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Capital One zu Trump: Es liegt nicht an der Politik, sondern an den 300 Konten

WilliamCho (CC0), Pixabay
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Die US-Bank Capital One möchte eine Klage der Trump Organization loswerden. Der Streit dreht sich um mehr als 300 geschlossene Konten des Familienunternehmens von Donald Trump.

Die Trump-Seite sieht darin politische Diskriminierung. Die Bank sieht darin offenbar eher einen sehr langen Arbeitstag für ihre Geldwäscheabteilung.

Capital One erklärt, die Entscheidung sei nach monatelanger Prüfung durch das Anti-Geldwäsche-Team gefallen. Man habe Transaktionsmuster festgestellt, die zu jenen Aktivitäten gehörten, vor denen die US-Bankenaufsicht regelmäßig warnt.

Wichtig ist der Bank allerdings eine juristische Feinheit: Man werfe der Trump Organization nicht ausdrücklich Geldwäsche vor.

Man habe lediglich Muster erkannt, die Geldwäscheexperten nervös machen. Das ist ungefähr so, als würde ein Rauchmelder sagen: „Ich behaupte nicht, dass es brennt. Ich möchte nur anmerken, dass hier außergewöhnlich viel Rauch ist.“

Die Trump Organization hält dagegen. Die Konten seien aus ideologischen und „woken“ Gründen geschlossen worden, insbesondere wegen der politischen Stimmung nach dem Sturm auf das Kapitol im Januar 2021.

Capital One nennt diese Darstellung irreführend. Offenbar war die Bank weniger vom Zeitgeist als von Kontoauszügen beeindruckt.

Die Schließung wurde bereits 2021 angekündigt. 2025 reichten die Trump Organization und Eric Trump Klage ein. Nun beantragt Capital One, das Verfahren abzuweisen.

Damit setzt sich ein größerer Streit fort. Seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit stehen große Banken unter wachsendem politischen Druck. Auch JPMorgan wurde bereits mit einer ähnlichen Klage bedacht.

Für amerikanische Banken entsteht damit eine neue heikle Geschäftslage: Schließen sie verdächtige Konten, droht eine Klage wegen politischer Benachteiligung. Lassen sie alles weiterlaufen, fragt irgendwann die Aufsicht nach.

Capital One hat sich offenbar für die Variante entschieden, lieber vor Gericht zu erklären, warum 300 Konten zu viel waren, als später erklären zu müssen, warum 300 Konten völlig unauffällig gewesen sein sollen.

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