FUBUS:Müller Seidel Vos-neue Taktik um Kohle zu bekommen?

Die Rechtsanwaltskanzlei Müller Seidel Vos, die die FuBus-Genussrechtsgläubiger für ihre Tätigkeit als (unwirksam gewählte) Gemeinsame Vertreter direkt zur Kasse gebeten haben, haben bislang wohl nur Mahnbescheide beantragt, aber viele Widersprüche dazu erhalten und versuchen nun eine andere Taktik: Sie bieten jetzt Vergleiche über 50 %  der ursprünglichen Forderung an, siehe beigefügtes (neutralisiertes) Schreiben.  Alternativ schlagen sie vor, auf die Einrede der Verjährung bis Ende 2019 zu verzichten.

Das lässt darauf schließen, dass RA Vos nun auch selbst an der Begründetheit seiner Forderung zweifelt und lässt hoffen, dass die Forderung bald weiter auf 0 %  zurückgeführt wird.

Vor Gericht hat RA Vos wohl keinerlei  Chance, da den FuBus-Genussrechtsgläubigern vom Insolvenzverwalter erklärt wurde, dass die Kosten des Gemeinsamen Vertreters aus der Insolvenzmasse bezahlt werden.

Daher fehlt es für ein direktes Vertragsverhältnis zwischen RA Vos und den FuBus-Gläubigern schlicht und einfach an dem (für einen Vertragsabschluss notwendigen) Vertragsabschlusswillen. Im übrigen hätte seinerzeit niemand einen Gemeinsamen Vertreter gewählt, wenn bekannt gewesen wäre, dass dieser sein Honorar den Gläubigern direkt in Rechnung stellen wird.

Die Tätigkeit des Gemeinsamen Vertreters, der lediglich sämtliche vertraglichen Insolvenzforderungen – also nicht einmal in Betracht kommende Schadensersatzforderungen anzumelden hatte, war eigentlich auch überflüssig und erbrachte keinen „Mehrwert“, denn die meisten  Gläubiger hatten ihre Forderungen zuvor längst angemeldet.

Rechtsanwalt Brambrink aus Bielefeld, ist sich auf unsere Nachfrage hin dann sicher, „dass dieser – aus seiner Sicht untaugliche – Versuch der Honorargenerierung grandios scheitern wird (bis auf die Fälle, in denen freiwillig und gutgläubig gezahlt oder nichts gegen die Mahn- und Vollstreckungsbescheide unternommen wird). Ich habe meinen Mandanten dazu geraten, weder den Vergleich abzuschließen noch auf die Verjährungseinrede zu verzichten.“

Kommentar hinterlassen