Im Nahen Osten läuft aktuell offenbar wieder die beliebte diplomatische Disziplin:
„Friedensgespräche mit gleichzeitigen Drohungen.“
Das Weiße Haus hat Berichte iranischer Staatsmedien über ein angebliches Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran als „komplette Erfindung“ zurückgewiesen. Übersetzt bedeutet das vermutlich:
„Das Papier existiert ungefähr so sehr wie ein entspannter Nachmittag im Nahen Osten.“
Zuvor hatte das iranische Staatsfernsehen berichtet, ein Entwurf für eine Absichtserklärung liege bereits vor. Demnach sollten die USA ihre Truppen rund um den Iran zurückziehen und gleichzeitig die Seeblockade aufheben.
Im Gegenzug wollte der Iran angeblich wieder mehr Handelsschiffe durch die Straße von Hormus fahren lassen.
Großzügig.
Also ungefähr nach dem Motto:
„Wenn ihr aufhört uns zu bombardieren, lassen wir vielleicht wieder Tanker durch.“
Allerdings erklärte Teheran vorsichtshalber direkt dazu, dass noch nichts unterschrieben sei und man ohne offizielle Bestätigung selbstverständlich keinerlei Schritte unternehmen werde.
Parallel dazu verurteilte der Iran erneut die US-Angriffe und sprach vom „boshaften Willen“ Washingtons.
Die USA wiederum dürften sich gedacht haben:
„Interessant, genau das wollten wir eigentlich auch gerade sagen.“
Besonders bemerkenswert:
Während Pakistan weiterhin versucht, zwischen beiden Seiten zu vermitteln, liefern sich die Beteiligten gleichzeitig Drohungen, Luftangriffe und diplomatische Theateraufführungen.
Kurz gesagt:
Der Friedensprozess im Nahen Osten läuft derzeit ungefähr so harmonisch wie ein Grillabend mit zwei Brandstiftern und einem Benzinkanister.
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