsames Puzzle mit der Aufschrift „Weltfrieden“.

Wer zuerst versucht, Teile des Nachbarn einzustecken, muss eine Runde aussetzen.

Selenskyj hat eine erstaunlich einfache Forderung: Erst einmal aufhören zu schießen

Während in Moskau, Washington und Peking über Sicherheitsarchitekturen, Gipfeltreffen und geopolitische Interessen nachgedacht wird, formuliert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Forderung, die geradezu revolutionär klingt:

Zunächst müssten die Kampfhandlungen gestoppt werden.

Ein Waffenstillstand als Ausgangspunkt für weitere Gespräche.

Das erscheint eigentlich naheliegend.

Wer über das Ende eines Krieges verhandeln möchte, könnte damit beginnen, das Töten zu unterbrechen.

Aber in der internationalen Diplomatie ist offenbar selbst das eine ausgesprochen komplizierte Angelegenheit.

Denn während die Politiker über Friedensperspektiven sprechen, dauern die Angriffe an.

Menschen sterben, Häuser werden zerstört und Familien leben weiter in Angst.

Und genau an diesem Punkt hört die Satire für einen Moment auf.

Denn hinter jeder diplomatischen Erklärung stehen Menschen, die nicht wissen, ob sie den nächsten Morgen erleben.

Finnlands Präsident sieht Fortschritte – immerhin einer!

Der finnische Präsident Alexander Stubb äußerte sich nach den Gesprächen in Oslo optimistisch.

Er sprach von „echten Fortschritten“.

Das klingt erfreulich.

Allerdings wissen wir aus der internationalen Politik, dass zwischen echten Fortschritten und einem tatsächlichen Ergebnis manchmal ungefähr so viel Zeit liegt wie zwischen der Ankündigung eines Berliner Großprojekts und seiner Fertigstellung.

Ein Fortschritt kann bereits darin bestehen, dass sich die Beteiligten überhaupt wieder zusammensetzen.

Ein weiterer Fortschritt wäre, wenn sie einander zuhören.

Und ein wirklich bemerkenswerter Fortschritt wäre, wenn aus den Gesprächen ein überprüfbarer Waffenstillstand entstünde.

Bis dahin bleibt Optimismus zwar erlaubt, aber Vorsicht angebracht.

Der Kreml möchte ein Sicherheitssystem – für Russland und die Ukraine

Besonders interessant ist die Ankündigung aus Moskau, man wolle über ein Sicherheitssystem für beide Länder nach einem möglichen Kriegsende sprechen.

Das klingt zunächst vernünftig.

Sicherheit für Russland.

Sicherheit für die Ukraine.

Sicherheit für Europa.

Wunderbar.

Allerdings stellt sich dabei eine entscheidende Frage: Wie kann die Ukraine darauf vertrauen, dass ein künftiges Abkommen eingehalten wird?

Denn Sicherheitsgarantien sind nur dann etwas wert, wenn sie im Ernstfall tatsächlich funktionieren.

Ein Vertrag, der ausschließlich auf gutem Willen beruht, hilft wenig, wenn dieser gute Wille später plötzlich Urlaub macht.

Deshalb müssen mögliche Vereinbarungen konkrete, überprüfbare und belastbare Regelungen enthalten.

Alles andere wäre bestenfalls ein diplomatisches Erinnerungsfoto.

Unser Fazit: Frieden wäre wunderbar – aber bitte nicht nur als Pressemitteilung

Natürlich ist jede ernsthafte Initiative zur Beendigung dieses Krieges willkommen.

Natürlich ist es besser, wenn Russland, die Ukraine und die USA miteinander sprechen, als wenn überhaupt keine Gespräche stattfinden.

Und selbstverständlich wäre es ein großer Erfolg, wenn daraus ein dauerhafter, gerechter und verlässlicher Frieden entstehen könnte.

Doch eine Ankündigung aus dem Kreml ist noch kein Friedensvertrag.

Eine dreistündige Unterredung ist noch kein Waffenstillstand.

Und ein Gipfelfoto mit Putin, Trump und Xi Jinping ist noch keine Garantie dafür, dass am nächsten Morgen keine Raketen mehr fliegen.

Deshalb bleibt die wichtigste Frage ganz einfach:

Wann schweigen endlich die Waffen?

Nicht prinzipiell.

Nicht möglicherweise.

Nicht irgendwann nach dem 10. November.

Sondern tatsächlich.

Bis dahin könnte man dem Kreml einen kleinen Verbesserungsvorschlag machen:

Statt immer neue Termine für Friedensgespräche anzukündigen, könnte man doch einmal mit einer Maßnahme beginnen, die keinerlei Konferenzsaal benötigt.

Einfach aufhören, die Ukraine anzugreifen.

Das wäre nicht nur eine diplomatische Sensation.

Es wäre auch die erste Friedensnachricht seit Langem, bei der niemand fragen müsste, was Putin mit dem Wort „prinzipiell“ eigentlich gemeint hat.

Und vielleicht könnte der Friedensnobelpreis dann irgendwann tatsächlich wieder für Frieden vergeben werden – und nicht für die längste Pressekonferenz darüber.

Ein satirischer Kommentar der Redaktion diebewertung.de. Die geschilderten diplomatischen Ankündigungen beziehen sich auf die Berichterstattung vom 21. Oktober 2026. Die humoristischen Dialoge und Vergleiche sind erfunden; ein Waffenstillstand oder Friedensabkommen wurde damit nicht verkündet.

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