Das Formel-1-Rennen in Miami wird wegen drohender Gewitter deutlich früher gestartet. Statt wie ursprünglich geplant beginnt der Grand Prix nun bereits um 18:00 Uhr deutscher Zeit (13:00 Uhr Ortszeit). Grund ist eine Wetterprognose, die für den Nachmittag schwere Regenfälle und mögliche Gewitter ankündigt.
Die Entscheidung fiel kurzfristig durch die Rennserie und den Automobil-Weltverband FIA. Ziel ist es, das Rennen möglichst vor dem Eintreffen der heftigsten Wetterfront über die Bühne zu bringen – auch aus Sicherheitsgründen. In den USA gelten strenge Vorschriften: Bei Blitzgefahr muss ein Rennen unterbrochen oder sogar komplett gestoppt werden.
Trotz der Vorverlegung dürfte das Rennen nass werden. Und genau das bereitet vielen Fahrern Kopfzerbrechen.
Weltmeister Lando Norris spricht offen von einem Sprung „ins kalte Wasser“. Die neuen Formel-1-Autos der Saison 2026 wurden bisher kaum unter Regenbedingungen getestet. Gleichzeitig gelten sie als technisch besonders anspruchsvoll – vor allem wegen der neuen Antriebssysteme mit deutlich mehr elektrischer Leistung.
„Niemand weiß so richtig, was uns erwartet“, sagt Norris. „Man darf sich keinen Fehler leisten – aber genau das macht es auch spannend.“
Auch sein Teamkollege Oscar Piastri erwartet ein unberechenbares Rennen. In Miami könne Regen schnell extrem werden. Entscheidend sei dann nicht nur das fahrerische Können, sondern auch, wie gut die komplexe Technik im Hintergrund funktioniere. „Viel liegt jetzt in den Händen der Software“, so Piastri.
Ein zentrales Problem bei Regen bleibt die Sicht. Die Autos wirbeln enorme Wassermengen auf, was nachfolgenden Fahrern die Sicht massiv einschränkt. Hinzu kommt die Gefahr von Aquaplaning – wenn die Reifen den Kontakt zur Strecke verlieren.
Sportlich ist die Ausgangslage ohnehin offen. Mehrere Top-Teams haben neue Updates mitgebracht, die Kräfteverhältnisse schwanken stark. Mercedes-Pilot Kimi Antonelli startet von der Pole Position, neben ihm steht Max Verstappen im Red Bull. McLaren und Ferrari lauern dahinter.
Verstappen gehört zu den wenigen Fahrern, die die neuen Autos bereits im Regen gefahren sind – und warnt: „Das wird schwierig. Die Autos sind sehr rutschig und schwer zu kontrollieren.“
Die Unsicherheit ist groß, die Bedingungen könnten extrem werden. Nach zwei bereits abgesagten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien – aufgrund des Kriegs im Nahen Osten – steht die Formel 1 in Miami unter zusätzlichem Druck, das Rennen unbedingt durchzuführen.
Die Mischung aus neuer Technik, unberechenbarem Wetter und engen Leistungsunterschieden verspricht ein Rennen, bei dem vieles möglich ist – auch Chaos.
Die Formel 1 zeigt mal wieder, wie unberechenbar Motorsport sein kann. Das Wetter bringt zusätzliche Spannung und verlangt von den Teams maximale Flexibilität!