Startseite Allgemeines Manchmal kann man nur den Kopf schütteln was man da zur Zeit alles Liest zum Thema TGI AG
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Manchmal kann man nur den Kopf schütteln was man da zur Zeit alles Liest zum Thema TGI AG

Stevebidmead (CC0), Pixabay
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Viel Gelassenheit – aber wenig Substanz?

„Alles nur ein Missverständnis“ – so lässt sich die offizielle Linie der TGI AG zusammenfassen. Man sehe die Bewertung der Behörden als Fehlinterpretation und werde erst einmal nichts ändern, solange kein entsprechendes Schreiben zugestellt sei.

Nun ja. Genau hier beginnt das Problem. Denn entsprechende Veröffentlichungen sind längst erfolgt – öffentlich und für jedermann einsehbar. Und genau solche Veröffentlichungen setzen Fristen in Gang. Wer das ignoriert, spielt nicht auf Zeit, sondern riskiert schlicht, den Anschluss zu verlieren.

Der naheliegende Schritt wäre eigentlich simpel: eine zustellfähige Adresse benennen, einen klar mandatierten Rechtsvertreter in Deutschland aufstellen und aktiv den Dialog mit der BaFin suchen. Ob hier die Berliner Kanzlei Härting eine Rolle spielt, wird man sehen. Spätestens jetzt wäre jedenfalls juristische Substanz gefragt – nicht kommunikative Nebelkerzen.

Unklar bleibt auch die strategische Linie der TGI AG selbst. Einerseits wird das bestehende Modell verteidigt, andererseits heißt es, man verfolge es längst nicht mehr und arbeite an etwas Neuem. Was denn nun? Wer ein Modell aufgibt, muss erklären warum – und vor allem, was mit den bestehenden Kunden passiert.

Und damit sind wir bei der entscheidenden Frage, um die man sich bislang elegant herumdrückt: Wo ist das Gold der Kunden?

Seit Monaten werden Prüfungen, Bestätigungen und große Namen in Aussicht gestellt. Stichwort Wirtschaftsprüfer. Viel angekündigt, wenig geliefert. „Big Four“ oder „Big Five“ klingt beeindruckend – hilft aber niemandem weiter, wenn am Ende kein belastbarer, testierter Bericht auf dem Tisch liegt.

Denn die Wahrheit ist deutlich unspektakulärer: Es braucht keinen großen Namen, sondern einen vereidigten Wirtschaftsprüfer mit vollständigem Zugriff auf alle relevanten Unterlagen. Entscheidend ist nicht, wer prüft – sondern was geprüft wird und welches Ergebnis am Ende steht.

Alles andere bleibt das, was es aktuell ist: viele Worte, wenig Klarheit.

7 Kommentare

  • Herr Bremer,
    Sie schreiben: „Viel angekündigt, wenig geliefert.“ Und: „Wo ist das Gold der Kunden?“
    Beide Fragen sind legitim. Aber sie sind mittlerweile auch in der aktuellen Folge des TGI-TVs beantwortet.
    Miene persönliche Zusammenfassung ohne Gewähr auf Richtigkeit: Zwei Wirtschaftsprüfer einer international tätigen Gesellschaft wurden persönlich zum gesicherten Depot in Afrika geflogen. Dort wurden Dorebarren in verschlossenen Kisten überprüft. Eine 15%-Stichprobe, über 300 Goldbarren, wurden einzeln entnommen, auf Reinheit und Gehalt geprüft und dokumentiert. Die Segregation, der Besitz und die treuhänderische Zuordnung wurden bestätigt. Der Bericht wird zunächst den Behörden — darunter der BaFin — zugestellt, die den Bericht noch nicht hatte. Für die vollständigen und korrekten Infos bitte Aufzeichnung selbst anschauen.
    Das ist kein „angekündigter Name“. Das ist ein physischer Prüfvorgang mit Kamerabegleitung, dessen Ergebnisse dokumentiert vorliegen.
    Sie haben Recht, dass entscheidend ist, was geprüft wird und welches Ergebnis vorliegt — nicht wer prüft. Genau das wurde hier geprüft: physische Existenz, Menge, Reinheit, Segregation, Eigentumszuordnung. Das sind exakt die Fragen, die Sie seit Wochen stellen, obwohl lange angekündigt war, dass sie beantwortet werden.
    Ich teile Ihre Grundhaltung, dass Transparenz in dem Fall keine Gefälligkeit ist, sondern Pflicht. Deshalb finde ich es sachlich bedauerlich, dass Sie bereits vorhandene Erklärungen nicht wie andere Kunden verstanden und aktuelle Antworten weiter verschweigen. Um weiter Sorgen zu schüren und Kunden versuchen dazu zu bringen, ein gegen Geld vermitteltes Formular zu kaufen? Aber keiner mit Verstand wird das erfolgreich laufende Geschäft rückabwickeln, da er dann auch die Rabatte zurückgeben und auf das Gold verzichten müsste.
    Übrigens gibt es eine Website mit offizieller Zustell-Adresse, Telefonnr. und E-Mail. Also gibt es keine Ausrede, ein Schreiben nicht förmlich zustellen zu können.
    Ich bin gespannt, was sie in wie vielen Artikeln morgen darüber schreiben.

