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Coca-Cola-Beschäftigte legen im Norden die Arbeit nieder – Gewerkschaft droht mit weiterer Streikwelle

terry7733 (CC0), Pixabay
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Im Norden Deutschlands sprudelt heute weniger: In gleich drei Abfüllanlagen von Coca-Cola – in Hildesheim, Lüneburg und Mölln – sowie im Logistikzentrum Achim bei Bremen sind rund 1.200 Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) will damit den Druck in den stockenden Tarifverhandlungen erhöhen.

💶 Fünf Prozent mehr Lohn gefordert

Die NGG verlangt für die Mitarbeitenden fünf Prozent mehr Lohn, rückwirkend zum 1. September. Die Beschäftigten hätten in den letzten Jahren unter starkem Kostendruck gearbeitet – während Coca-Cola stabile Gewinne eingefahren habe, so die Gewerkschaft.

Coca-Cola bietet hingegen lediglich eine Lohnerhöhung von 1,5 Prozent ab 2026 an – und keine Anpassung für das laufende Jahr 2025. Für die NGG ist das „eine Provokation“.

„Die Beschäftigten halten das Geschäft am Laufen – sie haben mehr verdient als warme Worte und Mini-Erhöhungen“, sagte Lena Lange, Geschäftsführerin der NGG-Region Hannover.

🏭 Stillstand in der Produktion möglich

Die Gewerkschaft hat angekündigt, dass 16 Stunden lang an den betroffenen Standorten nicht gearbeitet werden soll. Kunden und Handel müssen sich daher auf Lieferverzögerungen und Engpässe einstellen – insbesondere bei beliebten Produkten wie Cola, Fanta und Sprite.

In Bremen ist zudem eine zentrale Streikkundgebung mit rund 500 Teilnehmenden geplant. Dort will die NGG ein deutliches Signal an die Konzernleitung senden.

⚠️ Weitere Warnstreiks nicht ausgeschlossen

Sollte Coca-Cola sein Angebot nicht nachbessern, drohen weitere Warnstreiks in ganz Deutschland. Schon jetzt bereiten sich mehrere Standorte auf mögliche Arbeitsniederlegungen vor.

„Wenn Coca-Cola nicht nachlegt, machen wir bundesweit weiter“, so die NGG.

Die nächste Tarifverhandlungsrunde ist für den 10. November angesetzt. Bis dahin will die Gewerkschaft die Streikbereitschaft hochhalten.

🧃 Hintergrund: Sprudelnde Gewinne, knappe Löhne

Coca-Cola steht in Deutschland unter Druck – nicht nur durch gestiegene Produktionskosten, sondern auch wegen wachsender Kritik an niedrigen Löhnen und befristeten Verträgen.
Während die Marke weltweit Milliardenumsätze erzielt, fühlen sich viele Beschäftigte abgekoppelt vom Erfolg.

Die NGG fordert deshalb nicht nur mehr Geld, sondern auch mehr Wertschätzung und Sicherheit für die Belegschaft.

Fazit: Der Konflikt bei Coca-Cola dürfte erst der Anfang sein. Sollte der Konzern bei seiner harten Linie bleiben, könnten sich die Streiks im Norden schnell zu einer bundesweiten Protestwelle ausweiten – und das mitten in der umsatzstarken Vorweihnachtszeit.

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