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Offener Brief an die FMA Liechtenstein, die BaFin Deutschland und die FMA Österreich

geralt (CC0), Pixabay
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Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst möchte ich mich ausdrücklich für Ihre bisherige Arbeit im Zusammenhang mit der TGI AG Liechtenstein sowie der GGMT Revolution Vertriebs GmbH in Wien bedanken. Viele Anleger haben überhaupt erst durch Ihr Einschreiten erkannt, dass erhebliche aufsichtsrechtliche Fragen rund um diese Geschäftsmodelle bestehen.

Allerdings entwickelt sich die aktuelle Situation mittlerweile zu einem Vorgang, der kaum noch nachvollziehbar erscheint.

Geht man nach den jüngsten Veröffentlichungen und Vertragsunterlagen der TGI AG, dann fällt auf:
Von den jahrelang kommunizierten angeblichen Goldbeständen von über 2.000 Kilogramm im Kosovo oder weiteren Goldbarren in Sierra Leone ist plötzlich kaum noch die Rede.

Dabei wurde genau mit diesen angeblichen Sachwerten über lange Zeit argumentiert, um Anlegern Sicherheit zu vermitteln und den Eindruck zu erwecken, Kundengelder seien umfassend abgesichert.

Nun entsteht jedoch ein völlig anderes Bild.

Denn statt die angeblich vorhandenen Goldbestände zur Rückabwicklung heranzuziehen und damit der Verfügung der FMA Liechtenstein ordnungsgemäß Folge zu leisten, fordert die TGI AG offenbar zunächst von ihren Kunden die erhaltenen „Rabatte“ zurück.

Konsequenterweise müssten nach dieser Argumentation dann wohl sogar Kunden, die tatsächlich Gold erhalten haben, dieses ebenfalls an die TGI AG zurückgeben, um anschließend über Zeiträume von 24 bis 36 Monaten auf die Rückzahlung ihres eingesetzten Kapitals zu warten.

Die entscheidende Frage lautet daher:

Was genau hat dieses Vorgehen noch mit der Verfügung der FMA Liechtenstein vom 26. Mai 2026 zu tun?

Dort wurde öffentlich erklärt:

  • Das unerlaubte Einlagengeschäft sei einzustellen.
  • Die betroffenen Produkte dürften nicht weiter vertrieben werden.
  • Die entgegengenommenen Gelder seien binnen vier Monaten abzuwickeln.

Von Laufzeiten über weitere zwei bis drei Jahre ist dort nicht die Rede.

Ebenso wenig erscheint nachvollziehbar, weshalb Anleger nun erneut finanziell belastet werden sollen, wenn die behaupteten Goldbestände tatsächlich vollständig vorhanden und verwertbar sind.

Gerade deshalb stellen sich mittlerweile immer drängendere Fragen:

  • Existieren die kommunizierten Goldbestände tatsächlich vollständig?
  • Sind diese frei verfügbar?
  • Wem sind sie rechtlich zugeordnet?
  • Und warum erfolgt keine transparente Offenlegung gegenüber den betroffenen Anlegern?

Sehr geehrte Damen und Herren der Aufsichtsbehörden,

aus Sicht vieler Beobachter besteht inzwischen die Gefahr, dass sich die Situation weiter verschärft und möglicherweise zusätzliche Anleger geschädigt werden könnten, solange dieses Geschäftsmodell in der aktuellen Form weitergeführt wird.

Ich appelliere daher mit Nachdruck an Sie:
Bitte sorgen Sie jetzt konsequent für vollständige Aufklärung und die konsequente Durchsetzung der aufsichtsrechtlichen Maßnahmen.

Dazu gehört aus Sicht vieler Betroffener auch:

  • die umfassende Prüfung der tatsächlichen Vermögenswerte,
  • die Überprüfung sämtlicher aktuellen Vertragskonstruktionen,
  • sowie die vollständige Aufklärung der Verantwortlichkeiten der handelnden Personen.

Die Anleger haben ein Recht auf Klarheit.

