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Zwei Männer wegen Mordes an australischem Großvater nach mutmaßlicher Verwechslung angeklagt

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Nach der mutmaßlichen Entführung und Ermordung eines 85-jährigen Großvaters in Sydney sind zwei Männer im Alter von 24 und 29 Jahren angeklagt worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine tragische Verwechslung handelte.

Chris Baghsarian, ein verwitweter Rentner, war am 13. Februar aus seinem Haus im nördlichen Vorort North Ryde verschleppt worden. Am Montag wurde seine Leiche entdeckt. Forensische Untersuchungen bestätigten am Mittwoch, dass es sich bei den nahe einem Golfplatz am Stadtrand gefundenen sterblichen Überresten um Baghsarian handelt.

Die beiden Tatverdächtigen wurden am Mittwoch festgenommen und wegen Mordes sowie Freiheitsberaubung mit der Absicht der Lösegelderpressung und schwerer Körperverletzung angeklagt. Ein Gericht verweigerte ihnen die Freilassung auf Kaution. Sie sollen am Donnerstag erneut vor Gericht erscheinen. Beide waren den Behörden zuvor bereits wegen geringfügiger Delikte bekannt.

Nach Angaben der Ermittler war Baghsarian offenbar nicht das eigentliche Ziel der Entführung. „Frühe Ermittlungen ergaben, dass Chris Baghsarian nicht das beabsichtigte Opfer war und aufgrund einer Verwechslung entführt wurde“, erklärte die Polizei. Australische Medien berichten, dass sich der Angriff möglicherweise gegen eine Familie mit mutmaßlichen Verbindungen zur organisierten Kriminalität richten sollte.

In den Tagen nach dem Verschwinden hatten die Behörden mehrfach öffentlich dazu aufgerufen, den Senior freizulassen, da er gesundheitliche Probleme hatte und täglich Medikamente benötigte.

Die Spur der Ermittler führte unter anderem zu zwei ausgebrannten Fahrzeugen sowie zu einer Durchsuchung eines verlassenen Grundstücks im Vorort Dural. Von dort gelangten die Beamten in ein nahegelegenes Gebiet bei Pitt Town, wo schließlich die Leiche gefunden wurde.

Der Leiter der Raub- und Schwerkriminalitätsabteilung von New South Wales, Andrew Marks, bezeichnete die Tat als „Albtraum“. „Dass ein unschuldiger Mann aus seinem Zuhause verschleppt wurde, ist inakzeptabel. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte er.

Die Polizei geht davon aus, dass weitere Personen an der Tat beteiligt waren, und schließt weitere Festnahmen nicht aus. Zeugen, die am 14. Februar – einen Tag nach der Entführung – in der Nähe des Golfplatzes verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich bei den Behörden zu melden.

Die Familie Baghsarian begrüßte die Festnahmen und bat zugleich um Respekt für ihre Privatsphäre.

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