    Anmerkung der Redaktion:
    Sie müssen das bitte einmal zu Ende denken. Sollte hier eine Rückabwicklungsverfügung kommen, dann vermute ich, das die TGI AG das wirtschaftlich nicht wird bewältigen können.. Erklären Sie mir doch bitte einmal, wie der Kunde der TGI AG dann an Sein Gold kommt in Afrika. Erkundigen Sie sich bitte einmal bei der Botschaft ob es in dieser Größenordnung überhaupt Exportlizenzen gibt. Zudem diskutieren wir hier um die eigentlich „ungefährlichste Warnmeldung“, denn die Meldung der FMA aus Österreich ist viel problematischer. Hier wird indirekt der TGI AG unterstellt, das sie Bankgeschäfte gemacht hat, aber keine Goldgeschäfte. Darüber sollte die TGI AG einmal Nachdenken.

      • Danke für die Zusammenfassung, aber es sind wie erwartet Dore-Barren und keine Feingoldbarren und daher wird es seitens der Behörden bei der Annahme eines Einlagengeschäftes bleiben. Zudem muss man und wird man sich behördenseitig das Gutachten im Detail anschauen, vor allem die Eigentumsnachweise. Die Frage die auch bleibt, warum hat man das nicht bereits viel früher offengelegt? Fazit: Es kommt aufs Gutachten dessen Ausführung und Umfang an. Trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung.

        Anmerkung der Redaktion:
        Das Problem von Herrn Kaltenegger ist sicherlich, das er jetzt was anderes sagt, als was er den Kunden verkauft hat. Durch die 3 Warnmeldungen sind sicherlich Dutzende von rechtsanwälten jetzt auf Mandantakquisition. Völlig in Ordnung, dem wird er sich stellen müssen. Ich bearbeite das Thema jetzt über 3 Jahre. Sorry, aber nichts was Herr Kaltenegger je gesagt hat, hat lange Bestand gehabt, auch das leider eine Wahrheit. Herr Kaltenegger mag ein guter Vertriebler sein, aber von Unternehmensführung und Öffentlichkeitsarbeit hat er keine Ahnung.

        • Ja natürlich sind es Dore Barren, das wurde von Anfang an in jedem Webinar immer so dargestellt, Stichwort „Wirtschaftskette“. Die Rabatte müssen ja erwirtschaftet werden. Erst nach der Wartezeit bekommt der Kunde dann die Feingoldbarren.
          Mir fällt nichts ein, was von dem, was Herr Kaltenegger sagte, nicht lange Bestand hatte. Was meinen Sie?
          Seine Unternehmensführung ist sicherlich sehr eigen aber genial, seine Öffentlichkeitsarbeit kann man natürlich unterschiedlich bewerten. Ich fände es gut, wenn er sich einfach auf sein erfolgreiches Geschäft konzentriert; er hat es denke ich nicht nötig, seinen Kritikern öffentlich zu drohen (und wollte sich über sie laut letzter TGI-TV-Sendung auch nicht mehr öffentlich äußern, was ich gut finde).

    • Herr Bremer, weil Sie wieder in meinen Kommentar schrieben, muss ich auf meinen eigenen Kommentar antworten: Ich dachte es so zuende: Wenn ein Kinde eine Rückabwicklung fordern könnte, bekäme er das eingezahlte Geld zurück, müsste die bereits erhaltenen Rabatte aber auch zurückbezahlen und bekäme das gekaufte Gold, das mittlerweile deutlich an Wert gewann, nicht geliefert. Wer würde dadurch gewinnen? Die TGI würde die Rabatte selbst dazu bekommen und könnte das im Wert gestiegene Gold ebenfalls mit Gewinn weiterverkaufen. Der Kunde ginge leer aus bzw. wäre wieder bei 0, die TGI ginge mit Gewinn aus dem Geschäft. Ich hoffe also nicht, dass Sie oder andere Anwälte dies Kunden raten würden und nebenbei auch noch selbst Geld dabei verdienen.
      Der neue Prüfbericht würde ja so wie vorgestellt beweisen, dass es um Goldkäufe geht und die Käufer an der Wertsteigerung durch die erklärte Wirtschaftskette von Dore Barren zu Feingold durch Rabatte beteiligt wird, nicht um Bankgeschäfte. Es ist doch ein wunderbares Modell, das nicht nur Großkunden an hohen Gewinnen beteiligt, sondern diese auf alle Kunden verteilt werden. So verstehe ich es. Und die TGI leistet die Dienstleistung zwischen den Minenbetreibern/Goldhändlern und den Kunden, kann sich so auch langfristig (durch die Verträge) auf die Nachfragen einstellen. Finden Sie das nicht eigentlich auch genial?

      Anmerkung der Redaktion: Es gibt viele Mis(t)sverständnisse im Leben.

  • die KI hat aus dem unscharfem Bild eines Presseberichtes aber mit hoher Wahrscheinlichkeit die Gutachter ableiten können:
    Sollte Grant Thornton sein.
    https://www.grantthornton.at/
    https://www.grantthornton.global/en/

    76.000 Mitarbeiter, eher Platz 7 der Welt. Kommt also auch hin.
    Demnach könnte man dort mal Anfragen.

    Ich bin gespannt ob die ALLEN Kunden zugeordnete LBMA zert. Feingoldbarren testieren konnten.
    Spezialisiert scheint Thornton nicht darauf zu sein. Besonderes Augenmerk sollte man zudem auf den Prüfungsumfang/Auftrag legen.

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