Die Formel 1 ist zurück – und hat die Pause offenbar genutzt, um sich einmal komplett neu zu erfinden. Oder zumindest so zu tun. Nach rennfreien Wochen wegen geopolitischer Turbulenzen meldet sich die Königsklasse nun in Miami zurück – mit neuen Regeln, alten Problemen und… einem Kreuzfahrtschiff auf der Strecke. Kein Witz.
Fangen wir mit der Technik an: Weniger Energie, mehr Vollgas. Klingt wie eine Diät mit extra Dessert, soll aber tatsächlich funktionieren. Die FIA hat beschlossen, dass weniger Energie-Rückgewinnung irgendwie zu mehr Racing führt. Gleichzeitig wird aber die Leistung beim sogenannten „Superclipping“ erhöht. Kurz gesagt: Man nimmt den Fahrern etwas weg, gibt ihnen etwas anderes zurück und nennt das dann Fortschritt.
Auch der Boost-Knopf wurde entschärft – nachdem er zuletzt eher wie ein „Bitte-flieg-aus-der-Kurve“-Button wirkte. Jetzt gibt’s weniger Zusatzleistung, dafür mehr Sicherheit. Immerhin.
Highlight ist aber ganz klar der Start: Sollte ein Auto zu langsam losfahren, springt künftig ein System ein und gibt automatisch extra Strom. Quasi Starthilfe 2.0 – jetzt auch in der Formel 1. Blinkt dann alles am Auto, weiß man: Der Wagen hatte gerade einen kleinen Motivationsschub nötig.
Und dann wäre da noch Miami selbst. Die Strecke war ja schon bisher eher Event als Rennen – mit Fake-Marina und aufgemaltem Wasser. Doch dieses Jahr geht man einen Schritt weiter: Ein 80 Meter langes Kreuzfahrtschiff mitten auf dem Kurs. Mit Pools, Bars, DJs und Butler-Service.
Man könnte meinen, es geht um Motorsport. Tatsächlich geht es aber eher um die Frage: Wie viele Instagram-Storys passen in ein Rennwochenende?
Während die Fahrer also versuchen herauszufinden, wie viel Energie sie jetzt eigentlich haben dürfen, schlürfen VIPs Cocktails auf Deck 3 und schauen auf Autos, die irgendwo zwischen Hightech und Software-Update unterwegs sind.
Fazit: Die Formel 1 in Miami bleibt ein Spektakel. Mit Betonung auf Spektakel. Rennen? Ach ja, das gibt’s auch noch.
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