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Zwischen Drohkulisse und Dialogangebot: TGI AG reagiert auf Berichterstattung

geralt (CC0), Pixabay
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Es gibt Schreiben, die liest man zweimal – nicht, weil sie juristisch besonders komplex wären, sondern weil Ton und Inhalt eine gewisse… sagen wir: Eigenart besitzen. Ein aktuelles anwaltliches Schreiben im Umfeld der TGI AG gehört zweifellos in diese Kategorie.

Ein von Rechtsanwalt Weik übermitteltes Schreiben an die Redaktion von diebewertung.de enthält deutliche Worte. Die Berichterstattung wird darin als „unzulässig“ bezeichnet, verbunden mit der Aufforderung, diese „unverzüglich einzustellen“. Andernfalls behalte man sich rechtliche Schritte „mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln“ vor. Eine Fristsetzung bis zum nächsten Tag inklusive – ein Klassiker aus dem Lehrbuch juristischer Kommunikation.

Pressefreiheit trifft auf „Missfallen“

Nun ist es ein bekanntes Spannungsfeld: Unternehmen fühlen sich durch kritische Berichterstattung angegriffen, Medien sehen sich ihrer Aufgabe verpflichtet, Informationen einzuordnen und Fragen zu stellen – insbesondere dann, wenn es um Anlegerinteressen geht. Dass dabei nicht jede Veröffentlichung auf Gegenliebe stößt, liegt in der Natur der Sache.

Interessant wird es jedoch dort, wo der Versuch unternommen wird, journalistische Arbeit pauschal als „nicht objektiv“ zu klassifizieren. Eine solche Bewertung ist – vorsichtig formuliert – subjektiv. Maßgeblich bleibt vielmehr, ob Berichte auf überprüfbaren Tatsachen beruhen und die gebotene journalistische Sorgfalt eingehalten wird. Genau daran orientiert sich die Redaktion.

Drohung oder Einladung zum Dialog?

Besonders bemerkenswert ist die gleichzeitige Betonung, der „Austausch mit Kunden“ sei der TGI AG wichtig – allerdings ausdrücklich nicht über das kritische Portal. Das wirkt ein wenig wie die Einladung zu einem Gespräch, bei dem bestimmte Fragen bitte nicht gestellt werden sollen.

Dabei bleibt festzuhalten: Ein offener Dialog lebt gerade davon, dass auch unbequeme Themen angesprochen werden. Wer Transparenz für sich reklamiert, muss sich auch kritischen Nachfragen stellen – insbesondere dann, wenn es um komplexe Geschäftsmodelle und Anlegergelder geht.

Gelassenheit statt Eskalation

Die gesetzte Frist zur Abgabe einer „Einstellungsbestätigung“ dürfte aus journalistischer Sicht eher zur Kenntnis genommen werden. Denn: Pressefreiheit ist kein Verhandlungsgegenstand, sondern ein verfassungsrechtlich geschütztes Gut. Selbstverständlich gilt dabei auch, dass Berichterstattung sorgfältig, ausgewogen und faktenbasiert erfolgen muss.

Sollte es zu einer juristischen Auseinandersetzung kommen, wäre dies letztlich der Ort, an dem unterschiedliche Auffassungen sachlich geklärt werden können. Bis dahin bleibt es Aufgabe der Medien, weiterhin kritisch zu berichten – immer dann, wenn es Anlass dazu gibt.

Fazit

Das Schreiben aus anwaltlicher Feder ist damit weniger ein Schlusspunkt als vielmehr ein weiteres Kapitel in einer laufenden Auseinandersetzung. Für Leser und Anleger bleibt entscheidend, sich ein eigenes Bild zu machen – auf Basis von Informationen, die öffentlich diskutiert und eingeordnet werden.

Oder, um es leicht zugespitzt zu formulieren: Wer keine Fragen möchte, sollte keine offenen Punkte hinterlassen.

