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Hantavirus

geralt (CC0), Pixabay
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Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ sollen in den kommenden Stunden drei Personen evakuiert werden. Das teilte das Gesundheitsministerium von Kap Verde mit. Ärzte, die an Bord gegangen sind, haben den Zustand der Betroffenen als stabil eingeschätzt. Für den Transport stehen zwei Ambulanzflugzeuge bereit.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass es möglicherweise zu einzelnen Übertragungen von Mensch zu Mensch gekommen ist, allerdings nur bei sehr engem Kontakt. Insgesamt sind bisher drei Menschen gestorben und mehrere weitere erkrankt. Die Behörden betonen jedoch, dass für die allgemeine Bevölkerung nur ein geringes Risiko besteht, da sich das Virus nicht so leicht verbreitet wie etwa Grippe oder COVID-19.

Rund 150 Menschen, darunter auch US-Bürger, befinden sich weiterhin an Bord des Schiffs, das vor der Küste von Praia vor Anker liegt. Die Reise hatte in Argentinien begonnen und führte über abgelegene Regionen, bevor mehrere Passagiere an einer schnell fortschreitenden Atemwegserkrankung erkrankten. Insgesamt wurden bisher sieben Fälle des seltenen Hantavirus festgestellt oder vermutet.

Zu den Todesopfern zählen ein niederländisches Ehepaar sowie eine deutsche Staatsbürgerin. Ein britischer Passagier wird derzeit in Südafrika intensivmedizinisch behandelt, sein Zustand hat sich zuletzt verbessert. Weitere Crewmitglieder zeigen ebenfalls Krankheitssymptome.

Nach der Evakuierung soll das Schiff zu den Kanarischen Inseln weiterfahren. Dort sind umfassende Untersuchungen und Desinfektionsmaßnahmen geplant. An Bord gelten bereits strenge Sicherheitsvorkehrungen, darunter Isolation, Hygienemaßnahmen und medizinische Überwachung. Die Situation wird als angespannt, aber kontrolliert beschrieben.

Die genaue Ursache des Ausbruchs ist noch unklar. Experten vermuten, dass sich einige Passagiere möglicherweise bereits vor Reisebeginn infiziert haben könnten. Hantaviren werden normalerweise durch Kontakt mit Nagetieren oder deren Ausscheidungen übertragen. Eine seltene Form des Virus kann jedoch auch von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Die Sterblichkeitsrate ist vergleichsweise hoch, insbesondere wenn schwere Atemwegssymptome auftreten.

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