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JD Vance, Macht, Gott und der himmlische Karrierekompass

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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D Vance, Vizepräsident der Vereinigten Staaten, ist wieder einmal tief in die Abgründe seiner eigenen Ambitionen gestiegen – bewaffnet mit Glauben, Katholizismus und der unausweichlichen Frage: „Tue ich das alles nur für mich?“ Spoiler: Wahrscheinlich schon.

In seinem Buch Communion preist Vance seine neue katholische Bekehrung, die ihm helfen soll, nicht völlig im Sog des politischen Ehrgeizes zu versinken. Eine Art himmlischer Kompass für jemanden, der tagtäglich zwischen Macht, Prestige und Donald Trumps Launen navigiert. Dabei gesteht er offen: „Dieses Verlangen nach Einfluss, das ist etwas, das wahrscheinlich schon immer zu mir gehörte. Mein Glaube sagt mir, dagegen anzukämpfen.“ Ja klar, und nebenbei rettet er die Welt.

Interessant wird es, wenn man die Familienpolitik dazuzählt: Ehefrau Usha ist Hindu, die Kinder sollen selbst entscheiden dürfen. Vance will moralisch führen, aber nicht missionieren – zumindest offiziell. Die Realität: Usha feiert immer noch ihre eigenen Feste, während Vance brav die Messe besucht. Eine Ehe voller religiöser Toleranz – oder die perfekte Cover-Story für PR-Zwecke?

Und dann ist da noch der Präsident, Donald Trump, der nicht regelmäßig in die Kirche geht, aber sich gelegentlich Sorgen um sein Seelenheil macht. Vance schmunzelt nur über Trumps himmlische Selbstreflexionen – kein spirituelles Coaching nötig, schließlich ist er selbst „ein sehr unvollkommener Christ“. Eine charmante Untertreibung, wenn man bedenkt, dass er sich zwischen Krieg, Migration und Steuerpolitik auch noch als moralischer Ratgeber versucht.

Das Memoir liest sich wie ein Handbuch für ambitionierte Gläubige in der Politik: viel Selbstreflexion, ein bisschen Selbsterhöhung, und immer die perfekte Balance zwischen Machtgier und göttlicher Tugend. Wer könnte da widerstehen?

Am Ende bleibt der Eindruck: JD Vance will die Welt retten – mit Katholizismus, einem Hauch Selbstkritik und dem gelegentlichen Augenrollen über den Präsidenten. Ob dabei die himmlische Weisheit oder nur die PR-Abteilung die Feder führte, bleibt offen.

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