11 Kommentare

  • Satire und Sarkasmus sind keine Bestandteile einer klassischen, objektiven Berichterstattung, da sie per Definition subjektiv sind, Position beziehen und emotionale Reaktionen hervorrufen wollen. Dennoch spielen sie eine wichtige Rolle im medialen Umfeld und überschneiden sich teilweise mit journalistischen Arbeitsweisen.
    Satire und Sarkasmus in der Medienlandschaft:
    Funktion und Wirkung: Satire nutzt Übertreibung, Ironie und Spott, um Missstände in Politik und Gesellschaft aufzudecken und zu kritisieren. Sarkasmus dient als beißender Spott oft dazu, Personen oder Handlungen bloßzustellen, zu verletzen oder herabzuwürdigen.
    Abgrenzung zur Objektivität: Während objektive Berichterstattung Fakten neutral darstellt, ist Satire wertend und oft „krumm“ – sie verdreht Tatsachen bewusst zur Verdeutlichung.
    Überschneidungen mit Journalismus: Politische Satireformate wie die „heute-show“ oder der „Postillon“ recherchieren intensiv und basieren oft auf Fakten, wodurch sie eine aufklärende, didaktische Funktion übernehmen. Sie nutzen journalistische Mittel, sind aber nicht objektiv.
    Risiken im Internetzeitalter: Satirische Beiträge werden oft aus dem Kontext gerissen (z. B. auf Social Media) und als wahre Nachrichten missverstanden. Dies geschieht besonders schnell, wenn Überschriften nicht geprüft werden.
    Gefahr der Desinformation: Obwohl Satire aufklären will, kann sie durch die Vermischung von Fakten und Humor zu Missverständnissen führen, wenn das Publikum die Satire nicht als solche erkennt.

    Stark, Sau Stark

    P.S. Bin nicht fündig geworden bei dem Begriff „Sakasmus“, vielleicht sollten hier einige an der Rechtschreibung arbeiten.

    • Das ist eine nette Nebelkerze, die Diskussion auf eine Metaebene zu verlagern, oder die Rechtschreibung zu erwähnen, wie sollte denn die inhaltliche Auseinandersetzung auszusehen mit rabaulistischen Beiträgen wie:

      „Ich finde, dass Ihr noch etwas mehr Artikel über die TGI schrieben solltet…. HIHI
      Schon etwas übertrieben in den letzten 24h, nicht? :) Habt Ihr noch genügend Schlaf?“

      „Was für ein Schwachsinn. 🤣
      Wenn einem die Verträge der TGI nicht passen. Einfach wo anders Gold kaufen. 🤷‍♂️
      Und tschüss 🙋‍♂️“

      „Ja aber den ganzen Vollpfosten hier, hast lt. den ganzen Kommentaren, eh schon die Augen geöffnet 🤷‍♂️“

      „🍿“

      etcetera, etcetera, etcetera

      Ich zitiere mich mal selber:

      „Montag, 09.03.2026 um 10:06 Uhr
      Ich meine ähnliche Verteidigungsstrategien vor Jahren für Gold- Konstrukte auch schon gesehen zu haben:
      Persönliche Angriffe gegen Menschen und Institutionen die einfach nach Belegen für Werbeaussagen und Renditeversprecjhungen fragen, oder auf die Einhaltung von Gestzen bestehen..
      (Haubentaucherverein, Witzfiguren, Gurken auf den Augen, spielende Kinder etctera, etctera, etctera)
      Konstruktion irgendwelcher Verschwörungen (die böse BAFIN macht das nur wegen der Steuern, „…..den Menschen was gutes tun will?“).
      Die Auszahlungen, Gutschriften laufen seit….. ohne zu belegen woher das Geld dafür kommt.
      Andere sind ja auch nicht besser.
      Glaubensbekenntnisse ohne eigene Recherche, gegen Kritik immunisiert: „Es ist ein Rabatt, fertig !! Er kann über Wasser gehem! Isso!“
      „Wir“ (die Eingeweihten) – „Sie“ (Kritiker, Neider, Uninformierte)“

      Zeugt das für sie von echtem Interesse und von Gesprächsbereitschaft? Oder geht es Ihnen wie mir der ich den Verdacht hege hier geht es nur darum von den berechtigten Kritikpunkten abzulenken?

  • Einfach den Kommentar gelöscht. Stark!

