Fliegen gilt für viele inzwischen als notwendiges Übel: lange Schlangen, Sicherheitskontrollen, Verspätungen und genervte Passagiere. Doch es gibt eine wachsende Gruppe von Reisenden, die das genaue Gegenteil erlebt – und gezielt sogenannten Jungfernflügen hinterherreist.
Für sie ist ein neuer Flug nicht einfach nur Transport. Es ist ein Event.
Als United Airlines vergangene Woche erstmals seit 2019 wieder von Newark nach Glasgow flog, wurde der Abflug fast wie ein Volksfest inszeniert. Am Gate spielte ein Dudelsackspieler, es gab Reden, Geschenke, Erinnerungsstücke und eine feierliche Zeremonie vor dem Boarding.
Für Amanda van Dijk aus Houston war es bereits der achte Erstflug innerhalb von zwei Jahren. „Es öffnet einem die Augen für Orte, an die man sonst vielleicht nie gereist wäre“, sagt sie.
Tatsächlich erinnern Jungfernflüge an eine Zeit, in der Flugreisen noch etwas Besonderes waren. Airlines geben sich bei neuen Strecken sichtbar Mühe: Sondermenüs, kleine Geschenke, festliche Stimmung und oft eine Crew, die selbst spürbar motivierter wirkt.
An Bord des Glasgow-Flugs warteten schottisch inspirierte Speisen auf die Passagiere – darunter Räucherlachs und geschmorte Rinderrippe mit Whisky-Sauce. In der Premium-Kabine lagen Schlafanzüge, Stofftiere, Schlüsselanhänger und Sammlerstücke bereit.
Nach der Landung in Glasgow wurde das Flugzeug sogar mit einer traditionellen Wasserfontäne der Flughafenfeuerwehr begrüßt.
Immer mehr sogenannte „AvGeeks“ – Luftfahrt-Enthusiasten – planen ihre Reisen inzwischen gezielt rund um neue Strecken. Dabei geht es nicht nur um die Feierlichkeiten, sondern auch um die Möglichkeit, neue Ziele zu entdecken.
United selbst sieht darin offenbar Potenzial. Die Airline hatte die Verbindung nach Glasgow während der Pandemie eingestellt. Doch die Nachfrage nach Reisen nach Schottland ist inzwischen wieder deutlich gestiegen.
„Die Rückkehr nach Glasgow war ein natürlicher Schritt“, erklärt United-Manager Matt Stevens. Besonders beliebt seien sogenannte „Open-Jaw“-Reisen: Hinflug nach Glasgow, Rückflug über Edinburgh – beide Städte liegen nur etwa eine Stunde voneinander entfernt.
Die Nachfrage ist so stark, dass United die ursprünglich nur bis September geplante Verbindung bereits bis Ende Oktober verlängert hat.
Vielleicht erklärt genau das den Reiz solcher Flüge:
In einer Zeit, in der Flugreisen oft anonym und stressig wirken, schaffen Jungfernflüge wieder Begeisterung.
Plötzlich reden Fremde miteinander.
Crews lachen häufiger.
Passagiere machen Fotos statt Beschwerden.
Und manchmal reicht schon ein Dudelsack am Gate, um Menschen daran zu erinnern, warum Reisen einmal als Abenteuer galt.
Aus Sicht von RB Leipzig muss man sich diese Frage zumindest gefallen...
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