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Krieg als Nebenjob: US-Elitesoldat wettet auf eigenen Einsatz

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Manche planen Militäroperationen – andere offenbar gleich den passenden Wettschein dazu. In den USA sorgt derzeit ein Fall für Kopfschütteln, bei dem ein Elitesoldat nicht nur an einer geheimen Mission beteiligt gewesen sein soll, sondern gleichzeitig auf deren Ausgang gesetzt haben soll. Und zwar erfolgreich.

Laut Anklage soll der Soldat rund 32.000 Dollar darauf gewettet haben, dass Venezuelas Präsident Nicolás Maduro bis Januar „aus dem Spiel“ ist. Ein riskanter Tipp – wäre da nicht das kleine Detail, dass er selbst an der entsprechenden Operation beteiligt gewesen sein soll. Am Ende standen mehr als 400.000 Dollar Gewinn.

Die Behörden sehen darin weniger ein glückliches Händchen als vielmehr klassischen Insiderhandel – nur eben nicht an der Börse, sondern im geopolitischen Wettbüro. Der Vorwurf: Nutzung vertraulicher Informationen, Betrug und Diebstahl. Der Gewinn wurde demnach erst in eine Krypto-Wallet verschoben und später weitergeleitet – offenbar nicht ganz ohne Hintergedanken.

Besonders pikant: Der Mann war kein einfacher Soldat, sondern ein ranghoher Unteroffizier – also jemand, der eigentlich für Verantwortung und Vorbildfunktion steht. Stattdessen wirkt der Fall wie eine Mischung aus Militärstrategie und Online-Casino.

Auch politisch schlägt die Geschichte Wellen. Der Boom von sogenannten Prognosemärkten, auf denen mittlerweile Milliarden umgesetzt werden, gerät zunehmend in die Kritik. Wenn Menschen mit direktem Einfluss auf Ereignisse gleichzeitig auf deren Ausgang wetten können, verschwimmt die Grenze zwischen Information und Manipulation.

Selbst US-Präsident Donald Trump zeigte sich wenig begeistert und zog einen Vergleich zum Baseball: Das sei, als würde ein Spieler auf das eigene Spiel wetten. Nur dass es hier nicht um Sport, sondern um eine militärische Operation ging.

Der Fall wirft damit eine grundsätzliche Frage auf: Was passiert, wenn diejenigen, die Geschichte schreiben, gleichzeitig darauf wetten?

Antwort der Ermittler: Dann wird es teuer. Und strafbar.

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