Vielen Dank für Ihre bisherige Arbeit.
Jetzt liegt es an den zuständigen Behörden, dieses Kapitel konsequent zu Ende zu führen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Bremer

17 Kommentare

  • Wen wollt ihr eigentlich mit eurem Gelaber (welches keinen wirklich interessiert) schützen? Die Kunden welche freiwillig und auf eigenes Risiko kaufen wie an anderen Orten auch? Ihr seid doch bezahlt von den Banken, weil da fliesst Geld ab und das lässt sich auch nicht aufhalten. 😉

    Anmerkung der Redaktion: Die TGI AG hat ihre Kunden über Jahre hinweg belogen. Aus meiner Sicht muss man sogar von einem mutmaßlichen Betrug sprechen. Denn die TGI AG hat – entgegen ihrer Versprechen – nicht direkt LBM-A-Gold gekauft und für die Kunden eingelagert. Das sollten selbst Sie mittlerweile erkannt haben.

    Und ganz nebenbei: Anonyme Poster sind für mich Feiglinge. Vertreten Sie Ihre Meinung doch einmal offen und ohne die Maske der Anonymität. Feiglinge gibt es schließlich schon genug.

  • Spezil – und Generalprävention sollten hier seitens der Staatsanwaltschaft mit aller Härte wahrgenommen werden Wiederaufnahme der GGMT gleich dazu.Ich kann und mag dieses dreiste Aufbegehren der TGI Sekte nicht glauben

    • Ich kann mir ohnehin nicht vorstellen, dass in dieser Causa nicht bereits weitere Behörden ermitteln – ebenso wenig, wie ich mir vorstellen kann, dass das bloße Umstellen der Verträge für die FMA Liechtenstein die Sache erledigt hat. Beim Thema „Einlagengeschäft“ unterscheiden sich die gesetzlichen Grundlagen der einzelnen Länder allerdings.

      Ich denke, wir werden hier noch die eine oder andere Überraschung erleben.

      In der Zwischenzeit wird es wohl schon den vierten oder fünften neuen Partner geben – vielleicht diesmal auch einen mit Tiefgang, samt Vorlage der für den Goldabbau elementarsten Unterlagen und Bekanntgabe der Beteiligungshöhe der TGI AG am jeweiligen Unternehmen.

      Denn die eigentliche Frage bleibt: Warum sollte eine funktionierende Mine – also eine, die nach der gewaltigen Anfangsinvestition tatsächlich rentabel fördert – überhaupt Rabatte und mehrstufige Provisionen erwirtschaften wollen, wenn sie sich zu einem Bruchteil dieser Kosten ganz regulär bei einer Bank oder am Kapitalmarkt finanzieren könnte?

      • Vielleicht schreibt die TGI dann auch endlich mal, was die einzelnen Beteiligungen an den verschiedenen Minen gekostet haben. Bisher muss man ja glauben sie wären Helmut wegen seiner schönen Augen oder Katarina wegen ihrer grossen…… irgendwie geschenkt worden.

  • Ein Beispiel: Ein Kunde kauft im Februar 2026 100 g Gold für 13.000 € bei der TGI AG. Durch die Maßnahmen der Aufsichtsbehörden wird er nun unsicher und möchte rückabwickeln. Heißt das dann, dass er zunächst die erhaltenen Rabatte zurückzahlen muss – bei 2 % monatlich also rund 260 € × 5 Monate, somit etwa 1.300 € – und sein Geld anschließend, beginnend erst vier Monate später (zur „Erhebung der Rückabwickler“), in 36 Monatsraten zu je rund 325 € zurückbekommt?

    Echt jetzt? Kaltenegger schippert für 250.000 € pro Woche auf der Jacht herum, kann aber seine Kunden, bei denen das Gold doch hinterlegt sein soll, nicht auf einmal zurückzahlen. Wobei – warum wundere ich mich überhaupt noch. Das passt ins Bild.

    WAS BRAUCHT ES EIGENTLICH NOCH, UM ZU ERKENNEN, DASS DIESES GESCHÄFTSMODELL NICHT FUNKTIONIERT??

    @Thomas Bremer – kannst du über die Interessengemeinschaft mit dem Verbraucherschutz mögliche Maßnahmen abstimmen?

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