Man muss auch einmal Danke sagen. Wirklich. Während sich andere Staats- und Regierungschefs mit so langweiligen Dingen wie Diplomatie, Verhandlungen und Deeskalation beschäftigen, zeigen Donald Trump und Benjamin Netanjahu, wie man die Weltpolitik auf Betriebstemperatur hält.
Die Ergebnisse sprechen schließlich für sich: Raketen, Drohnen, beschädigte Flughäfen, steigende Ölpreise, nervöse Börsen und eine Region, die immer tiefer in die Unsicherheit rutscht. Wer dachte, die Schlagzeilen könnten sich irgendwann beruhigen, wurde eines Besseren belehrt.
Während in Kuwait nach iranischen Angriffen der Flugverkehr eingestellt werden muss und die Menschen um ihre Sicherheit fürchten, ziehen die Ölpreise bereits wieder an. Brent-Öl kratzt an der 100-Dollar-Marke, und die Märkte reagieren entsprechend nervös.
Natürlich wird uns auch diesmal wieder erklärt werden, warum das alles alternativlos war, wer angefangen hat und weshalb die nächste Eskalationsstufe ganz bestimmt die letzte sein wird. Die Erfahrung lehrt allerdings etwas anderes: Am Ende bezahlen die einfachen Bürger die Rechnung.
Und genau hier kommen wir ins Spiel. Denn während sich Politiker und Militärstrategen gegenseitig Erfolgsmeldungen um die Ohren hauen, dürfen wir uns schon einmal auf die nächste Überraschung an der Tankstelle freuen. Die steigenden Ölpreise werden sich früher oder später in höheren Spritpreisen bemerkbar machen. Der nächste Tankvorgang könnte also erneut zur geopolitischen Bildungsreise werden.
Wer künftig beim Blick auf die Zapfsäule Schnappatmung bekommt, kann sich zumindest damit trösten, dass er gerade aktiv an den Folgen internationaler Machtpolitik teilnimmt. Die Weltlage lässt grüßen – direkt über die Literanzeige.
Ein Hoch also auf Donald Trump und Benjamin Netanjahu. Während sie Geschichte schreiben wollen, dürfen Millionen Menschen wieder einmal die Quittung begleichen. Diesmal nicht nur in Nahost, sondern auch an deutschen Tankstellen. Denn eines ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Wenn im Persischen Golf die Raketen fliegen, wird es an der Zapfsäule garantiert teurer.
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