    Anmerkung der Redaktion:
    Sie mögen uns verzeihen. Wir warten nicht auf Kommentare wie die Schlange vor Kaninchen. Bei uns gibts auch mal 10 Minuten Pause, ich weiss das klingt unglablich, aber es ist wahr :)

  • Es gibt einen neuen Vertriebsfuzzi bei der TGI AG Robert Velghe. Es lohnt sich einmal im Internet nach Robert Velghe und Crypto zu googeln. Irgendwie passt der da voll hinein.

  • Da stössen jemandem wohl eher die Qualität der Inhalte als deren blosse Menge auf.
    Ist halt anstrengend wenn man immer mehr und mehr „empfehlen“ muss für die gleichen Abschlussprämien, weil die Leute immer kritischer nachfragen.

  • Liebe Redaktion

    Ich finde, dass Ihr noch etwas mehr Artikel über die TGI schrieben solltet…. HIHI
    Schon etwas übertrieben in den letzten 24h, nicht? :) Habt Ihr noch genügend Schlaf?

    So kann Herr Bremer gegen bares die Artikel dann wieder löschen, findet man gut via Google.

    Goldige Grüsse :)
    Anmerkung der Redaktion:
    Seufz, was will man anders von der Intelligenz eines TGI Jüngers erwarten. Sie wissen hoffentlich, das Niveau keine Hautcreme ist?

    • Mir scheint die Redaktion ist ein bisschen zu herablassend bei Antworten auf bestimmte Kommentare!
      Das neigt auch bei bestimmten Leuten dazu die Berichterstattung zu Hinterfragen bei so einer Aggressiven Abwehr Haltung. Würde mich freuen wenn in Zukunft das etwas Konstruktiver Kommentiert wird.

      Danke
      Anmerkung der Redaktion:
      Satire und Sakasmus sind niemals herablassend. Sie sind das Niveau auf das sich andere begeben eine Antwort.

      • Satire und Sarkasmus sind keine Bestandteile einer klassischen, objektiven Berichterstattung, da sie per Definition subjektiv sind, Position beziehen und emotionale Reaktionen hervorrufen wollen. Dennoch spielen sie eine wichtige Rolle im medialen Umfeld und überschneiden sich teilweise mit journalistischen Arbeitsweisen.
        Satire und Sarkasmus in der Medienlandschaft:
        Funktion und Wirkung: Satire nutzt Übertreibung, Ironie und Spott, um Missstände in Politik und Gesellschaft aufzudecken und zu kritisieren. Sarkasmus dient als beißender Spott oft dazu, Personen oder Handlungen bloßzustellen, zu verletzen oder herabzuwürdigen.
        Abgrenzung zur Objektivität: Während objektive Berichterstattung Fakten neutral darstellt, ist Satire wertend und oft „krumm“ – sie verdreht Tatsachen bewusst zur Verdeutlichung.
        Überschneidungen mit Journalismus: Politische Satireformate wie die „heute-show“ oder der „Postillon“ recherchieren intensiv und basieren oft auf Fakten, wodurch sie eine aufklärende, didaktische Funktion übernehmen. Sie nutzen journalistische Mittel, sind aber nicht objektiv.
        Risiken im Internetzeitalter: Satirische Beiträge werden oft aus dem Kontext gerissen (z. B. auf Social Media) und als wahre Nachrichten missverstanden. Dies geschieht besonders schnell, wenn Überschriften nicht geprüft werden.
        Gefahr der Desinformation: Obwohl Satire aufklären will, kann sie durch die Vermischung von Fakten und Humor zu Missverständnissen führen, wenn das Publikum die Satire nicht als solche erkennt.

        Stark, Sau Stark

        P.S. Bin nicht fündig geworden bei dem Begriff „Sakasmus“, vielleicht sollten hier einige an der Rechtschreibung arbeiten.

        • Wenn Du, im Jahre 2026, bei der Internetrecherche nach dem Wort „Sarkasmus“, an einem fehlenden „r“ gescheitert bist, solltest Du vielleicht erstmal an Deinen eigenen „skills“ arbeiten?

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