Drei Jahre lang schießt Harry Kane für den FC Bayern Tore, rettet Spiele und sorgt dafür, dass man sich in München wenigstens auf eine Sache verlassen kann. Und kaum läuft es einmal zu gut, taucht natürlich der FC Barcelona auf.
Die Katalanen sollen Kane als Nachfolger von Robert Lewandowski ins Auge gefasst haben. Verständlich. Wer keinen eigenen Mittelstürmer mehr hat, schaut eben beim FC Bayern ins Schaufenster. Nur kaufen dürfen sie diesmal offenbar nicht.
Nach Berichten der „Daily Mail“ und der „Bild“ steht Kane kurz vor einer Vertragsverlängerung in München. Ein Wechsel nach Barcelona sei für den englischen Nationalmannschaftskapitän kein Thema. Barca habe zwar Kontakt aufgenommen, aber Kane soll schnell abgewunken haben.
Endlich einmal eine vernünftige Transfermeldung.
Kane fühlt sich in München wohl, seine Familie ebenfalls, und sportlich läuft es ohnehin. Er trifft zuverlässig, übernimmt Verantwortung und weiß inzwischen vermutlich sogar, wie man „Mia san mia“ richtig ausspricht.
Nach der Weltmeisterschaft wollen sich der FC Bayern und Kane zusammensetzen und über einen neuen Vertrag sprechen. Aus Fansicht darf dieses Gespräch ungefähr drei Minuten dauern:
„Willst du bleiben?“
„Ja.“
„Wo unterschreiben?“
Natürlich ist noch nichts offiziell. Und als Bayern-Fan weiß man: Solange kein Vertrag unterschrieben und dreimal fotografiert wurde, kann immer noch irgendein Berater, Präsident oder spanisches Sportblatt dazwischenfunken.
Trotzdem sieht es gut aus. Harry Kane bleibt offenbar in München. Barcelona bekommt keinen neuen Weltklassestürmer – und wir müssen ausnahmsweise einmal nicht den ganzen Sommer schlechte Laune haben.
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