Startseite Allgemeines Mitbewohner nach Tod zweier Doktoranden in Florida wegen Doppelmordes angeklagt
Allgemeines

Mitbewohner nach Tod zweier Doktoranden in Florida wegen Doppelmordes angeklagt

ArtisticOperations (CC0), Pixabay
Teilen

Im Fall zweier vermisster Doktoranden der University of South Florida hat die Polizei einen dramatischen Durchbruch vermeldet: Der Mitbewohner eines der beiden Studenten ist inzwischen wegen zweifachen Mordes ersten Grades angeklagt worden. Eine Leiche wurde bereits gefunden, nach der zweiten Vermissten wird weiterhin gesucht.

Leiche auf Brücke entdeckt

Wie die Behörden im US-Bundesstaat Florida mitteilten, wurde die Leiche eines 27-jährigen Doktoranden am Freitag auf der Howard-Frankland-Brücke in der Tampa Bay entdeckt. Der junge Mann war seit Tagen vermisst worden.

Seine ebenfalls 27-jährige Begleiterin, ebenfalls Doktorandin, bleibt weiterhin verschwunden. Ermittler gehen nach Angaben der Behörden inzwischen davon aus, dass auch sie getötet worden sein könnte. Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus, da die Suche andauert.

Mitbewohner nun wegen zweifachen Mordes angeklagt

Der 26-jährige Mitbewohner des getöteten Studenten wurde am Samstag offiziell wegen zweifachen Mordes ersten Grades mit Waffe und vorsätzlicher Tötung angeklagt.

Zunächst hatte er sich bereits mit einer Reihe anderer Vorwürfe konfrontiert gesehen, darunter:

  • Körperverletzung
  • Freiheitsberaubung
  • Manipulation von Beweismitteln
  • Unterlassene Meldung eines Todesfalls
  • Unrechtmäßiges Verbringen einer Leiche

Nach Auswertung weiterer Beweise erhob die Staatsanwaltschaft nun die deutlich schwerwiegenderen Mordanklagen.

Blutspuren in Wohnung

Besonders belastend sollen nach Medienberichten erhebliche Blutspuren in der gemeinsam genutzten Wohnung des Opfers und des Verdächtigen gewesen sein. Angehörige der weiterhin vermissten Doktorandin wurden demnach darüber informiert, dass die Ermittler aufgrund der Spurenlage befürchten, auch sie könne tot sein.

Taucher- und Marineeinheiten suchten zuletzt im Bereich der Brücke und im angrenzenden Wasser nach weiteren Hinweisen.

Verdächtiger war Ermittlern bereits bekannt

Der Beschuldigte war offenbar schon früh ins Visier der Ermittler geraten. Nach Angaben der Polizei wurde er mindestens zweimal befragt. Zunächst soll er noch kooperiert haben, später habe er jedoch die Zusammenarbeit eingestellt.

Bei seiner Festnahme am Freitagmorgen verschanzte sich der Verdächtige in einem Wohnhaus. Daraufhin wurden ein Spezialeinsatzkommando sowie Krisenverhandler eingesetzt. Schließlich kam er aus dem Haus und wurde festgenommen.

Brisant: Der Mann befand sich laut Behörden in einem Haus, das er eigentlich wegen früherer Vorwürfe häuslicher Gewalt nicht betreten durfte.

Frühere Gewaltvorwürfe gegen den Beschuldigten

Laut Gerichtsunterlagen war der 26-Jährige bereits 2023 zweimal wegen Körperverletzung festgenommen worden. Die damaligen Vorwürfe wurden später fallengelassen.

Zudem hatte sein Bruder einst eine gerichtliche Schutzanordnung erwirkt. In den Unterlagen wurde dem Verdächtigen vorgeworfen, bei einem Streit sowohl seinen Bruder als auch seine Mutter angegriffen zu haben. Nach Ablauf der Schutzanordnung wurde eine Verlängerung beantragt, diese aber abgelehnt.

Zwei junge Wissenschaftler verschwanden spurlos

Die beiden Doktoranden waren bereits seit dem 16. April verschwunden. Ein Familienfreund hatte sie am 17. April als vermisst gemeldet, nachdem kein Kontakt mehr möglich war.

Nach Angaben der Universität wurde der Student zuletzt am Morgen des 16. April an seinem Wohnort nahe des Campus gesehen. Die vermisste Doktorandin wurde etwa eine Stunde später zuletzt in einem naturwissenschaftlichen Gebäude der Universität beobachtet.

Beide hatten erst vor wenigen Monaten ihr Promotionsstudium aufgenommen:

  • der getötete Student im Bereich Geographie, Umweltwissenschaften und Politik
  • die weiterhin vermisste Studentin im Bereich Chemieingenieurwesen

Familie hoffte auf Rückkehr nach Bangladesch

Die beiden jungen Wissenschaftler stammten aus Bangladesch. Nach Angaben der Familie hatte der getötete Doktorand große Zukunftspläne: Er arbeitete an einer Dissertation über den Einsatz generativer KI zur Beobachtung schrumpfender Feuchtgebiete in Südflorida.

Sein Ziel sei es gewesen, nach Abschluss der Promotion in seine Heimat zurückzukehren und dort als Hochschuldozent zu arbeiten.

Laut Angehörigen soll er außerdem mit der ebenfalls vermissten Doktorandin eng verbunden gewesen sein. Demnach habe er seiner Familie erzählt, dass beide über eine gemeinsame Zukunft und sogar eine mögliche Heirat gesprochen hätten.

Universität reagiert betroffen

Die Universitätsleitung zeigte sich tief erschüttert. In einer Mitteilung an Studierende und Mitarbeitende erklärte die Hochschulleitung, man stehe in engem Kontakt mit den Familien und wolle weiterhin Unterstützung leisten.

Der Fall hat auf dem Campus und darüber hinaus für große Bestürzung gesorgt.

Ermittlungen dauern an

Die genaue Todesursache des gefundenen Doktoranden wird derzeit noch von der Gerichtsmedizin untersucht. Ein Autopsiebericht könnte zeitnah vorliegen.

Währenddessen setzen die Behörden ihre Suche nach der weiterhin vermissten Doktorandin fort.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Ein Cent vom Inkassobüro: Harmloser Hinweis oder fragwürdige Methode?

Wer beim Blick aufs Konto plötzlich eine Überweisung über nur einen Cent...

Allgemeines

BaFin warnt vor Angeboten auf alta-roc.de – Verdacht auf Identitätsmissbrauch

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt Verbraucher vor Angeboten auf der Internetseite...

Allgemeines

BaFin warnt vor mutmaßlich unerlaubten Kreditangeboten der „Velcal Group“

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine Warnung vor den auf der...

Allgemeines

BaFin warnt vor mutmaßlich unerlaubten Kreditangeboten der „Hauptstadt Finanz“

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt Verbraucher vor Kreditangeboten auf der Internetseite...