Am Sonntag stehen in zahlreichen Städten Sachsens Bürgermeister- und Oberbürgermeisterwahlen an. Hiert ein Überblick über Kandidaturen, Konstellationen im ersten Wahlgang und die Städte, in denen es besonders spannend wird. Sollte kein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten, kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Dort genügt die einfache Mehrheit.
Döbeln: Amtsinhaber strebt zweite Amtszeit an
In Döbeln sind rund 19.000 Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, über die Besetzung des Oberbürgermeisteramts für die nächsten sieben Jahre abzustimmen. Amtsinhaber Sven Liebhauser (CDU) bewirbt sich um eine zweite Amtszeit. Herausgefordert wird er von Jörg Koitsch (BSW), Sven Weißflog (Freie Wähler) und Sven Hofmann (Freie Sachsen), die als rechtsextremistisch eingestuft werden.
Görlitz: Vier Kandidaten im Rennen
In Görlitz sind etwa 44.500 Wahlberechtigte aufgerufen, ihr Stadtoberhaupt zu wählen. Neben Amtsinhaber Octavian Ursu (CDU) kandidieren Sebastian Wippel (AfD), Sabine Christian (Die Linke) und der parteilose Hagen Jeschke. Bereits 2019 standen Ursu und Wippel im zweiten Wahlgang gegenüber.
Aue-Bad Schlema: Fünf Kandidaten kämpfen um das Amt
Nach dem altersbedingten Ausscheiden von Oberbürgermeister Heinrich Kohl (CDU) treten in Aue-Bad Schlema fünf Kandidaten an: Marcus Hoffmann (CDU), Tony Neuß (Die Linke), Danny Weber (Freie Wähler), Lars Bochmann (AfD) und Stefan Hartung (Freie Sachsen).
Dippoldiswalde: Drei Bewerber im Osterzgebirge
In Dippoldiswalde sind rund 11.500 Bürgerinnen und Bürger zur Wahl aufgerufen. Amtsinhaberin Kerstin Körner (CDU) tritt als unabhängige Kandidatin an. Weitere Bewerber sind Tom Wittig (Die Linke) und Marcus Wünschmann (parteilos), unterstützt von der Wählervereinigung „Konservative Mitte“.
Sonderfälle: Einzelkandidaturen und offene Wahlen
In Werdau (Kreis Zwickau) bewirbt sich Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste) um eine Wiederwahl. In Bärenstein im Erzgebirge kandidiert Silvio Wagner (parteilos) nach seiner ersten Amtszeit als einziger Bewerber, ebenso wie Sven Köpp (FDP) in Neumark im Vogtland. In Triebel (Vogtland) gibt es keinen offiziellen Kandidaten: Die Wählerinnen und Wähler können selbst Namen auf den Stimmzettel eintragen.
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