Bei einer Flugshow im US-Bundesstaat Idaho sind zwei Kampfjets der US-Marine in der Luft zusammengestoßen. Nach Angaben der Behörden konnten sich alle vier Crewmitglieder mit dem Schleudersitz retten. Die Beteiligten befinden sich demnach in stabilem Zustand.
Der Unfall ereignete sich am Sonntag während des zweiten und letzten Tages der Flugveranstaltung „Gunfighter Skies“ nahe der Mountain Home Air Force Base. Augenzeugen berichteten von einer dramatischen Kollision während einer Flugvorführung. Kurz darauf waren Fallschirme am Himmel zu sehen, während Trümmerteile zu Boden stürzten.
Nach dem Zusammenstoß brach auf dem Gelände ein Feuer aus. Die Militärbasis wurde vorübergehend abgeriegelt, die laufende Flugshow sofort abgebrochen. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand am Boden.
Bei den betroffenen Maschinen handelt es sich um zwei EA-18G Growler der US Navy. Die Flugzeuge gehören zu einer Einheit für elektronische Kampfführung aus dem Bundesstaat Washington. Der Wert eines einzelnen Jets liegt laut US-Marine bei rund 67 Millionen Dollar.
Die genaue Ursache der Kollision ist bislang unklar. Die US Navy hat Ermittlungen eingeleitet. Technische Probleme, ein Pilotenfehler oder eine fehlerhafte Flugkoordination werden nun untersucht.
Die „Gunfighter Skies“-Flugshow fand erstmals seit 2018 wieder statt. Bereits damals hatte es einen tödlichen Zwischenfall gegeben, als ein Segelflugpilot bei einer Vorführung ums Leben kam.
Videos des aktuellen Unglücks verbreiteten sich innerhalb kurzer Zeit in sozialen Netzwerken und zeigen den Moment der Kollision sowie die Rettung der Besatzungen per Fallschirm.
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