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DFB-Urteil gegen Dynamo: Wieder einmal trifft es den Osten

jorono (CC0), Pixabay
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Als Dynamo-Fan fragt man sich langsam, was unser Verein eigentlich noch tun muss, um vom DFB einmal fair behandelt zu werden. Nach den Vorfällen im Heimspiel gegen Hertha BSC bleibt es nun bei einer Geldstrafe von 91.200 Euro und einem Teilausschluss von 9.000 Zuschauern im K-Block. Der Einspruch wurde abgewiesen. Für viele Dynamo-Anhänger ist das Urteil ein weiterer Beleg dafür, dass mit ostdeutschen Vereinen offenbar anders umgegangen wird als mit manchen Traditionsklubs aus dem Westen.

Natürlich waren die Ausschreitungen nicht zu entschuldigen. Natürlich haben Chaoten auf einem Fußballplatz nichts verloren. Aber wer die Bilder gesehen hat, weiß auch, dass nicht ausschließlich Dynamo-Fans beteiligt waren. Menschen aus beiden Fanlagern stürmten den Innenraum, es kam auf beiden Seiten zu Eskalationen. Trotzdem bleibt am Ende vor allem Dynamo auf der Anklagebank sitzen.

Besonders ärgerlich ist der Zuschauer-Teilausschluss. Bestraft werden damit nicht die wenigen Chaoten, sondern Tausende friedliche Fans, die Woche für Woche hinter ihrem Verein stehen. Der K-Block ist das Herz von Dynamo Dresden. Dort stehen Menschen, die teilweise seit Jahrzehnten zu jedem Heimspiel kommen, die Auswärtsfahrten organisieren und den Verein auch in schwierigen Zeiten unterstützt haben. Genau diese Fans sollen nun die Zeche bezahlen.

Noch bemerkenswerter ist, dass der DFB-Kontrollausschuss sogar eine Erhöhung der Strafe um weitere 25.000 Euro forderte. Man gewinnt den Eindruck, dass man in Frankfurt unbedingt ein Exempel statuieren wollte. Dass das Sportgericht diesen Antrag nicht übernommen hat, ist da fast schon die einzige positive Nachricht.

Viele Dynamo-Fans fühlen sich seit Jahren benachteiligt. Immer wieder entsteht der Eindruck, dass Vereine aus Ostdeutschland besonders kritisch beobachtet werden. Während anderswo ähnliche Vorfälle häufig als Einzelfälle behandelt werden, scheint bei Dynamo jede Verfehlung gleich als Beweis für ein strukturelles Problem zu dienen.

Der DFB betont zwar regelmäßig, alle Vereine gleich zu behandeln. Doch Urteile wie dieses nähren Zweifel. Denn wenn am Ende 9.000 friedliche Fans ausgesperrt werden und der Verein eine hohe Strafe zahlen muss, obwohl die Vorfälle nicht allein von einer Seite ausgingen, dann stellt sich zwangsläufig die Frage, ob hier wirklich mit gleichem Maß gemessen wird.

Dynamo Dresden sollte deshalb den Gang vor das DFB-Bundesgericht ernsthaft prüfen. Nicht nur wegen der Strafe selbst, sondern auch, um ein Zeichen zu setzen. Denn viele Fans haben längst das Gefühl, dass der Osten im deutschen Fußball zwar willkommen ist, aber offenbar nur solange er keine Ansprüche stellt.

1 Komment

  • DFB ist eine Mafia. Osten wurde schon immer benachteiligt. Sieht man an den Strafen und an der Relegation in die 3. Liga. Hoffentlich fliegen sie bei der WM beizeiten raus. Und Stolz auf unser Vaterland und unsere Fahne haben die schon lange nicht mehr. Absurdistan und Bananenrepublik.

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