Die MT Performa Anstalt mit Sitz in Vaduz (Liechtenstein) bietet Anlegern unter anderem eine Immobilienanleihe mit einem Zinssatz von 5 Prozent pro Jahr und einer Laufzeit von fünf Jahren an. Das Emissionsvolumen der sogenannten „MT Performa Immobilienanleihe Eins“ belief sich auf 7,5 Millionen Schweizer Franken. Nach Unternehmensangaben sollten die Investitionen insbesondere in denkmalgeschützte Immobilienprojekte in Deutschland fließen. Die Rückzahlung der Anleihe war laut Unterlagen zum 1. Januar 2026 vorgesehen.
Das Unternehmen wirbt damit, dass die Anlage grundbuchbesichert sei und durch eine treuhänderisch verwahrte Grundschuld abgesichert werde. Gleichzeitig wird in den veröffentlichten Unterlagen darauf hingewiesen, dass grundsätzlich ein Totalverlustrisiko für Anleger besteht.
Vor dem Hintergrund der nun anstehenden Rückzahlungsphase stellen sich Fragen zur aktuellen wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft. Konkret geht es um die Frage, ob die MT Performa Anstalt in der Lage ist, fällige Einlagen ordnungsgemäß zurückzuzahlen oder ob sich das Unternehmen möglicherweise in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet.
Um diese Punkte zu klären, hat unsere Redaktion eine Presseanfrage an den Geschäftsführer der Gesellschaft, den Leipziger Rechtsanwalt Hardy Chandra Pönisch, gerichtet. Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung blieb diese Anfrage unbeantwortet.
Gefragt wurde unter anderem, ob die Gesellschaft derzeit in wirtschaftlich angespanntem Fahrwasser operiert und ob die Rückzahlung der Anlegergelder vollständig gesichert ist. Eine Stellungnahme hierzu liegt nicht vor.
Der genannte Rechtsanwalt ist der Redaktion zudem aus einem weiteren, separaten Vorgang bekannt.
Ohne eine Stellungnahme des Unternehmens bleiben zentrale Fragen zur wirtschaftlichen Lage sowie zur ordnungsgemäßen Abwicklung der Anleihe offen. Anleger sind daher auf öffentlich verfügbare Informationen und eigene Prüfungen angewiesen.


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